Stationsarzt/Stationsärztin
Über den Beruf
Stationsärzte und Stationsärztinnen untersuchen frisch aufgenommene Patientinnen und Patienten, nehmen Anamnesen auf und kombinieren Befunde aus Labor- und Bilddiagnostik zu einer Erstdiagnose. Sie erstellen Therapiepläne, verordnen Medikamente oder veranlassen Eingriffe und übergeben Aufgaben an Pflege- und Therapeutenteams. In täglichen Visiten kontrollieren sie Heilungsverläufe, passen Dosierungen an und erläutern das weitere Vorgehen. Über Krankenhausinformationssysteme dokumentieren sie jede Maßnahme, stellen Rezepte, Gutachten und Abrechnungen zusammen und wahren Hygiene- sowie Qualitätsstandards. Treten Komplikationen auf, ordnen sie zusätzliche Untersuchungen von Blut oder anderen Körperflüssigkeiten an und entscheiden neu über die Indikation. Bei der Entlassung verfassen sie den Arztbrief, legen Disease-Management-Programme an und geben konkrete Empfehlungen für die ambulante Weiterbehandlung.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für die Ausübung dieses reglementierten Berufs und das Führen der Berufsbezeichnung ist eine bestimmte Qualifikation nachzuweisen; ausländische Qualifikationen müssen anerkannt werden. Erforderlich sind ein abgeschlossenes Studium, i.d.R. Humanmedizin, sowie die staatliche Erlaubnis zur uneingeschränkten Ausübung der Heilkunde und zum Führen der entsprechenden Berufsbezeichnung, z.B. Arzt/Ärztin oder Tierarzt/Tierärztin, also die Approbation oder eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes nach Bundesärzteordnung. Ggf. wird außerdem eine abgeschlossene Weiterbildung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer sowie die Anerkennung als Facharzt bzw. Fachärztin durch die zuständige Landesärztekammer verlangt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Stationsarzt/Stationsärztin?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 100.824 € und 108.216 € pro Jahr. Mit zunehmender Berufserfahrung, zusätzlichen Bereitschaftsdiensten und je nach Tarifvertrag der Klinik kann dein Einkommen darüber hinaus ansteigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Stationsarzt/Stationsärztin?
Die Berufsaussichten als Stationsarzt/Stationsärztin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten auf Stationen weiter steigt. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Stationsarzt/Stationsärztin?
Die Arbeitsbedingungen als Stationsarzt/Stationsärztin sind anspruchsvoll und vielfältig. Du trägst Verantwortung für Patientinnen und Patienten, arbeitest eng im interdisziplinären Team und musst auch in emotional belastenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Präzisionsarbeit an Wunden oder mit medizintechnischen Geräten, Dokumentation am Bildschirm und das Tragen von Schutzkleidung gehören ebenfalls zum Alltag.
Womit arbeitet man als Stationsarzt/Stationsärztin?
Zum Arbeitsalltag gehören medizintechnische Geräte und Instrumente, etwa für Blutentnahmen, Bildgebung oder Wundversorgung. Du setzt Medikamente und Infusionssysteme ein und dokumentierst alles in Krankenhausinformationssystemen, Patientenakten oder Gutachten. PC, Telefon und weitere Büroausstattung unterstützen dich bei Organisation, Abrechnung und Kommunikation mit anderen Fachbereichen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Stationsärztinnen/Stationsärzte?
Typische Fortbildungen reichen von ärztlicher Fachfortbildung in Humanmedizin über Kurse in Medizintechnik, Hygiene oder Strahlenschutz bis hin zu Gesundheitsmanagement und Case Management. Mit solchen Zertifikaten erweiterst du dein Fachwissen, bleibst über gesetzliche Vorgaben auf dem Laufenden und kannst dich für spezialisierte Aufgaben auf der Station empfehlen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Stationsarzt/Stationsärztin?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über akademische Qualifikationen: Ein Master oder eine Promotion in Gesundheitswissenschaft, Public Health, Gesundheitsökonomie oder Medizinischer Informatik kann den Weg in Forschung, Leitungsfunktionen oder das Krankenhausmanagement ebnen. Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, kann sich nach der Promotion habilitieren und Professuren übernehmen.
