Volkswirtschaftslehre (Bachelor)
Auch bekannt als: Volkswirt/in · Economist (m/f)
Über den Beruf
Volkswirte und Volkswirtinnen analysieren Konjunkturzyklen, Inflationsraten und Marktmechanismen, um fundierte Prognosen zu erstellen. Dazu recherchieren sie Kennzahlen in Datenbanken, konzipieren Umfragen und werten große Datensätze mit statistischer Software aus. Auf mikroökonomischer Ebene untersuchen sie das Verhalten von Haushalten oder Unternehmen; makroökonomisch modellieren sie Arbeitsmarkt-, Wachstums- oder Währungsentwicklungen. Die Ergebnisse testen sie gegen theoretische Modelle, entwickeln Szenarien und leiten daraus Empfehlungen für Unternehmen, Ministerien oder Verbände ab. Ihre Analysen bereiten sie in Texten, Grafiken und Tabellen auf und präsentieren sie in Fachgremien, Medien oder Vorstandsrunden. Bachelorabsolvent/innen unterstützen zudem Forschungsprojekte, erstellen Entscheidungsvorlagen für Strategieabteilungen und arbeiten in interdisziplinären Teams an wirtschaftspolitischen Fragestellungen. So liefern sie eine quantitative Basis für zentrale Geschäfts- und Politikentscheidungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge631
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Volkswirt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.764 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du zwischen 5.271 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.
Wie lange dauert das Bachelorstudium Volkswirtschaftslehre?
Das Bachelorstudium in Volkswirtschaftslehre dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre. Dazu zählen sechs bis acht Semester mit Vorlesungen, Seminaren und der Bachelorarbeit.
Welche Schulfächer sind wichtig für Volkswirtschaftslehre?
Wirtschaft/Recht, Mathematik, Englisch, Politik/Sozialkunde und Geschichte sind besonders hilfreich. Vorkenntnisse daraus erleichtern dir den Einstieg in die quantitativen und gesellschaftlichen Inhalte des Studiums.
Wie sind die Berufsaussichten als Volkswirt/in?
Die Berufsaussichten als Volkswirt/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering – offene Positionen sind schnell besetzt. Bis 2040 nimmt diese Konkurrenz weiter zu, weil Arbeitgeber dann leichter Personal finden.
Welche digitalen Skills braucht man als Volkswirt/in?
Volkswirte und Volkswirtinnen arbeiten zunehmend mit digitalen Tools. Du solltest Augmented-Analytics-Software nutzen können, numerische Simulationen durchführen und Dokumentenmanagementsysteme für Forschungsdaten beherrschen. Außerdem helfen dir Blended-Learning-Plattformen, MOOCs, digitale Tafeln und Open-Access-Portale beim Lehren, Präsentieren und Veröffentlichen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Volkswirt/in?
Die Tätigkeit spielt sich vor allem in Büro- und Besprechungsräumen ab und beinhaltet viel Bildschirmarbeit. Du trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und wichtige Analysen, stehst regelmäßig im Kundenkontakt und lieferst Entscheidungsgrundlagen für Investitionen oder Strategien.
Womit arbeitet man als Volkswirt/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Wirtschaftlichkeitsanalysen, Statistiken und Rechtsvorschriften sowie PC, Internetzugang und Telefon. Für Präsentationen nutzt du oft Beamer, Flipchart oder andere Visualisierungstechniken, um Kennzahlen anschaulich darzustellen.
Kann man sich als Volkswirt/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Volkswirte und Volkswirtinnen bieten freiberuflich Unternehmensberatung oder spezialisierte Dienstleistungen in Personal-, Finanzierungs- und Anlagefragen an.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Volkswirt/in?
Nach dem Bachelor kannst du dich zum/zur Wirtschaftsprüfer/in weiterbilden und dein Kompetenzprofil ausbauen. Ein Master in Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre eröffnet dir Führungs- und Forschungspositionen. Wer die Wissenschaft reizt, kann mit Promotion und Habilitation den Weg bis zur Professur einschlagen.
