Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung
Auch bekannt als: Kaufmann/-frau - Internationale Speditionslogistik · Betriebslogistikkaufmann/-frau ·
Über den Beruf
Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung planen weltweite Warentransporte, buchen Frachtraum auf Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug und kombinieren Lager- mit Zusatzservices. Sie ermitteln mit Kunden Gewicht, Abmessungen und Terminvorgaben, kalkulieren Tarife, erstellen Angebote und schließen Verträge ab. Für den Versand fertigen sie Fracht- und Zolldokumente digital an, melden Sendungen beim Zoll an und sorgen für passende Versicherungen. Während der Tour verfolgen sie Ladungen per Tracking-Software und koordinieren Umschlag, Zwischenlagerung oder Sammelladungen. Mit Flottenmanagement-Systemen überwachen sie Fahrzeuge, rechnen Leerfahrten ab und optimieren Touren. Treten Schäden oder Verzögerungen auf, nehmen sie Reklamationen auf und wickeln Ersatzansprüche ab. Bei Stau oder Unwettern disponieren sie Routen neu, damit verderbliche Ware trotzdem termingerecht ankommt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.813 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region bewegt es sich zwischen 3.149 € und 4.783 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?
Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du rund 1.119 € brutto im Monat, im zweiten 1.206 € und im dritten etwa 1.287 €. Über die gesamte Lehrzeit liegt der Durchschnitt damit bei ungefähr 1.208 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Sie kombiniert betriebliche Praxis mit Unterricht in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung?
Mathematik, Deutsch, Wirtschaft, Englisch sowie Erdkunde/Geografie sind besonders hilfreich. Gute Leistungen darin erleichtern dir das Berechnen von Frachttarifen, das Führen von Kundengesprächen und das Planen internationaler Routen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass zusätzliche Stellen entstehen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Jobs werden oft schnell besetzt. Zudem sind bis 2040 weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?
Digitale Tools sind fester Bestandteil des Berufs. Du solltest sicher mit Dokumentenmanagementsystemen, Flottenmanagement-Software und digitalen Karten umgehen können. Auto-ID-Technik, mobile Scanner und GPS-basiertes Tracking unterstützen dich bei Inventur und Tourenplanung. In modernen Lagern koordiniert man zudem Materialflussroboter oder Lieferdrohnen.
Kann man sich als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Speditions- oder Logistikdienstleistungsbetrieb. Alternativ kannst du als Teilhaber/in einen Paket- oder Kurierdienst gründen oder dich als Franchisenehmer anschließen. Fachverbände wie der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) unterstützen bei der Planung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung?
Fachkurse in Verkehrs- und Speditionswesen, Transportlogistik, Export-/Import-Abwicklung oder Supply Chain Management vertiefen dein Spezialwissen. Ergänzende Trainings in Finanz- und Rechnungswesen, Controlling oder Reklamationsmanagement öffnen dir den Weg zu Positionen mit mehr Verantwortung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung?
Karrierechancen eröffnen dir Aufstiegsfortbildungen zum/zur Fachwirt/in – Güterverkehr und Logistik oder Fachwirt/in – Logistiksysteme (Bachelor Professional). Mit weiterer Erfahrung kannst du dich zum/zur Betriebswirt/in Logistik (Bachelor Professional in Wirtschaft) qualifizieren. Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Logistik, Supply-Chain-Management oder Verkehrsbetriebswirtschaft ebnet den Weg in Leitungsfunktionen.
