Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Leitungsbauarbeiten für Infrastrukturtechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Leitungsbauarbeiten für Infrastrukturtechnik

BerufsfeldBau & Architektur
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze18

Über den Beruf

Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Leitungsbauarbeiten für Infrastrukturtechnik heben Gräben aus, verlegen Rohre und Kabel und schließen die Oberfläche anschließend wieder an den Verkehr an. Nach Verlegeplänen richten sie die Baustelle ein, sichern Gräben mit Verbauelementen und senken bei Bedarf das Grundwasser ab. Mit Baggern, Rohrbiegemaschinen und Schweißgeräten bearbeiten sie Druckrohre aus Stahl, Kunststoff oder Verbundwerkstoff, verschrauben oder verschweißen die Leitungen, setzen Armaturen ein und prüfen jedes System mit Wasser- oder Luftdruck auf Dichtheit. Sie ziehen Kabel in Schutzrohre, verfüllen den Untergrund lagenweise und verdichten ihn, bevor sie Straßen asphaltieren oder Pflaster und Platten setzen. Digitale Hilfsmittel wie 3-D-Laserscanning oder Augmented-Reality-Apps zeigen vorhandene Leitungen an und unterstützen beim millimetergenauen Arbeiten. Das Ergebnis ist ein dichtes, dauerhaft belastbares Leitungsnetz unter der fertigen Straße.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.987 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 3.268 € und 4.840 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 2 Jahre. Entscheidest du dich anschließend für den weiterführenden Abschluss als Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik, verlängert sich die Ausbildungszeit entsprechend.

Welche Schulfächer sind wichtig für Tiefbaufacharbeiter/innen?

Mathematik, Physik und Werken/Technik zählen zu den wichtigsten Fächern. Sie helfen dir dabei, Materialmengen zu berechnen, bauphysikalische Zusammenhänge zu verstehen und technische Skizzen anzufertigen.

Ist der Beruf als Tiefbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du hebst schwere Rohre, arbeitest oft in Hocke oder auf engem Raum und bist stundenlang draußen – bei Regen, Kälte oder Hitze.

Wie sind die Berufsaussichten als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die Berufsaussichten als Tiefbaufacharbeiter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das verbessert deine Chancen. Bis 2040 nimmt die Konkurrenz unter Bewerber/innen weiter ab, Arbeitgeber müssen also länger suchen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung in diesem Berufsfeld bis 2040. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Berufen, sodass etwas weniger Stellen durch Ruhestand freiwerden.

Welche digitalen Skills braucht man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Digitale Technik hält auch im Leitungsbau Einzug. Du solltest mit dreidimensionalen Laserscans arbeiten können, autonome Bau- oder Bohrroboter steuern und Wartungsroboter für Leitungssysteme einsetzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tiefbaufacharbeiter/in?

Du trägst Schutzhelm, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe, bedienst schwere Maschinen und musst mit Lärm, Staub sowie starken Vibrationen zurechtkommen. Kälte, Nässe oder Hitze gehören zum Alltag.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tiefbaufacharbeiter/in?

Nach der Ausbildung kannst du dich fachlich vertiefen, etwa in Rohrleitungsbau, Kabelleitungsbau oder Schweiß-, Füge- und Trenntechniken. Kurse in Beton- und Stahlbetonbau, Pflasterbau oder Baumaschinenführung eröffnen zusätzliche Einsatzbereiche.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tiefbaufacharbeiter/in?

Für den beruflichen Aufstieg bietet sich zuerst der Abschluss als Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik an. Danach kannst du dich zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik (Schwerpunkt Tiefbau), Polier/in oder Netzmeister/in bzw. Bachelor Professional für Verteilnetze weiterqualifizieren.

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