Geprüfter Restaurator im Uhrmacherhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Uhrmacherhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Uhrenrestaurator/in · Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restauratoren und Restauratorinnen im Uhrmacherhandwerk untersuchen historische Taschen-, Tisch- und Turmuhren, bewerten Schäden und planen jedes Restaurierungsprojekt von der Materialauswahl bis zum Zeitplan. Sie ordnen die Zeitmesser kunst- und kulturgeschichtlich ein, legen die originale Fertigungstechnik offen und dokumentieren jeden Befund fotografisch, zeichnerisch und schriftlich. Fehlende Räder, Wellen oder Zeiger fertigen sie nach, häufig mithilfe eigens gebauter Vorrichtungen oder computergestützter Verfahren wie 3-D-Scanning und ‑Druck. Beim Freilegen von Oberflächen entfernen sie Korrosion und Verschmutzungen mit mechanischen oder chemischen Methoden und stellen historische Beschichtungen wieder her. Sie kalkulieren Kosten, erstellen Angebote und koordinieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie externe Fachleute. Nach Abschluss erläutern sie Besitzerinnen und Besitzern Pflege und Betrieb der restaurierten Uhr. Wer einen eigenen Betrieb führt, legt außerdem Investitionen und betriebliche Strategien fest und überwacht den wirtschaftlichen Erfolg.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Uhrmacherhandwerk
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 51.804 € und 63.672 € pro Jahr. Übernimmst du Führungsverantwortung oder leitest einen eigenen Betrieb, kann dein Einkommen darüber liegen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Die Weiterbildung hat keine feste Standardlaufzeit, da jeder Bildungsträger sein eigenes Curriculum anbietet. In Vollzeit bist du deutlich schneller fertig als in Teilzeit oder berufsbegleitenden Formaten.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert vor allem Präzision statt Kraft. Du brauchst funktionstüchtige Hände sowie gutes Farb- und räumliches Sehvermögen, um winzige Uhrwerksteile millimetergenau zu bearbeiten.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Die Berufsaussichten als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen weiter, Arbeitgeber suchen also länger nach passenden Kräften. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht, was das Jobangebot langfristig begrenzen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Im Arbeitsalltag kommen häufig 3-D-Laserscanning, 3-D-Druck und 3-D-Simulationen zum Einsatz, um fehlende Teile nachzubilden oder Konstruktionen zu analysieren. Du solltest außerdem mit Color Readern für Farbmessungen sowie mit Digital-Asset- und Dokumentenmanagementsystemen zum Archivieren von Fotos, Scans und Projektakten umgehen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Die Tätigkeit spielt sich überwiegend in ruhigen Werkstätten ab und verlangt höchste Präzision beim Umgang mit historischen Einzelstücken. Du trägst Verantwortung für wertvolle Objekte, koordinierst oft Mitarbeiter/innen und hast regelmäßigen Kundenkontakt, während du mit Lupen, Mikroskopen und Messgeräten arbeitest.
Kann man sich als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk selbständig machen?
Ja, viele Fachleute eröffnen eine eigene Restaurierungs- oder Uhrmacherwerkstatt. Als Selbständige/r kannst du Aufträge frei wählen und betriebliche Entscheidungen – von Investitionen bis zur Personalplanung – eigenständig treffen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Du kannst dein Wissen durch Kurse in historischer Materialkunde, Feinwerktechnik oder Edelmetallverarbeitung vertiefen. Auch Seminare zu Produktgestaltung oder allgemeiner Metallbearbeitung halten dich fachlich auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk?
Mit wachsender Erfahrung kannst du die Leitung eines Teams oder einer gesamten Restaurierungsabteilung übernehmen. Spezialisierungen auf bestimmte Epochen oder Komplikationen machen dich als Gutachter/in oder Projektleiter/in gefragt, und als Ausbilder/in gibst du dein Wissen weiter. Ein Bachelor- oder Masterstudium der Restaurierung eröffnet dir zudem Karrierewege in Forschungseinrichtungen oder Museen.
