Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport/Eisenbahnerin im Betriebsdienst Lokführerin und Transport – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport/Eisenbahnerin im Betriebsdienst Lokführerin und Transport

Auch bekannt als: Lokführer/in · Triebfahrzeugführer/in · Railway worker (m/f) - specialising in operational train driving and transport

BerufsfeldVerkehr & Logistik
Arbeitsorteauf Triebfahrzeugen (z.B. Elektro- oder Diesellokomotiven, Triebwagen, Rangierlokomotiven) · in Betriebswerken · im Freien auf Gleisanlagen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze105

Über den Beruf

Eisenbahner/innen im Betriebsdienst Lokführer und Transport steuern Lokomotiven und Triebwagen im Nah- und Fernverkehr, überwachen Signale und passen Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bremskraft energiesparend an. Vor Abfahrt prüfen sie Bremsen, Kupplungen und Bordelektronik, vergleichen Wagenlisten mit Fahrplan und dokumentieren alles digital. Im Rangierbereich koppeln sie Wagen, verschieben sie per Handsteuerung oder Funkfernsteuerung auf Bereitstellungsgleise und berücksichtigen Gefahrgutvorschriften. Während der Fahrt halten sie Funkkontakt zur Fahrdienstleitung, beobachten Strecke und Weichen und leiten bei Störungen Notbremsung, Streckensperrung oder Abschaltung des Fahrstroms ein. Sie achten auf eigene Fahr- und Ruhezeiten, erstellen Bremszettel und Einsatzpläne und nutzen Fahrerassistenzsysteme, Sensorik sowie Dokumentenmanagement, um Transporte effizient und sicher abzuwickeln.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • I.d.R. Eignungstests
  • I.d.R. gesundheitliche und psychologische Eignung

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Lokführer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.995 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.639 € und 4.502 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Lokführer/in?

Während der Ausbildung zum/zur Lokführer/in erhält man eine tariflich geregelte Vergütung. Im ersten Jahr sind es etwa 1.256 €, im zweiten 1.322 € und im dritten rund 1.392 € brutto pro Monat – im Schnitt also 1.314 €.

Wie lange dauert die Ausbildung als Lokführer/in?

Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Damit solltest du auch planen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Lokführer/innen?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik, Werken und Deutsch. Gute Noten helfen dir etwa beim Berechnen von Bremswegen, beim Verständnis technischer Anleitungen und beim Lesen von Fahrplänen.

Ist der Beruf als Lokführer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf stellt einige körperliche Anforderungen, vor allem an Sehvermögen und Feinmotorik. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände zum Bedienen von Stellwerkseinrichtungen, musst Entfernungen auch bei Dämmerung sicher einschätzen und Farbsignale zuverlässig unterscheiden.

Wie sind die Berufsaussichten als Lokführer/in?

Die Berufsaussichten als Lokführer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Lokführer/in?

Digitale Kompetenz wird im Führerstand immer wichtiger. Du arbeitest mit Fahrerassistenzsystemen, überwachst per Sensorik und Narrow-Band-IoT den Zustand von Zügen und tauschst Dokumente über DMS mit der Leitstelle aus. Auch Simulatoren und die Digitale Automatische Kupplung gehören zum modernen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Lokführer/in?

Die Arbeitsbedingungen sind technisch geprägt und verlangen hohe Aufmerksamkeit. Schicht- und Wochenendarbeit, Verantwortung für Fahrgäste und Sachwerte sowie mögliche Übernachtungen fern des Wohnorts gehören dazu, ebenso längere Sitzphasen im Führerstand. Zudem musst du strenge Sicherheitsvorschriften einhalten und bei Störungen schnell reagieren.

Womit arbeitet man als Lokführer/in?

Lokführer/innen arbeiten mit einem breiten Spektrum an Technik: von Dieselloks, elektrischen Lokomotiven und Rangierloks über Funkgeräte und Bordinstrumente bis zu Software für Wagenlisten und Einsatzpläne. Zusätzlich hast du ständig Unterlagen wie Bremszettel, Fahr- und Rangierpläne oder technische Regelwerke zur Hand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Lokführer/in?

Typische Aufstiegsmöglichkeiten führen in Leitungsfunktionen des Bahnbetriebs. Mit einer Aufstiegsweiterbildung zur/zum Meister/in für Bahnverkehr, Techniker/in der Fachrichtung Verkehrstechnik – Eisenbahnbetrieb oder Fachwirt/in Bahnbetrieb qualifizierst du dich für Schicht- oder Teamleitungen sowie die Einsatzplanung. Wenn du Management- oder Entwicklungsaufgaben anstrebst, kann ein Bachelor- oder Masterstudium im Verkehrsingenieurwesen oder in Fahrzeugtechnik die nächste Stufe sein.

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