Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Verfahrenstechnik/Bachelor Professional in Technik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Verfahrenstechnik/Bachelor Professional in Technik

Auch bekannt als: Verfahrenstechniker/in

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionshallen · in Labors · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen11.228

Über den Beruf

Verfahrenstechniker/innen entwickeln, berechnen und steuern industrielle Prozesse für die Herstellung, Ver- und Entsorgung von Stoffen. Sie legen geeignete Verfahren fest, wählen Werkstoffe aus und dimensionieren Rohrleitungen, Pumpen oder Reaktoren. Am Computer entwerfen sie Anlagenkomponenten, erstellen Wirtschaftlichkeitsberechnungen und simulieren Abläufe in 3D. Vor Ort nehmen sie neue Anlagen in Betrieb, programmieren Steuer- und Regelsysteme und integrieren bei Bedarf Cobots für automatisierte Arbeitsschritte. Während der Produktion überwachen sie Druck, Temperatur oder Durchfluss, greifen bei Abweichungen ein und organisieren Wartungen von Tanks, Reinigungssystemen und Sensorik. Sie prüfen Normen und Umweltschutzvorgaben, dokumentieren jeden Schritt und berichten an Projektleitungen. Bei neuen Produkten kalkulieren sie Herstellungskosten, definieren technische Vorgaben und beraten Kunden oder interne Abteilungen zu Prozessoptimierungen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Verfahrenstechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.430 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.414 € und 6.743 €. Mit zusätzlicher Projektverantwortung oder Spezialisierungen kann es darüber liegen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Verfahrenstechniker/in?

Die Weiterbildung an der Fachschule dauert in Vollzeit rund 2 Jahre. Wählst du ein berufsbegleitendes Teilzeitmodell, musst du bis zu 4 Jahre einplanen.

Ist der Beruf als Verfahrenstechniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt funktionstüchtige Arme und Hände, gutes räumliches Sehvermögen sowie widerstandsfähige Haut und Atemwege. Beim Einrichten von Anlagen oder Arbeiten mit Chemikalien trägst du Schutzhandschuhe und Atemschutz, sodass die körperliche Belastung überschaubar bleibt, aber Grundfitness wichtig ist.

Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrenstechniker/in?

Die Berufsaussichten als Verfahrenstechniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Jobchancen erhöht. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden, auch wenn die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht schrumpft.

Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrenstechniker/in?

Wichtige digitale Skills sind 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation, um Anlagen virtuell zu planen und zu testen. Du arbeitest außerdem mit Cobots, Auto-ID-Systemen, digitalen Dokumentenmanagement-Tools und Embedded Systems, um Abläufe zu automatisieren und ein digitales Wertstoff- bzw. Abfallmanagement aufzubauen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verfahrenstechniker/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Produktionshalle und Labor. Du übernimmst Verantwortung für Mitarbeiter/innen, beachtest zahlreiche Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften und trägst dabei Schutzhelm, Handschuhe oder Atemschutz. Phasen intensiver Bildschirmarbeit für Konstruktionen und Kalkulationen wechseln sich mit handwerklichen Einsätzen an Maschinen ab, ergänzt durch Kundenkontakt und Beratung.

Womit arbeitet man als Verfahrenstechniker/in?

Zum Arbeitsalltag gehören verfahrenstechnische Anlagen, Pumpen und Maschinen ebenso wie CAD-, CAM- und CAQ-Software zur Planung, Steuerung und Qualitätssicherung. Du nutzt 3-D-Drucker für Prototypen, arbeitest mit Sensoren und Robotern und setzt Konstruktionszeichnungen, Datenblätter oder Arbeitspläne als digitale Unterlagen ein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Verfahrenstechniker/innen?

Fachseminare in Verfahrenstechnik, Konstruktion, CAD, Maschinen- und Anlagenbau oder Produktions- und Fertigungstechnik halten dein technisches Wissen aktuell. Ergänzend bringen dich Kurse zu Umwelt- und Naturschutzthemen auf den neuesten Stand regulatorischer Anforderungen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verfahrenstechniker/in?

Mit Berufserfahrung kannst du dich durch die Fortbildung zur/zum Technischen Betriebswirt/in für Leitungs- und Managementaufgaben qualifizieren. Der Technikerabschluss eröffnet dir außerdem den Zugang zu einem Bachelorstudium, etwa in Verfahrenstechnik oder Maschinenbau, und damit Karrierewege in Entwicklung oder höherem Management.

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