Staatsanwalt/Staatsanwältin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Staatsanwalt/Staatsanwältin

Auch bekannt als: Attorney (m/f) · Public prosecutor (m/f)

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungszimmern · in Gerichtssälen · in Strafvollzugsanstalten · an Tatorten · im Freien · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen8

Über den Beruf

Staatsanwälte und Staatsanwältinnen verfolgen Straftaten von der ersten Anzeige bis zur Vollstreckung des Urteils. Sie prüfen Anzeigen, analysieren Ermittlungsakten und legen fest, welche Beweise noch benötigt werden. Dafür beauftragen sie die Kriminalpolizei, beantragen Durchsuchungen oder Haftbefehle und führen bei Kapitaldelikten selbst Vernehmungen und Tatortbesichtigungen durch. Steht der Sachverhalt fest, entscheiden sie, ob das Verfahren eingestellt, per Strafbefehl erledigt oder Anklage erhoben wird. Vor Gericht vertreten sie die Anklage, legen Beweismittel vor und halten das Schlussplädoyer. Im Arbeitsalltag nutzen sie E-Akten, Dokumentenmanagementsysteme und erste Legal-Tech-Anwendungen, um umfangreiche Fallakten schneller auszuwerten. Nach der Urteilsverkündung überwachen sie die Strafvollstreckung und beteiligen sich an Begnadigungsverfahren.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Die Ausübung dieses reglementierten Berufs, einschließlich des Führens der Berufsbezeichnung, setzt eine bestimmte Qualifikation voraus; bei ausländischen Abschlüssen ist dafür eine Anerkennung nötig. Erforderlich sind ein Studium der Rechtswissenschaft mit Abschluss durch die Erste juristische (Staats-)Prüfung sowie die Zweite juristische Staatsprüfung.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Staatsanwalt/in?

Die Bruttobesoldung liegt zwischen 73.044 € und 129.324 € pro Jahr. Die Einstufung richtet sich nach Besoldungsgruppe, Dienstalter und Bundesland, sodass du mit wachsender Erfahrung innerhalb dieser Spanne aufsteigen kannst.

Wie sind die Berufsaussichten als Staatsanwalt/in?

Die Berufsaussichten als Staatsanwalt/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind daher meist schnell vergeben, was den Wettbewerb verschärft. Zudem dürfte die Konkurrenz bis 2040 weiter steigen, weil Arbeitgeber voraussichtlich leichter passende Kandidaten finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Staatsanwalt/in?

Im Alltag arbeitest du mit digitalen Akten- und Dokumentenmanagementsystemen. Du solltest E-Akte, Formular-Workflows und juristische Datenbanken sicher beherrschen. Erste Legal-Tech- und KI-Tools unterstützen dich bei der Analyse umfangreicher Fallakten – wer sie nutzt, spart Zeit in Ermittlungs- und Anklageverfahren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Staatsanwalt/in?

Die Tätigkeit bringt lange Phasen intensiver Bildschirmarbeit und den ständigen Umgang mit komplexen Rechtsvorschriften mit sich. Du trägst hohe Verantwortung, weil deine Entscheidungen das Leben anderer direkt beeinflussen und du in Strafverfahren oft mit belastenden Inhalten konfrontiert wirst. Bereitschafts- und Rufdienste, auch nachts oder am Wochenende, gehören ebenso dazu wie Außentermine etwa bei Tatortbesichtigungen.

Womit arbeitet man als Staatsanwalt/in?

Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören digitale und gedruckte Gesetzestexte, Kommentare und Urteile. Du nutzt elektronische Prozessakten, juristische Datenbanken sowie klassische Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon. Anklageschriften, Gutachten und Ermittlungsergebnisse werden in Datenverwaltungssystemen gespeichert, damit du sie jederzeit abrufen kannst.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Staatsanwalt/in?

Fachspezifische Seminare in Arbeits-, Verwaltungs- oder Wirtschaftsrecht halten dich juristisch auf dem neuesten Stand. Mit Kursen zu Datenschutz-, Europa- oder Internationalem Recht kannst du dich auf Spezialgebiete vorbereiten oder den Wechsel in überregionale Behörden erleichtern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Staatsanwalt/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem durch wissenschaftliche Qualifikationen und Spezialisierung. Eine Promotion in Rechts- oder Wirtschaftsrecht öffnet Türen zu Leitungsfunktionen in der Staatsanwaltschaft oder zu Positionen in Ministerien. Wer sich der Lehre und Forschung widmen möchte, kann nach der Promotion habilitieren und eine Professur im Öffentlichen Recht anstreben.

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