REFA-Techniker/REFA-Technikerin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

REFA-Techniker/REFA-Technikerin

Auch bekannt als: Fertigungsplaner/in (REFA-Techniker/in) · Produktionssteuerer/-steuerinTechniker/in (Produktionsplanung)Techniker/in für Arbeitsgestaltung und ZeitwirtschaftTechniker/in für die ArbeitsvorbereitungTechniker/Technikerin Fachrichtung Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Werkstätten, Produktions- und Lagerhallen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen57

Über den Beruf

REFA-Techniker/innen analysieren Produktionsabläufe, messen Prozesszeiten und decken Schwachstellen auf. Sie entwickeln Fertigungs- und Ressourcenpläne, stimmen Maschinenkapazitäten auf Auftragsvolumen ab und berechnen die Wirtschaftlichkeit von Investitionen. Für Zeitaufnahmen definieren sie Ablaufarten, erfassen Daten in Zeittabellen und leiten Sollzeiten ab, die in Kalkulation und Controlling einfließen. Mithilfe von ERP-Systemen, 3-D-Simulationen, digitalen Zwillingen oder BPM-Tools modellieren sie Materialflüsse und testen neue Layouts, bevor diese in der Halle umgesetzt werden. Sie führen Kennzahlensysteme ein, erstellen Kostenrechnungen und optimieren Preisstrukturen. Gleichzeitig etablieren sie Qualitätsmanagementmethoden, koordinieren die Einführung neuer Produktionssysteme und gestalten ergonomische Arbeitsplätze. In vielen Betrieben übernehmen sie Führungsaufgaben, leiten Teams an und begleiten Verbesserungsprojekte bis zum Serienbetrieb.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildung nach internen Regelungen eines Verbandes
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen8
  • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • Oder Abschluss als Handwerksmeister/in, Industriemeister/in oder Techniker/in
  • Oder Hochschulabschluss
  • Zusätzlich erfolgreich absolvierte REFA-Grundausbildung
  • Zusätzlich Ausbildung als REFA-Produktionsplaner/in
  • Zusätzlich Ausbildung als REFA-Kostencontroller/in
  • Zusätzlich Ausbildung als REFA-Prozessorganisator/in
  • Zusätzlich Trainee of Leadership

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als REFA-Techniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.438 € brutto im Monat. Mit Erfahrung, Tarifbindung oder Verantwortung für größere Teams kannst du zwischen 4.325 € und 6.821 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur REFA-Techniker/in?

Die Dauer hängt stark von der Lernform ab. In Vollzeit schließt du den Lehrgang meist innerhalb weniger Monate ab, berufsbegleitend oder im Fernunterricht kann er deutlich länger dauern.

Wie sind die Berufsaussichten als REFA-Techniker/in?

Die Berufsaussichten als REFA-Techniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen lassen sich schwer besetzen – das verbessert deine Chancen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen. Allerdings schrumpft die Beschäftigung insgesamt, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als REFA-Techniker/in?

Zu den Schlüsselkompetenzen gehören 3-D-Simulationen für Produktionslayouts, der Einsatz digitaler Zwillinge und das Auswerten von Echtzeitdaten in ERP- oder BPM-Systemen. Du solltest außerdem Anforderungen für Cobots und Industrieroboter festlegen können und Dokumentenmanagementsysteme sicher beherrschen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als REFA-Techniker/in?

REFA-Techniker/innen wechseln zwischen Bildschirmarbeit im Büro und Einsätzen in Werkstätten oder Produktionshallen. Dabei tragen sie häufig Personalverantwortung und müssen sowohl konzentrierte Analysearbeit als auch Abstimmungen vor Ort meistern.

Womit arbeitet man als REFA-Techniker/in?

Du nutzt Wirtschaftlichkeits- und Schwachstellenanalysen, Produktionspläne, Stücklisten sowie Kennzahlen zur Kostenkontrolle. Technisch arbeitest du mit CAM- oder CIM-Systemen und klassischer Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon.

Kann man sich als REFA-Techniker/in selbständig machen?

Ja, viele REFA-Techniker/innen gründen ein eigenes Beratungsunternehmen für Prozess- und Produktionsoptimierung. Dort analysierst du Abläufe in unterschiedlichen Betrieben und entwickelst individuelle Verbesserungsstrategien.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für REFA-Techniker/innen?

Fachlich bleibst du mit Lehrgängen in Prozessmanagement, Ergonomie oder Produktions- und Fertigungstechnik auf dem neuesten Stand. Ergänzend vertiefen Seminare zu Kosten- und Leistungsrechnung, Kostenmanagement oder Qualitätsmanagement dein betriebswirtschaftliches Know-how.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für REFA-Techniker/innen?

Mit Praxiserfahrung kannst du eine Fachschule zum/zur Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft oder Unternehmensführung (Bachelor Professional in Wirtschaft) absolvieren und damit Führungsaufgaben übernehmen. Die REFA-Qualifikation eröffnet dir zudem den Weg zu einem Bachelor- oder Masterstudium, zum Beispiel in Wirtschaftsingenieurwesen oder Technologiemanagement.

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