Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinatorin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinatorin

Auch bekannt als: SiGeKo

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsorteauf Baustellen · in Büro- und Schulungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen138

Über den Beruf

Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/innen erkennen Gefahren auf Baustellen, planen Schutzmaßnahmen und stellen sicher, dass alle Gewerke sicher zusammenarbeiten. Schon in der Planungsphase prüfen sie Entwürfe, erarbeiten den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan), legen Verkehrswege, Lagerflächen oder Absturzsicherungen fest und koordinieren die Bauzeiten der beteiligten Firmen. Sie informieren Bauleiter sowie Handwerksbetriebe über notwendige Schutzvorkehrungen, organisieren Unterweisungen und halten alle Vorgaben in einer Unterlage für spätere Wartungsarbeiten fest. Während der Bauausführung überwachen sie Absperrungen, persönliche Schutzausrüstung und das Verhalten auf der Baustelle, protokollieren Begehungen und passen den SiGe-Plan bei neuen Risiken an. Moderne Tools wie Augmented-Reality-Systeme machen verborgene Leitungen sichtbar und vermeiden Beschädigungen. Durch konsequente Kontrolle und Beratung senken sie Unfallzahlen und bewahren die Gesundheit aller Beschäftigten.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird oft eine bautechnische Weiterbildung oder ein Studium in Architektur bzw. Bauingenieurwesen vorausgesetzt.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.132 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.836 € und 6.529 €. Tarifverträge sind in diesem Beruf selten, weshalb dein Einkommen stark davon abhängt, ob du beispielsweise bei einem großen Baukonzern, einem Ingenieurbüro oder selbständig arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, wodurch deine Chancen langfristig steigen. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Stellen werden schnell besetzt, zudem sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in?

Der Job wechselt zwischen Büro, Baustelle und gelegentlichem Homeoffice. Du trägst Verantwortung für die Sicherheit vieler Menschen, musst zahlreiche Vorschriften kennen und dokumentierst viel am Bildschirm. Auf der Baustelle arbeitest du im Freien, trägst Schutzhelm, Warnweste und Gehörschutz und bist Hitze, Kälte oder Staub ausgesetzt. Der Mix aus Schreibtischarbeit und Außeneinsätzen sorgt für Abwechslung, erfordert aber auch hohe Konzentration.

Womit arbeitet man als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in?

Auf der Baustelle nutzt du Schutzausrüstung wie Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe und Gehörschutz sowie Mess- und Prüfgeräte. Für die Planung brauchst du PC, Smartphone, Internetzugang und umfangreiche Unterlagen wie Sicherheits- und Gesundheitsschutzpläne, Termin- und Baustelleneinrichtungspläne sowie technische Normenwerke. Gerüste, Absperrungen und andere Baugeräte gehören ebenfalls zu deinem Arbeitsumfeld.

Kann man sich als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in selbständig machen?

Ja, viele SiGeKo-Profis bieten ihre Leistungen freiberuflich an oder gründen ein eigenes Büro für Baustellensicherheit. Wichtig sind dafür Berufserfahrung, ein gutes Netzwerk in der Baubranche und eine Berufshaftpflichtversicherung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in?

Fachkurse in Baustellenleitung, Bauprojektmanagement oder baulichem Brandschutz vertiefen dein Know-how. Du kannst dich außerdem zu Themen wie Arbeitssicherheit, Gefahrstoffmanagement, Anlagensicherheit oder Baurecht spezialisieren. Solche Lehrgänge verbessern deine Chancen auf verantwortungsvollere Projekte und höhere Honorare.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator/in?

Ein Master oder eine Promotion in Bauingenieurwesen, Architektur, Sicherheitstechnik oder Sicherheitsmanagement eröffnet dir den Weg in leitende Positionen, etwa als Projekt- oder Abteilungsleiter/in für Arbeitssicherheit. Alternativ kannst du die Gesamtkoordination großer Bauvorhaben übernehmen oder dich zum/zur Sachverständigen für Arbeitsschutz zertifizieren lassen. Mit wachsender Erfahrung sind auch Beratungs- und Gutachtertätigkeiten für Behörden oder große Baukonzerne möglich.

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