Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin

Auch bekannt als: Computer scientist (m/f) (environmental computer science)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Computerräumen · in Besprechungs- und Schulungsräumen · in IT-Labors · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen5

Über den Beruf

Umweltinformatiker/innen entwickeln IT-Lösungen, die Ressourcen schonen und Emissionen mindern. Sie untersuchen betriebliche Prozesse, identifizieren ökologische Schwachstellen und programmieren darauf zugeschnittene Anwendungen, etwa Tools für CO₂-Bilanzierung oder digitales Abfallmanagement. Für das Management sammeln sie Messdaten, bereiten sie statistisch auf und visualisieren Trends in Dashboards. Zugleich entwerfen sie Datenbanken, klären Schnittstellen und achten auf IT-Sicherheit. In Projekten koordinieren sie Entwicklerteams, erstellen Pflichtenhefte und testen neue Software, bis sie unter realen Bedingungen stabil läuft. Schulungen und Handbücher sorgen dafür, dass Mitarbeitende die Systeme sicher nutzen. Simulationen und KI-gestützte Analysen zeigen, wie sich Maßnahmen auf Klima und Kosten auswirken. Die fertigen Umweltinformationssysteme liefern Kennzahlen für das Umweltcontrolling und steuern Energie-, Material- oder Emissionsströme in Echtzeit.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Umweltinformatik erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig ein Doktorgrad nötig, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil.; für eine Professur wird in der Regel zusätzlich eine Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Umweltinformatiker/UmweltinformatikerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Umweltinformatiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.961 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und je nach Branche oder Region kannst du zwischen 4.654 € und 7.341 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Umweltinformatiker/in?

Die Berufsaussichten als Umweltinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen auf eine Anstellung verbessert. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen länger nach passendem Personal. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, sodass hierdurch nur wenige Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Umweltinformatiker/in?

Für den Beruf sind fundierte Kenntnisse moderner IT-Tools gefragt. Dazu gehören 3-D-Simulationen, Augmented Analytics, Cognitive Computing sowie KI-Programmierassistenten. Auch Software für digitales Wertstoff- und Abfallmanagement, Dokumenten- und Forst-Management-Systeme solltest du planen, implementieren oder anwenden können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Umweltinformatiker/in?

Die Arbeit spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro-, Computer- oder Schulungsräumen ab. Du trägst Verantwortung für Teams und Sachwerte, achtest auf einen effizienten Einsatz von Forschungs- oder Projektgeldern und stehst während laufender Projekte in engem Kundenkontakt. Lehrtätigkeiten oder interne Schulungen können ebenfalls Teil deines Arbeitsalltags sein.

Womit arbeitet man als Umweltinformatiker/in?

Zum Equipment gehören Datenverarbeitungsanlagen, Betriebssysteme, Netzwerksysteme und spezialisierte Umweltinformations- sowie Simulationsprogramme. Du nutzt Entwicklersoftware, Testwerkzeuge und Unterlagen wie Datenverarbeitungs­konzepte oder Anforderungskataloge und greifst dabei natürlich auf Standard-Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon zurück.

Kann man sich als Umweltinformatiker/in selbständig machen?

Ja – Umweltinformatiker/innen arbeiten häufig freiberuflich, etwa als Berater/innen für Unternehmen, die umweltorientierte IT-Lösungen einführen wollen. In diesem Rahmen entwickelst oder evaluierst du Softwareprodukte, begleitest Projekte und unterstützt Firmen beim nachhaltigen IT-Management.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Umweltinformatiker/in?

Du kannst dich in vielen Fachgebieten fortbilden, z.B. Umwelt- und Naturschutz, Geoinformationssysteme, Software- oder Webentwicklung, Datenbankprogrammierung oder System- und Netzwerkadministration. Ebenso gefragt sind Kurse in IT-Anwendungsberatung, Support, Software-Qualitätssicherung und Testmanagement.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Umweltinformatiker/in?

Mit einer Promotion kannst du in die Forschung wechseln oder an Hochschulen lehren; für eine Professur ist meist zusätzlich eine Habilitation erforderlich.

5 Stellenangebote ansehen