Uhrmachermeister/Uhrmachermeisterin/Bachelor Professional im Uhrmacher-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Uhrmachermeister/Uhrmachermeisterin/Bachelor Professional im Uhrmacher-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Uhrmacherhandwerk · Meister/Meisterin des Uhrmacherhandwerks

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Verkaufsräumen · in Büroräumen · in Werkhallen (bei Beschäftigung in der Industrie) · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen15

Über den Beruf

Uhrmachermeister/innen planen Arbeitsabläufe, verteilen Aufträge an Gesell/innen und Auszubildende und überwachen Präzision, Termine und Kosten. Sie fertigen technische Zeichnungen, wählen Maschinen und Materialien aus und nutzen bei Neuanfertigungen CAD-Systeme oder CNC-Fräsen. Anspruchsvolle Arbeiten wie das Restaurieren antiker Turm- oder Taschenuhren führen sie selbst aus, justieren winzige Räder, Federn und Steine und prüfen die Ganggenauigkeit mit Spezialmessgeräten. Im direkten Kundenkontakt nehmen sie Reparaturaufträge entgegen, beraten beim Kauf hochwertiger Zeitmesser und erstellen Kostenvoranschläge. Darüber hinaus kalkulieren sie Angebote, verhandeln mit Lieferanten, steuern Marketing und organisieren das betriebliche Qualitätsmanagement. Als Ausbilder/innen vermitteln sie handwerkliche Tricks, prüfen Lernerfolge und entwickeln Weiterbildungskonzepte für das Team. Jede Uhr verlässt die Werkstatt erst, wenn sie die geforderte Präzision erreicht.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Uhrmacher/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Oder Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Uhrmachermeister/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.356 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.382 € und 6.486 €. Leitest du einen eigenen Betrieb oder trägst Personalverantwortung, kann dein Einkommen noch höher ausfallen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Uhrmachermeister/in?

Die Dauer variiert stark, weil jeder Bildungsanbieter andere Zeitmodelle anbietet. Vollzeitkurse sind meist kompakter, während Teilzeit- oder Fernlehrgänge sich über einen längeren Zeitraum erstrecken können.

Ist der Beruf als Uhrmachermeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert vor allem Feinmotorik und ein gutes räumliches Sehvermögen, weil du mit winzigen Schrauben, Federn und Zahnrädern arbeitest. Gesunde Hände, ein intakter Tastsinn und sensibles Temperaturempfinden sind daher wichtiger als körperliche Kraft.

Wie sind die Berufsaussichten als Uhrmachermeister/in?

Die Berufsaussichten als Uhrmachermeister/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen also länger nach qualifizierten Kräften. Viele Altersabgänge öffnen zusätzliche Stellen, auch wenn die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas schrumpft.

Welche digitalen Skills braucht man als Uhrmachermeister/in?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und Computer-Aided Manufacturing, um Bauteile passgenau herzustellen oder zu reparieren. Du solltest außerdem mit Dokumentenmanagementsystemen, Echtzeitdatensystemen und Maschinendatenerfassung umgehen können, um Produktions- und Wartungsprozesse digital zu steuern.

Womit arbeitet man als Uhrmachermeister/in?

Uhrmachermeister/innen nutzen klassische Handwerkzeuge wie Pinzetten, Schraubendreher, Lupen oder Glasabheber ebenso wie Präzisionsmaschinen und elektronische Messgeräte. Dazu kommen CAD-Programme für technische Zeichnungen, Material- und Stücklisten, digitale Wartungspläne sowie Büroausstattung wie PC und Telefon für kaufmännische Aufgaben.

Kann man sich als Uhrmachermeister/in selbständig machen?

Ja, viele Uhrmachermeister/innen eröffnen eine eigene Uhrmacherei oder ein Fachgeschäft für Uhren und Schmuck mit angeschlossener Werkstatt. So bestimmst du Sortiment, Serviceangebot und Unternehmensstrategie selbst.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Uhrmachermeister/innen?

Um fachlich am Ball zu bleiben, bieten sich Kurse in Feinwerktechnik, Elektrotechnik, Elektronik oder CAD an. Damit vertiefst du Spezialwissen und kannst neue Dienstleistungen wie elektronische Uhrenreparaturen oder digitale Konstruktionsaufträge übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Uhrmachermeister/innen?

Aufstiegschancen eröffnen vor allem Fortbildungen wie der Betriebswirt/in (HwO) oder der Titel Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk (Master Professional).

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