Volkswirt/Volkswirtin
Auch bekannt als: Economist (m/f)
Über den Beruf
Volkswirte und Volkswirtinnen analysieren Konjunkturzyklen, Inflationsraten und Marktmechanismen, um fundierte Prognosen zu erstellen. Dazu recherchieren sie Kennzahlen in Datenbanken, konzipieren Umfragen und werten große Datensätze mit statistischer Software aus. Auf mikroökonomischer Ebene untersuchen sie das Verhalten von Haushalten oder Unternehmen; makroökonomisch modellieren sie Arbeitsmarkt-, Wachstums- oder Währungsentwicklungen. Die Ergebnisse testen sie gegen theoretische Modelle, entwickeln Szenarien und leiten daraus Empfehlungen für Unternehmen, Ministerien oder Verbände ab. Ihre Analysen bereiten sie in Texten, Grafiken und Tabellen auf und präsentieren sie in Fachgremien, Medien oder Vorstandsrunden. Bachelorabsolvent/innen unterstützen zudem Forschungsprojekte, erstellen Entscheidungsvorlagen für Strategieabteilungen und arbeiten in interdisziplinären Teams an wirtschaftspolitischen Fragestellungen. So liefern sie eine quantitative Basis für zentrale Geschäfts- und Politikentscheidungen.
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Häufige Fragen
Was verdient man als Volkswirt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.764 € brutto im Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung sind Beträge oberhalb von 5.271 € möglich, etwa in Beratungsfirmen oder Finanzinstituten.
Wie sind die Berufsaussichten als Volkswirt/in?
Die Berufsaussichten als Volkswirt/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet – dadurch öffnen sich neue Stellen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering, offene Positionen werden also meist schnell besetzt. Bis 2040 steigt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, sodass ein starkes Profil wichtig bleibt.
Welche digitalen Skills braucht man als Volkswirt/in?
Digitale Werkzeuge prägen den Arbeitsalltag. Du solltest mit Augmented-Analytics-Plattformen und numerischer Simulation umgehen können, um große Datensätze auszuwerten. Für Umfragen und Marktanalysen kommen Dokumenten- und Formularmanagementsysteme zum Einsatz, während digitale Tafeln, MOOCs oder Blended-Learning-Formate Präsentationen und Lehre erleichtern.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Volkswirt/in?
Der Beruf spielt sich überwiegend am Bildschirm und in Büroräumen ab. Häufig hast du Kundenkontakt, wenn du Analysen erklärst, und übernimmst Verantwortung für Mitarbeiter/innen sowie für Prognosen, die Investitionsentscheidungen beeinflussen.
Womit arbeitet man als Volkswirt/in?
Zum Handwerkszeug gehören PC, Internetzugang, Telefon sowie Präsentationstechnik wie Beamer oder Flipchart. Im Alltag nutzt du Wirtschaftlichkeitsanalysen, Kennzahlen, Statistiken, Ablaufpläne und aktuelle Rechtsvorschriften, die du in Tabellen und Grafiken aufbereitest.
Kann man sich als Volkswirt/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Volkswirte/innen gründen ein eigenes Beratungsunternehmen oder arbeiten freiberuflich als Expert/innen für Personal-, Finanzierungs- oder Anlagefragen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Volkswirt/in?
Für den fachlichen Feinschliff stehen dir zahlreiche Kurse offen. Beliebt sind Seminare in Wirtschaftsprüfung, Steuern, Vertrieb oder betrieblicher Organisation. Auch Weiterbildungen in Personal- und Sozialwesen, Management oder wirtschaftsbezogener Beratung stärken dein Profil.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Volkswirt/in?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich vor allem über zusätzliche Abschlüsse und Leitungsaufgaben. Eine Promotion in Volkswirtschaftslehre, Wirtschafts- oder Betriebswirtschaft kann dir den Weg in Führungspositionen oder in die Forschung ebnen; an Hochschulen folgt darauf für eine Professur meist die Habilitation. In der Privatwirtschaft kannst du dich z.B. zur/zum Wirtschaftsprüfer/in weiterqualifizieren oder eine Team- bzw. Abteilungsleitung übernehmen.
