Werkgehilfe/Werkgehilfin Schmuckwarenindustrie, Taschen- und Armbanduhren
Über den Beruf
Werkgehilfen und Werkgehilfinnen der Schmuck- sowie Taschen- und Armbanduhrenindustrie steuern den Materialfluss vom Edelmetall bis zur fertigen Uhr. Sie wählen Goldlegierungen, Farbsteine oder Gläser aus, berechnen Mengen und lösen Bestellungen per Warenwirtschaftssystem aus. Gemeinsam mit Meister/innen zerlegen sie Aufträge in Arbeitsschritte, erstellen Fertigungspläne und teilen Werkstoffe sowie Aufgaben an die Fachkräfte in der Produktion zu. Fällt Personal aus, disponieren sie neu und überwachen Termine. Während der Fertigung prüfen sie Lagerbestände, führen Edelmetallkonten und kontrollieren Halbfabrikate. Kommen die fertigen Stücke zurück, messen sie Maße oder Karat, erfassen Mängel und dokumentieren die Qualität. Abschließend verbuchen sie den Edelmetallverbrauch und schließen den Auftrag im System ab.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Werkgehilfe/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.981 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und je nach Bundesland kannst du zwischen 3.896 € und 6.894 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Werkgehilfe/in?
Die Ausbildung zum/zur Werkgehilfe/in dauert 3 Jahre. Diese Zeitspanne ist für den anerkannten Ausbildungsberuf festgelegt.
Wie sind die Berufsaussichten als Werkgehilfe/in?
Die Berufsaussichten als Werkgehilfe/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung in der Branche wächst bis 2040, was zusätzlichen Bedarf schafft. Allerdings werden im Vergleich zu anderen Berufen weniger Altersabgänge erwartet, wodurch weniger Stellen frei werden. Insgesamt bleiben die Chancen solide, aber nicht überdurchschnittlich.
Welche digitalen Skills braucht man als Werkgehilfe/in?
Für Werkgehilfen/innen sind solide digitale Fertigkeiten unverzichtbar. Du solltest Lager- und Auftragssoftware (WWS) bedienen, Bestellungen und Personalpläne in Dokumentenmanagementsystemen organisieren, Kundenaufträge über Online-Portale steuern und bei Bedarf 3-D-Drucker für Musterteile einsetzen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Werkgehilfe/in?
Die Arbeit spielt sich zwischen Büro, Lager und Fertigungshalle ab und wechselt daher häufig das Umfeld. Du sitzt am Schreibtisch für Planungsaufgaben, prüfst aber auch in der Produktion mit Messwerkzeugen kleinste Schmuckteile und Edelmetalle. Präzisionsarbeit, wechselnde Aufgaben und kurze Wege zwischen Abteilungen prägen den Alltag.
Womit arbeitet man als Werkgehilfe/in?
Zum Equipment gehören Schmuck- und Uhrenkomponenten wie Farbsteine, Kettenglieder oder Uhrengläser sowie Edelmetalle in Barren oder Drahtform. Du nutzt Schieblehren, Lupen und elektronische Lagersysteme, um Maße und Bestände zu kontrollieren. Für Planung und Kommunikation arbeitest du am PC mit Telefon- und Videokonferenztools und greifst auf Auftragslisten, Produktionspläne und Rechnungen zurück.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkgehilfe/in?
Nach der Ausbildung kannst du dich durch Fachkurse gezielt weiterqualifizieren. Beliebt sind Lehrgänge in Produktgestaltung, moderner Qualitätsprüftechnik oder effizienter Lagerwirtschaft. Auch Seminare zur digitalen Auftragsbearbeitung und ‑abwicklung bringen dich fachlich weiter und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkgehilfe/in?
Mit Berufserfahrung kannst du in Führungsaufgaben hineinwachsen. Ein gängiger Schritt ist die Aufstiegsprüfung zum/zur Industriefachwirt/in oder eine Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft, Logistik oder allgemeine BWL. Wer die Hochschulzugangsvoraussetzungen erfüllt, kann zusätzlich einen Bachelor in Industriebetriebswirtschaft oder Business Administration anschließen und damit den Sprung ins mittlere Management schaffen.
