Restaurator/Restauratorin (Hochschule) – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Restaurator/Restauratorin (Hochschule)

Auch bekannt als: Restorer (m/f)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Ateliers bzw. Werkstätten · im Labor · vor Ort (in Gebäuden oder im Freien) · in Magazinen und Ausstellungsräumen · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen139

Über den Beruf

Restauratoren und Restauratorinnen untersuchen Gemälde, Skulpturen, Möbel oder Filme, erfassen jeden Schaden und halten den Befund digital fest. Auf Basis dieser Analyse legen sie Ziel und Umfang der Eingriffe fest, erstellen einen Maßnahmenkatalog und wählen passende Materialien und Techniken. Sie reinigen Oberflächen, stabilisieren brüchige Substanz, ergänzen Fehlstellen und rekonstruieren verloren gegangene Partien, ohne die originale Substanz unnötig anzutasten. Gleichzeitig entwickeln sie Konservierungskonzepte, etwa Klimakontrollen oder UV-Schutz, damit die Objekte langfristig erhalten bleiben. Moderne Hilfsmittel wie 3-D-Scanner, Laser oder Digital-Asset-Management-Systeme erleichtern das Arbeiten und Dokumentieren. Nach Abschluss fertigen sie detaillierte Berichte, Fotos und Zeichnungen an und beraten Auftraggeber zur künftigen Pflege. In Museen oder Hochschulen leiten sie Forschungsprojekte, testen neue Verfahren und betreuen Studierende bei Praktika und Prüfungen.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Restaurator/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.793 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 4.219 € und 7.148 € verdienen.

Ist der Beruf als Restaurator/in körperlich anstrengend?

Ja, in vielen Projekten ist körperliche Belastbarkeit gefragt, weil du oft in gebückter Haltung, auf Gerüsten oder auf Knien arbeitest. Schwindelfreiheit, eine gute Koordination sowie kräftige Arme und Hände sind wichtig, wenn du an Deckenmalereien, Fassaden oder großen Skulpturen tätig bist.

Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in?

Die Berufsaussichten als Restaurator/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch Stellen frei werden. Allerdings ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden häufig schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher sein kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in?

Digitale Technologien spielen eine immer größere Rolle in der Restaurierung. Du solltest 3-D-Druck einsetzen können, um fehlende Bauteile nachzubilden, und 3-D-Laserscans sowie Simulationen auswerten, um Schäden millimetergenau zu vermessen. Augmented-Reality-Tools unterstützen bei der virtuellen Planung von Eingriffen, während Color-Reader und Digital-Asset-Management-Systeme die Farbanalyse und Dokumentation erleichtern. Auch Drohnentechnik ist nützlich, um schwer zugängliche Fassadenbereiche zu fotografieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in?

Die Arbeit wechselt zwischen feinster Handarbeit im Atelier, Einsätzen in Werkhallen oder an Denkmalobjekten im Freien und längeren Phasen am Bildschirm für Recherche und Dokumentation. Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille oder Atemfilter ist oft Pflicht, wenn du mit Lösungsmitteln oder Staub zu tun hast. Du hast regelmäßig Kundenkontakt mit Museumsfachleuten oder Auftraggebern und trägst eine hohe Verantwortung für wertvolle Originale sowie gegebenenfalls für Studierende, die du anleitest.

Womit arbeitet man als Restaurator/in?

Zum Alltag gehören klassische Handwerkzeuge wie Skalpelle, Bürsten oder Hobel sowie chemische Hilfsstoffe – Farben, Lacke, Klebstoffe und Lösungsmittel. Lupen, Schleifmaschinen oder ein 3-D-Drucker unterstützen dich bei Präzisionsarbeiten. Am PC erstellst du CAD-Modelle und pflegst digitale Zustands- und Schadensdokumentationen mit Fotos.

Kann man sich als Restaurator/in selbständig machen?

Ja, viele Restaurator/innen gründen eine eigene Werkstatt und übernehmen Aufträge für Museen, Sammlungen oder Privatkundschaft. Dafür brauchst du betriebswirtschaftliches Know-how, ein gutes Netzwerk und passende Versicherungen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in?

Nach dem Studium kannst du dich in Fachkursen zu historischen Materialtechniken, Holz- oder Metallverarbeitung, Bildhauerei oder plastischem Gestalten spezialisieren. Seminare in Restaurierungsmethodik, Informations- und Dokumentationswesen oder Denkmalschutz vertiefen dein Fachwissen. Auch Kurse in Kultur- und Kunstgeschichte helfen, komplexe Projekte fundiert einzuordnen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in?

Karriereschritte ergeben sich vor allem über akademische Abschlüsse und Leitungsfunktionen. Mit einem Bachelor kannst du einen spezialisierten Master in Restaurierung, Konservierung oder Kunstgeschichte anschließen und so Chancen auf Projektleitung oder Forschung erhöhen. Eine Promotion qualifiziert dich für wissenschaftliche Spitzenpositionen; eine anschließende Habilitation eröffnet den Weg zur Professur. Außerdem kannst du leitende Rollen in Museen, Denkmalbehörden oder großen Restaurierungsateliers übernehmen.

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