Verfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerin in der Steine- und Erdenindustrie Fachrichtung Gipsplatten oder Faserzement – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Verfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerin in der Steine- und Erdenindustrie Fachrichtung Gipsplatten oder Faserzement

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsorteauf Leitständen und Betriebswarten in Produktionshallen · in Prüflabors · in Lagerhallen · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze192

Über den Beruf

Verfahrensmechaniker und Verfahrensmechanikerinnen in der Steine- und Erdenindustrie, Fachrichtung Gipsplatten oder Faserzement, mischen mineralische Rohstoffe und steuern Anlagen, die daraus Bauplatten und Rohre formen. Sie programmieren automatische Misch- und Formlinien, kontrollieren das Verhältnis von Gips, Zement, Fasern und Wasser und regulieren Drehzahl, Temperatur und Abbindzeit. Während der Produktion prüfen sie per Sensoren und Kameras Länge, Breite und Dicke, entnehmen Proben und untersuchen chemische sowie physikalische Eigenschaften. Alle Messdaten und Stückzahlen halten sie im Leitstand über EDV-Systeme fest. Nach dem Zuschnitt stapeln, verpacken und verladen sie die fertigen Elemente oder lagern sie fachgerecht ein. Regelmäßiges Reinigen, Schmieren und Warten der Maschinen hält die Produktion sicher am Laufen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Verfahrensmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.792 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.283 € und 4.379 €. Tarifverträge der Baustoffindustrie und Schichtzulagen können dein Einkommen zusätzlich erhöhen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Verfahrensmechaniker/in?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. In Abstimmung mit Betrieb und Berufsschule ist eine Verkürzung möglich, wenn deine Leistungen überdurchschnittlich sind.

Welche Schulfächer sind wichtig für Verfahrensmechaniker/innen?

Mathematik, Physik/Chemie sowie Werken/Technik sind besonders hilfreich. Du brauchst sie, um Mischungsverhältnisse zu berechnen, Proben auszuwerten und Maschinen fachgerecht zu warten.

Ist der Beruf als Verfahrensmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute Grundfitness. Schweres Heben, das Stapeln von Platten und Arbeiten in gebückter Haltung belasten Rücken, Arme und Hände, und beim Zuschnitt entsteht Staub, der robuste Atemwege voraussetzt.

Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrensmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Verfahrensmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was die Entwicklung etwas bremst.

Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrensmechaniker/in?

Digitale Prozesssteuerung gehört zum Alltag. Du solltest Apps zur Anlagenüberwachung bedienen, automatische Mischanlagen per CAM-Software einrichten und Maschinendaten in Echtzeit auswerten können. Erfahrung mit Industrierobotern oder Augmented-Reality-Assistenzsystemen erleichtert Wartung und Fehlerdiagnose.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verfahrensmechaniker/in?

Schutzhelm, Brille, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe gehören zur Standardausrüstung, denn Lärm, Staub und Schmierstoffe sind ständige Begleiter. Reparaturen erfordern teils Arbeiten in Zwangshaltungen und Umsicht wegen Unfallgefahr.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Verfahrensmechaniker/innen?

Fachspezifische Lehrgänge in Maschinen- und Anlagenüberwachung, physikalischer Messtechnik oder Hydraulik und Pneumatik vertiefen dein Know-how. Auch Kurse zu hybrider Steuerungstechnik sowie elektrischer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik bringen dich beruflich voran.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verfahrensmechaniker/in?

Du kannst eine Industriemeister-Fortbildung absolvieren, z.B. zum/zur Industriemeister/in Kalk/Zement, Betonsteinindustrie oder Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik. Eine weitere Option ist die Technikerschule, um Techniker/in für Maschinentechnik oder Verfahrenstechnik (Bachelor Professional in Technik) zu werden. Mit einem anschließenden Bachelor- oder Masterstudium in Produktionstechnik eröffnen sich dir Aufgaben in Planung und Leitung.

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