Geprüfter Restaurator im Holzbildhauerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Holzbildhauerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Holzrestaurator/in (Holzbildhauerhandwerk) · Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restauratoren und Restauratorinnen im Holzbildhauerhandwerk untersuchen historische Skulpturen, Reliefs und Möbel aus Holz, erfassen Schäden und ordnen jedes Objekt kunstgeschichtlich ein. Sie entscheiden, ob traditionelle Techniken wie Schnitzen, Leimen oder Beizen oder moderne Verfahren wie 3-D-Laserscanning, CAM-gestützte Fräsungen und spezielle Holzschutzmittel eingesetzt werden. Darauf aufbauend planen sie Zeitablauf, Budget und Personal, stellen Werkstoffe bereit und leiten Fachkräfte an. Fehlende Teile fertigen sie passgenau nach, legen übermalte Oberflächen frei oder festigen brüchiges Material. Jede Maßnahme wird zeichnerisch, fotografisch und digital dokumentiert, damit die Restaurierung später nachvollzogen werden kann. Bei umfangreichen Projekten koordinieren sie Gutachter, Naturwissenschaftler oder Denkmalpfleger und beraten Auftraggebende zur optimalen Lagerung und Pflege der Werke. So bewahren sie kulturhistorisch bedeutende Holzarbeiten für zukünftige Generationen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Holzbildhauerhandwerk
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 51.804 € und 63.672 € pro Jahr. Dein tatsächliches Einkommen hängt unter anderem von der Größe des Betriebs, der Region und deiner Berufserfahrung ab.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Die Dauer variiert stark zwischen den Bildungseinrichtungen. Vollzeitkurse sind meist deutlich kürzer als berufsbegleitende Teilzeitangebote.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert kräftige, feinmotorisch geschickte Arme und Hände, etwa beim Schnitzen oder Leimen. Du brauchst zudem eine gute Bewegungskoordination und Schwindelfreiheit für Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten sowie ein zuverlässiges Farbsehvermögen, um Farbschichten sicher beurteilen zu können.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Die Berufsaussichten als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig besteht nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden oft schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher ist.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Digitale Werkzeuge gewinnen in der Restaurierung immer mehr Gewicht. Du solltest mit 3-D-Druckern und 3-D-Laserscannern umgehen können, CNC-Programme im CAM-Umfeld beherrschen, Farbanalysen per Color Reader durchführen und deine Dokumentation in einem DMS organisieren. Auch Wearables wie Datenbrillen kommen zum Einsatz, um virtuelle Überlagerungen des Originalzustands einzublenden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Die Arbeit kombiniert Präzisionshandwerk mit Projektverantwortung. Du trägst Verantwortung für wertvolle Kulturgüter, hast viel Kundenkontakt und wechselst zwischen Werkstatt, Baustelle und Büro. Der Umgang mit Chemikalien, Maschinenlärm und Schutzkleidung gehört ebenso dazu wie detailreiche Feinarbeit an empfindlichen Oberflächen.
Womit arbeitet man als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Zum Arbeitsalltag gehören historische Holzobjekte wie Skulpturen oder Möbel, verschiedenste Hölzer und Verbindungsmaterialien, Schleif- und Fräsmaschinen, Sägen, Feilen sowie Pinsel und Zeichenutensilien. Für Planung und Dokumentation nutzt du außerdem Entwurfsskizzen, Fotografien und die Büro-IT.
Kann man sich als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk selbständig machen?
Ja, eine eigene Restaurierungswerkstatt für Holzobjekte ist ein gängiger Weg in die Selbständigkeit. Unterstützung bei Businessplan, Finanzierung und Fachnetzwerk bekommst du zum Beispiel vom Verband der Restauratoren oder den Handwerkskammern.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Holzbildhauerhandwerk?
Fachkurse zu Restaurierungstechniken, historischer Materialkunde, Denkmalschutz, Bildhauerei oder Holzkunde helfen dir, dein Profil zu schärfen. Du kannst dich außerdem in plastischem Gestalten, Holzschutz oder moderner Dokumentation weiterbilden, um neue Aufträge anzuziehen.
