Technischer Modellbauer/Technische Modellbauerin Fachrichtung Gießerei
Auch bekannt als: Gießereimodellbauer/in · Formenbauer/in ·
Über den Beruf
Technische Modellbauer/innen der Fachrichtung Gießerei fertigen aus Holz, Kunststoff oder Metall hochgenaue Modelle, mit denen später Gussformen entstehen. Sie übernehmen Konstruktionszeichnungen, digitalisieren sie in CAD-Systemen und entwickeln daraus dreidimensionale Datensätze. Dabei kalkulieren sie Schwindmaße, wählen ein passendes Formverfahren und planen jeden Bearbeitungsschritt. CNC-Fräsen, Drehmaschinen oder 3-D-Drucker setzen die berechneten Konturen millimetergenau um; Feinarbeiten erledigen sie von Hand. Mit Messuhren und Schablonen kontrollieren sie ständig Maße und Oberflächen, korrigieren Abweichungen und dokumentieren die Ergebnisse. Aus den fertigen Modellen bauen sie Gießereimodelleinrichtungen oder Dauerformen, prüfen deren Funktionsfähigkeit und halten sie instand. Bestehende Vorrichtungen ändern sie, wenn sich Konstruktionen oder Stückzahlen ändern. Ihr Ziel ist ein form- und maßhaltiges Urmodell, das in der Gießerei eine gleichbleibend hochwertige Serienfertigung ermöglicht.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Technische/r Modellbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.790 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.125 € und 4.613 €. Mit wachsender Verantwortung oder tariflicher Bindung kann das Einkommen noch steigen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Technische/r Modellbauer/in?
Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule und lernst alle Schritte rund um Modell- und Formenbau kennen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Technische Modellbauer/innen?
Wichtig sind vor allem Mathematik und Werken/Technik. Gute Noten darin erleichtern dir das maßstabsgetreue Berechnen von Modellen und den praktischen Umgang mit Metall, Holz oder Kunststoff.
Ist der Beruf als Technische/r Modellbauer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert kräftige, geschickte Arme und Hände, Farbsehvermögen sowie widerstandsfähige Haut, da du mit Werkzeugen, Lacken und Kunstharzen arbeitest. Zusätzlich brauchst du gesunde Atemwege, weil beim Schleifen oder Kleben Staub und Dämpfe entstehen und langes Stehen üblich ist.
Wie sind die Berufsaussichten als Technische/r Modellbauer/in?
Die Berufsaussichten als Technische/r Modellbauer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das ist ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Technische/r Modellbauer/in?
Gefragt sind Kenntnisse im 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und in der 3-D-Simulation. Du solltest außerdem CAM-Software zum Programmieren von CNC-Maschinen beherrschen und mit Dokumentenmanagementsystemen Zeichnungen digital verwalten können.
Kann man sich als Technische/r Modellbauer/in selbständig machen?
Ja, das Modellbauerhandwerk ist zulassungsfrei, sodass du auch ohne Meisterbrief einen eigenen Modellbaubetrieb gründen kannst. Berufserfahrung oder eine Weiterbildung, etwa zum/zur Modellbauermeister/in, erleichtern allerdings den Start und stärken deine Marktposition.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Technische/r Modellbauer/in?
Du kannst dich in CAD, NC-/CNC-Technik, Hütten- und Gießereitechnik oder spanender Metallverarbeitung fortbilden. Solche Kurse vertiefen dein Know-how und qualifizieren dich für anspruchsvollere Aufgaben in Planung und Fertigung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Technische/r Modellbauer/in?
Ein logischer Schritt ist der Meistertitel zum/zur Modellbauermeister/in (Bachelor Professional). Auch ein Abschluss als Techniker/in in Gießereitechnik, Holztechnik oder Maschinentechnik eröffnet neue Verantwortungsebenen. Wer sich noch weiterentwickeln möchte, kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Maschinenbau, Metallurgie oder Materialwissenschaft anschließen und damit in Konstruktion oder Entwicklung aufsteigen.
