Steinmetz und Steinbildhauer/Steinmetzin und Steinbildhauerin für Denkmalpflege
Auch bekannt als: Steinbildhauer/in in der Denkmalpflege
Über den Beruf
Steinmetz/innen und Steinbildhauer/innen für Denkmalpflege untersuchen historische Fassaden, Skulpturen und Reliefs aus Naturstein, erfassen Schäden und halten den Zustand in Fotos, Skizzen oder 3-D-Scans fest. Auf Basis dieser Analyse entwerfen sie Sanierungskonzepte, kalkulieren Material- und Arbeitsaufwand und beraten Eigentümer. Beim Restaurieren reinigen sie die Oberflächen, festigen mürben Stein, entfernen alte Anstriche und tragen neue Lasuren oder Konservierungsmittel auf. Fehlstellen schließen sie mit passendem Stein, Vierungen oder Restaurierungsmörtel; komplexe Figuren rekonstruieren sie gegebenenfalls als originalgetreue Kopie mithilfe von Modellier-, Abform- und Abgusstechniken. Historische Bearbeitungsspuren stellen sie mit traditionellem Werkzeug wieder her, setzen aber auch Laser- oder Strahlgeräte und CNC-gesteuerte Schleifanlagen ein. Nach Abschluss dokumentieren sie jedes Detail, damit die Geschichte des Bauwerks nachvollziehbar bleibt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Gesellenprüfung als Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
- Mind. 2 Jahre einschlägige Berufspraxis
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 44.868 € und 54.828 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung und Verantwortung für größere Restaurierungsprojekte kannst du dich dem oberen Ende dieser Spanne annähern.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Die Weiterbildung umfasst in Vollzeit etwa zwei Monate. In diesem kompakten Zeitrahmen vertiefst du spezielles Restaurierungs-Know-how, ohne lange aus dem Berufsalltag auszusteigen.
Ist der Beruf als Steinmetz/in in der Denkmalpflege körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Schwere Steine heben, Arbeiten in Zwangshaltungen oder auf hohen Gerüsten und langes Bearbeiten mit Hammer und Meißel verlangen kräftige Arme, Ausdauer und Schwindelfreiheit.
Wie sind die Berufsaussichten als Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Die Berufsaussichten als Steinmetz/in in der Denkmalpflege sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen sind meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz etwas höher ist.
Welche digitalen Skills braucht man als Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Gute digitale Kenntnisse sind gefragt. 3-D-Laserscanning ermöglicht dir, beschädigte Flächen millimetergenau zu erfassen, CAM-Software steuert CNC-Schleifanlagen, und über Dokumentenmanagementsysteme verwaltest du Bauakten papierlos. AR-Datenbrillen können zudem den Originalzustand eines Bauwerks direkt ins Sichtfeld projizieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Die Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Baustelle und Büro. Du trägst Schutzkleidung, arbeitest häufig im Freien auf Gerüsten oder in beengten Positionen und nutzt sowohl traditionelle Werkzeuge als auch Laser- und Strahlgeräte. Dabei trägst du Verantwortung für wertvolle Kulturgüter und bewegst dich in einem Umfeld mit erhöhter Unfallgefahr.
Kann man sich als Steinmetz/in in der Denkmalpflege selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich. Mit Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb gründen und Restaurierungsaufträge eigenverantwortlich übernehmen. Unterstützung bieten Branchennetzwerke wie der Bundesverband Deutscher Steinmetze.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Du kannst dich in Fachkursen zu Denkmalschutz, historischer Materialkunde, Natur- und Kunststeinverarbeitung oder plastischem Gestalten spezialisieren. Seminare in Kulturgeschichte oder Bildhauerei erweitern dein Profil für anspruchsvolle Restaurierungsprojekte.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Steinmetz/in in der Denkmalpflege?
Ein typischer Karriereschritt ist die Meisterprüfung zur Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in, mit der du Lehrlinge ausbilden und größere Projekte leiten darfst. Auch der Abschluss als Techniker/in der Fachrichtung Steintechnik bringt dich in Planung und Organisation weiter.
