Verkehrsleiter/Verkehrsleiterin für Kraftverkehrsunternehmen
Auch bekannt als: Traffic Manager (m/f)
Über den Beruf
Verkehrsleiter/innen in Kraftverkehrsunternehmen disponieren Ladungen, erstellen Tourenpläne und teilen Fahrer/innen so ein, dass Güter oder Fahrgäste pünktlich ankommen. Sie überwachen Lenk- und Ruhezeiten, prüfen Beförderungsverträge sowie Frachtpapiere und kontrollieren digitale Tachographen. Regelmäßig organisieren sie Wartungen, koordinieren Werkstatttermine und dokumentieren Unfälle oder Schadensfälle. Auch kaufmännische Aufgaben gehören dazu: Sie kalkulieren Budgets, erstellen Angebote und verhandeln mit Kunden. Als Führungskräfte wählen sie neues Fahrpersonal aus, prüfen Führerscheine, führen Schulungen zur Ladungssicherung und achten auf Arbeitsschutzvorschriften. Bei Gefahrguttransporten legen sie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen fest. Durch ständige Routen- und Auslastungsanalyse reduzieren sie Leerfahrten und halten den Fuhrpark wirtschaftlich und betriebsbereit.
Ausbildung & Zugang
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Verkehrsleiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.063 € brutto im Monat. Mit wachsender Verantwortung und regionalen Unterschieden kannst du zwischen 3.551 € und 4.703 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Verkehrsleiter/in?
Die Berufsaussichten als Verkehrsleiter/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis dahin wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Stellen werden eher zügig besetzt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verkehrsleiter/in?
Verkehrsleiter/innen arbeiten überwiegend im Büro, aber auch in Werkstätten und im Freien, wenn sie Fahrzeuge oder Ladeflächen kontrollieren. Dadurch wechseln die Arbeitsorte regelmäßig, und sowohl Bildschirmarbeit als auch der Umgang mit technischen Anlagen wie Lkws oder Bussen gehört dazu. Hinzu kommt Verantwortung für Sachwerte und Mitarbeitende sowie die strikte Beachtung zahlreicher Sicherheits- und Beförderungsvorschriften.
Womit arbeitet man als Verkehrsleiter/in?
Im Alltag nutzen Verkehrsleiter/innen digitale Touren- und Personaleinsatzpläne, Fahrerkarten sowie Beförderungsverträge. Du arbeitest mit Bürohardware wie PC, Telefon und Internetzugang und greifst bei Bedarf auf Geräte wie Bordcomputer oder digitale Tachographen im Fahrzeug zurück. Auch Wartungs- und Unfallberichte, Finanz- und Haushaltspläne liegen ständig auf deinem Schreibtisch.
Kann man sich als Verkehrsleiter/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, indem du als externe/r Verkehrsleiter/in mehrere Fuhrunternehmen betreust. In diesem Modell schließt du Dienstleistungsverträge ab und übernimmst die rechtliche sowie organisatorische Verantwortung für deren Verkehrsbetrieb.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verkehrsleiter/in?
Nach der Grundqualifikation kannst du dich regelmäßig in Themen wie Transportlogistik, Gefahrgutrecht oder Ladungssicherung fortbilden. Kurse zu Kraftfahrzeugtechnik, Arbeitssicherheit oder Personalführung halten dich fachlich und rechtlich auf dem neuesten Stand. Solche Seminare helfen dir, mehr Verantwortung im Fuhrpark zu übernehmen oder ein größeres Team zu leiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verkehrsleiter/in?
Mit Berufserfahrung kannst du in Fach- oder Führungspositionen aufsteigen. Typische Aufstiegsweiterbildungen sind der Abschluss als Meister/in Kraftverkehr oder als Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik beziehungsweise Personenverkehr und Mobilität. Wer noch höher hinaus will, kann einen Betriebswirt/in (Fachschule) anschließen oder ein Bachelor- beziehungsweise Masterstudium in Verkehrsbetriebswirtschaft, Logistik oder Supply-Chain-Management absolvieren.
