Rangierbegleiter/Rangierbegleiterin
Auch bekannt als: Rangierbegleiter/in im Güterverkehr · Rangierbegleiter/in im Personenverkehr ·
Über den Beruf
Rangierbegleiter/innen zerlegen an Knotenbahnhöfen eingefahrene Güter- oder Personenzüge und setzen die Wagen zu neuen Verbänden zusammen. Sie nehmen Rangierpläne entgegen, suchen die abgestellten Züge auf und gleichen Wagenkennzeichnungen mit den Unterlagen ab. Anschließend trennen sie Bremsleitungen, lösen Kupplungen und sichern abgekoppelte Wagen mit Radvorlegern. Um einzelne Wagen gezielt in die richtigen Gleise rollen zu lassen, steuern sie Triebfahrzeuge, bedienen ortsgestellte Weichen und bremsen bei Bedarf mit Hemmschuhen. Ständig beobachten sie Abstände und Geschwindigkeit der rollenden Wagen, damit keine Kollision entsteht. Bei geschobenen Fahrten stehen sie auf der vordersten Plattform, verfolgen Signale und melden per Funk jede Gefahr an die Lokführenden. Liegen die nötigen Berechtigungen vor, prüfen sie zudem die Bremsen und Verkehrstüchtigkeit des Zuges. Sind alle Wagen korrekt gekuppelt und geprüft, geben sie den Zug zur Weiterfahrt frei.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsweg erforderlich. Vorteilhaft kann jedoch eine Ausbildung als Eisenbahner bzw. Eisenbahnerin sein, z.B. im Betriebsdienst Lokführer bzw. Lokführerin und Transport.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Rangierbegleiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.632 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung kannst du zwischen 3.182 € und 4.261 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Rangierbegleiter/in?
Die Berufsaussichten als Rangierbegleiter/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Für Arbeitgeber wird es schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Stellen werden schnell besetzt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Rangierbegleiter/in?
Rangierbegleiter/innen arbeiten meist im Freien auf Gleis- oder Kaianlagen und sind dabei Kälte, Hitze, Regen oder Wind ausgesetzt. Du trägst Schutzhelm, Handschuhe sowie signalfarbene Warnweste und arbeitest in der Nähe von lauten, rollenden Zügen. Schicht- und Wochenenddienste sind üblich, und bei Bremsproben oder Weichenarbeiten trägst du Verantwortung für die Sicherheit des gesamten Zuges.
Womit arbeitet man als Rangierbegleiter/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Gleisanlagen, Güter- und Personenwaggons sowie mobile Kommunikationsmittel wie Funkgeräte. Du nutzt Hemmschuhe und Radvorleger zum Sichern von Wagen, bedienst Weichenhebel und Kupplungen und arbeitest mit Dienst- und Rangierplänen, Wagenlisten oder Bremszetteln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Rangierbegleiter/in?
Weiterbildungen drehen sich häufig um Schienenverkehr, Eisenbahn- oder Schienenfahrzeugtechnik sowie Arbeitssicherheit. Du kannst dein Wissen zu Normen, Sicherheits- und Prüfbestimmungen in elektrischen Anlagen vertiefen oder Kurse zur Unfallverhütung und Ladungs- und Umschlagtechnik besuchen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Rangierbegleiter/in?
Mit Erfahrung bieten sich Aufstiegsweiterbildungen wie der Meister/in für Bahnverkehr oder der Fachwirt/in für Bahnbetrieb beziehungsweise Güterverkehr und Logistik an. Eine Technikerausbildung in Verkehrstechnik mit Schwerpunkt Eisenbahnbetrieb kann dich ebenfalls für Führungsaufgaben qualifizieren. Wer in Planung oder Engineering wechseln will, kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Fahrzeugtechnik anschließen. Außerdem ermöglicht eine Qualifizierung zum/zur Eisenbahner/in im Betriebsdienst – Lokführer/in und Transport oder in der Zugverkehrssteuerung den direkten Fahrbetrieb.
