Verwaltungsinformatik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Verwaltungsinformatik (Bachelor)

Auch bekannt als: Verwaltungsinformatiker/in · Beamt(er/in) - Informationstechnikzentrum Bund (geh. t. D.)Beamt(er/in) - Verwaltungsinformatikdienst (geh. Dienst)Regierungsinspektor/in ·

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Computerräumen · in Besprechungs- und Schulungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge15

Über den Beruf

Verwaltungsinformatiker/innen entwickeln, betreuen und optimieren IT-Systeme für die Bundesverwaltung. Sie analysieren Verwaltungsabläufe, klären Schnittstellen und wählen Hard- sowie Software aus, die sie installieren, konfigurieren oder als Individual­anwendung programmieren. Dabei behalten sie IT-Sicherheit, Datenschutz und Vergaberecht im Blick. Ein Schwerpunkt ist E-Government: Sie digitalisieren Behördenvorgänge, gestalten Intranets und sorgen für barrierefreie Bedienoberflächen. Für Datenbanken legen sie Strukturen fest, programmieren Schnittstellen und richten Sicherungen ein. In Projekten erstellen sie Pflichtenhefte, steuern externe Dienstleister und koordinieren Entwicklerteams. Ist eine Lösung einsatzbereit, schulen sie Beschäftigte, verfassen Online-Handbücher und organisieren den Support. So halten sie die digitale Infrastruktur der Bundesbehörden leistungsfähig und aktuell.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartFachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Fachhochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Vorpraktikum

Passende Studiengänge15

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Verwaltungsinformatiker/in?

Verwaltungsinformatiker/innen verdienen typischerweise 5.506 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.060 € und 7.249 €. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Projekt- oder Teamleitung, kann das Einkommen weiter steigen.

Wie lange dauert das Studium Verwaltungsinformatik?

Das Bachelorstudium in Verwaltungsinformatik dauert 3 bis 4 Jahre. Entscheidest du dich für ein duales oder praxisintegriertes Modell, finden die Praxisphasen innerhalb dieser Zeit statt, ohne die Studiendauer zu verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Verwaltungsinformatik?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Informatik, Wirtschaft/Recht, Politik/Sozialkunde und Englisch. Gute Mathe- und Informatikkenntnisse erleichtern dir die Programmier- und Statistikmodule, während Recht und Politik helfen, Verwaltungsprozesse zu verstehen.

Wie sind die Berufsaussichten als Verwaltungsinformatiker/in?

Die Berufsaussichten als Verwaltungsinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Vorteil für Bewerber/innen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber müssen länger suchen. Allerdings fallen die Altersabgänge geringer aus als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Verwaltungsinformatiker/in?

Gefragt sind Kenntnisse in Data-Lake- und Data-Warehouse-Architekturen sowie der sichere Umgang mit DevOps-Tools für automatisierte Tests und Deployments. Du planst Chatbots für Bürgerservices, nutzt Augmented-Analytics-Plattformen zur Datenanalyse und betreust verteilte Dateisysteme oder E-Akte-Lösungen. Präsentationen und Schulungen laufen häufig über digitale Tafeln.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verwaltungsinformatiker/in?

Die Arbeit findet überwiegend in Büro- und Schulungsräumen statt und ist stark durch Bildschirmarbeit geprägt. Du trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen, berätst Auftraggebende und musst dabei Datenschutz- sowie Verwaltungsrichtlinien strikt einhalten. Bei Anwenderschulungen stehst du im direkten Kundenkontakt.

Womit arbeitet man als Verwaltungsinformatiker/in?

Verwaltungsinformatiker/innen nutzen vor allem Computertechnik und spezialisierte Software wie Datenbank- und Netzwerksysteme oder Entwicklertools. Ergänzend kommen Unterlagen wie Pflichtenhefte, Datenbankkonzepte sowie klassische Büroausstattung mit PC, Internetzugang und Telefon zum Einsatz.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Verwaltungsinformatiker/innen?

Nach dem Bachelor kannst du dich in Kursen zu IT-Projektmanagement, Verwaltungsrecht oder IT-Service-Management (ITIL) spezialisieren. Beliebt sind außerdem Trainings in Softwareentwicklung, Netzwerk- oder Datenbankadministration, um tiefer in die Technik einzusteigen. Wer beratend arbeiten will, wählt Seminare zu IT-Anwendungsberatung oder Support.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungsinformatiker/in?

Mit einem Master in Verwaltungsinformatik, Internetbasierten Systemen oder E-Services kannst du in den höheren Verwaltungsdienst aufsteigen und komplexe IT-Projekte leiten. Eine Promotion öffnet dir den Weg in Forschungseinrichtungen oder auf Professuren an Hochschulen. Innerhalb der Behörde sind nach Führungslehrgängen auch Leitungspositionen in Sachgebieten oder ganzen IT-Abteilungen möglich.

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