Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Produktionswirtschaft/Bachelor Professional in Wirtschaft
Auch bekannt als: Fertigungsplaner/in · Fertigungssteuerer/-steuerin · Produktionsplaner/in
Über den Beruf
Betriebswirte und Betriebswirtinnen für Produktionswirtschaft planen und steuern Fertigungsprozesse vom Materialeinkauf bis zum Versand fertiger Produkte. Sie berechnen den Bedarf an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit ERP-Systemen, legen optimale Lagerbestände fest und organisieren Just-in-time-Lieferungen. Auf Basis von Produktionskennzahlen bewerten sie die Ergiebigkeit einzelner Arbeitsschritte, erkennen Engpässe und passen Abläufe an. Sie erstellen Kosten- und Preiskalkulationen, beobachten die Ausgabenentwicklung und schlagen Investitionen vor. Für eine reibungslose Fertigung disponieren sie Personal, definieren Arbeitsplätze und beurteilen Leistung und Qualität. Beim Lieferantenkontakt verhandeln sie Preise, Liefermengen und Serviceabsprachen. Moderne BI-Tools, digitale Workforce-Management- und Qualitätsmanagementsysteme unterstützen ihre Entscheidungen. Zeigen Kennzahlen Abweichungen von Termin-, Mengen- oder Qualitätsvorgaben, leiten sie umgehend Gegenmaßnahmen ein.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Mittlerer Bildungsabschluss
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.687 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.394 € und 7.153 €. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Team- oder Abteilungsleiter/in, kann dein Einkommen weiter steigen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
In Vollzeit dauert die Fachschulweiterbildung in der Regel zwei Jahre, in Teilzeit können es bis zu vier Jahre sein. Du entscheidest also, ob du dich kompakt in Vollzeit qualifizierst oder das Lernen parallel zum Job gestaltest.
Wie sind die Berufsaussichten als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
Die Berufsaussichten als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft sind ausgeglichen. Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040, was deine Chancen auf neue Stellen erhöht. Gleichzeitig gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, sodass etwas weniger Posten frei werden. Insgesamt lohnt es sich, fachlich am Ball zu bleiben, um attraktiv für Arbeitgeber zu bleiben.
Welche digitalen Skills braucht man als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
Wichtige digitale Skills sind der sichere Umgang mit ERP-Systemen für Material- und Personalplanung sowie Business-Intelligence-Tools für datenbasierte Entscheidungen. Du solltest außerdem BPM-Software, digitales Workforce-Management und Dokumentenmanagementsysteme beherrschen. Kenntnisse im E-Invoicing und in Consent-Management-Plattformen runden dein Profil ab.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
Der Job kombiniert Bildschirmarbeit im Büro mit Einsätzen in Produktionshallen, wenn Fertigungsabläufe geprüft werden. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und Sachwerte, verhandelst mit Kunden und Lieferanten und überwachst Kosten sowie Termine. So wechseln sich analytische Tätigkeiten am PC mit Abstimmungen vor Ort und persönlichem Kundenkontakt ab.
Womit arbeitet man als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
Zum Arbeitsalltag gehören Produktionspläne, Kennzahlenstatistiken, betriebswirtschaftliche Analysen, Bestell- und Lieferscheine sowie Gesetzestexte und Fachliteratur. Du nutzt PC-Arbeitsplätze mit spezialisierter Software, um operative, zeitliche und mengenmäßige Planungen zu steuern und Kosten zu kontrollieren. Präsentationsmittel kommen dazu, wenn Ergebnisse vor Teams oder der Geschäftsleitung vorgestellt werden.
Kann man sich als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft selbständig machen?
Ja, Betriebswirte/innen für Produktionswirtschaft können sich beispielsweise als Unternehmensberater/innen selbständig machen. Mit deinem Know-how in Produktionsplanung, Kostenrechnung und Digitalisierung unterstützt du dann Betriebe dabei, ihre Fertigungsprozesse effizienter zu gestalten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft?
Nach dem Abschluss kannst du dich in Prozessmanagement, Planung und Steuerung oder Materialdisposition spezialisieren. Weitere Optionen sind Kurse zu Einkaufsstrategien, Verhandlungsführung sowie Finanz- und Rechnungswesen. So hältst du dein Wissen aktuell und erschließt dir neue Aufgabenfelder.
