Geprüfter Restaurator im Vergolderhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Vergolderhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restauratoren und Restauratorinnen im Vergolderhandwerk planen, steuern und führen Restaurierungen vergoldeter und farbgefasster Objekte durch. Sie ordnen Figuren, Rahmen, Altäre oder Möbel kunsthistorisch ein und analysieren Holz, Kreidegrund sowie Blattgold. Sie protokollieren den Schadenszustand mit Fotos und 3-D-Scans. Danach legen sie Reinigung, Untergrundvorbereitung und Vergoldtechnik fest: Sie entfernen Übermalungen, stellen Kreidegründe nach historischen Rezepten her, rekonstruieren Ornamente und tragen Blattgold oder andere Blattmetalle auf. Retuschen, Schutzfirnisse und Farbangleichungen schließen die Werkarbeit ab. Sie kalkulieren Projekte, erstellen Angebote und überwachen Termine sowie Materialeinsatz. Bei größeren Aufträgen koordinieren sie Restaurator/innen anderer Gewerke, Chemiker oder Denkmalpfleger und beraten Auftraggeber zur Erhaltung der Objekte. Leiten sie eine eigene Werkstatt, entwickeln sie Investitionspläne, werben Aufträge ein und führen Personal. Jede Maßnahme wird schriftlich, fotografisch und digital dokumentiert.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Vergolderhandwerk
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Vergolderhandwerk?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 55.572 € und 66.468 € pro Jahr. Wie hoch dein Lohn genau ausfällt, hängt vor allem von der Größe des Betriebs, regionalen Tarifverträgen und deiner Führungsverantwortung ab.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Vergolderhandwerk?
Die Lehrgangsdauer ist nicht einheitlich geregelt. Sie richtet sich nach dem jeweiligen Bildungsträger und danach, ob du den Kurs in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit besuchst.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Vergolderhandwerk körperlich anstrengend?
Der Beruf ist durchaus körperlich fordernd. Du arbeitest häufig in gebückter oder über-Kopf-Haltung, hebst schwere Skulpturen oder Tafelbilder und solltest schwindelfrei sein, wenn du auf Leitern oder Gerüsten tätig bist.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Vergolderhandwerk?
Die Berufsaussichten als Restaurator/in im Vergolderhandwerk sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher relativ schnell besetzt – es gibt also mehr Konkurrenz.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Vergolderhandwerk?
Digitale Technologien werden immer wichtiger. Du solltest 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation beherrschen, um Objekte exakt zu erfassen oder virtuell zu rekonstruieren. Auch der Umgang mit Color-Readern sowie Digital-Asset- und Dokumentenmanagementsystemen ist gefragt. Hinzu kommt das Erstellen von 3-D-Druckmodellen für fehlende Werkstücke.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Vergolderhandwerk?
Die Arbeit wechselt zwischen Atelier, historischen Baustellen und Büro. Du trägst Verantwortung für wertvolle Kulturgüter und leitest dabei häufig Mitarbeitende, arbeitest aber ebenso in Zwangshaltungen, in unbeheizten Kirchen oder unter Atemschutz. Präzisions- und Feinarbeit geht dabei Hand in Hand mit Bildschirmphasen für Kalkulation und Dokumentation.
Kann man sich als Restaurator/in im Vergolderhandwerk selbständig machen?
Ja, viele Fachleute gründen eine eigene Restaurierungswerkstatt. Damit übernimmst du nicht nur die handwerkliche Arbeit, sondern auch Kalkulation, Auftragsakquise und Personalführung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Restaurator/innen im Vergolderhandwerk?
Du kannst dich in Restaurierungsmethoden, historischer Materialkunde und handwerklichen Spezialtechniken weiterbilden. Lehrgänge zu Maler- und Beschichtungstechnik oder zu Mitarbeiter- und Teamführung erweitern zudem deine Führungsqualitäten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Vergolderhandwerk?
Mit wachsender Erfahrung kannst du Team-, Sachgebiets- oder Fachbereichsleitungen übernehmen oder als Ausbilder/in Lehrgänge betreuen. Ein Wechsel in größere Restaurierungsbetriebe oder öffentliche Denkmal-Institutionen bringt oft mehr Verantwortung und ein höheres Gehalt. Darüber hinaus ermöglicht dir der Master-Professional-Abschluss den Zugang zu einem Bachelorstudium etwa in Restaurierung oder Bildender Kunst, falls du dich wissenschaftlich spezialisieren möchtest.
