Polizeivollzugsbeamter/Polizeivollzugsbeamtin im gehobenen nichttechnischen Dienst der Länder – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Polizeivollzugsbeamter/Polizeivollzugsbeamtin im gehobenen nichttechnischen Dienst der Länder

Auch bekannt als: Polizeikommissar/in

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsortein Büroräumen · in Einsatzfahrzeugen (z.B. im Streifendienst) · im Freien (z.B. zur Unfallstellenabsicherung) · in Privatwohnungen (z.B. zur Befragung von Bezeugenden) · in Unterrichtsräumen (als Fachlehrer/innen) · auf Booten (z.B. als Bootsführer/innen) · in Hubschraubern (z.B. als Hubschrauberpiloten/-pilotinnen) · im Homeoffice bzw. mobil
Ausbildungsplätze50

Über den Beruf

Polizeivollzugsbeamte und -beamtinnen im gehobenen Dienst koordinieren Streifen, leiten Einsätze und sorgen in der Schutzpolizei für Sicherheit. Sie nehmen Anzeigen auf, sichern Spuren, befragen Zeugen und leiten Fahndungen ein. Im Einsatz verfolgen sie gesuchte Personen, führen Festnahmen durch und helfen Verletzten. Im Straßenverkehr erfassen sie Unfälle, messen Geschwindigkeit oder prüfen Gefahrguttransporte. Als Vorgesetzte erstellen sie Dienst- und Streifenpläne, teilen Einsatzkräfte ein und motivieren ihr Team. In der Dienststelle übernehmen sie Sachbearbeitung, fertigen Berichte, analysieren Tatmuster und nutzen digitale Akten, Gesichtserkennung oder Gefahren-Management-Systeme. Erfahrene Kräfte unterrichten Nachwuchs oder spezialisieren sich etwa als Bootsführer bei der Wasserschutzpolizei oder Hubschrauberpilot. Mit dieser Mischung aus Führung, Prävention und Strafverfolgung sichern sie Tag für Tag die öffentliche Ordnung.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung. abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen Bundesländern
AusbildungsartStudium an Fachhochschulen/Hochschulen für öffentliche Verwaltung, praktische Studienabschnitte bei Polizeidienststellen
Zugangsvoraussetzungen5
  • I.d.R. Fachhochschulreife, Hochschulreife oder vergleichbarer Bildungsabschluss
  • Manche Bundesländer: Weiterbildungsabschluss oder förderliche Berufsausbildung + einschlägige berufliche Tätigkeit
  • Bundesländer ohne Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst: ggf. mittlerer Bildungsabschluss
  • Dann i.d.R. vor dem Vorbereitungsdienst Fachhochschulreife erwerben, z.B. über Fachoberschule als Polizeipraktikant/in oder höhere Berufsfachschule mit Abschluss "Staatlich geprüfte/r Assistent/in für Polizeidienst und Verwaltung"
  • Polizeidiensttauglichkeit, z.B. gesundheitliche Anforderungen und körperliche Mindestgröße

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Polizeikommissar/in?

Die Bruttobesoldung liegt zwischen 40.380 € und 77.136 € pro Jahr. Mit zunehmender Dienstzeit, Beförderungen und Zulagen kannst du dich innerhalb dieser Spanne deutlich nach oben entwickeln.

Welche Schulfächer sind wichtig für Polizeikommissar/innen?

Recht, Deutsch und Sport zählen zu den Schlüssel­fächern. Gute Leistungen darin helfen dir beim Verständnis gesetzlicher Grundlagen, beim präzisen Formulieren von Berichten und beim erfolgreichen Bestehen des Sporttests im Auswahlverfahren.

Wie sind die Berufsaussichten als Polizeikommissar/in?

Die Berufsaussichten als Polizeikommissar/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, sodass weniger Positionen nachbesetzt werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Polizeikommissar/in?

Digitale Kompetenz ist Pflicht: Du solltest sicher mit E-Akte und Dokumenten­managementsystemen umgehen, Streifenteams per Workforce-Software planen und Gefahren-Management-Systeme nutzen können. Auch digitale Karten und Gesichtserkennungs­systeme unterstützen dich bei Fahndungen – ein routinierter Umgang mit solcher Technik wird vorausgesetzt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Polizeikommissar/in?

Der Beruf kombiniert Einsätze im Freien mit Bildschirmarbeit in der Dienststelle. Du arbeitest unter strengen Rechtsvorgaben, übernimmst Verantwortung für Menschen und Sachwerte und meisterst emotional belastende Situationen. Schutzweste, andere Schutzausrüstung und der Umgang mit Schusswaffen gehören dabei zum Alltag.

Womit arbeitet man als Polizeikommissar/in?

Du nutzt Rechtsvorschriften, Dienstpläne und Einsatzakten ebenso wie elektronische Akten und Datenbanken. Im Außendienst kommen Dienstfahrzeuge, Radar- und Alkoholmessgeräte, Funkgeräte, Dienstwaffen und Handschellen zum Einsatz. Büro-PC, Internetzugang und Telefon runden das Arbeits­equipment ab.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Polizeikommissar/in?

Fachlehrgänge in Wach- und Sicherheitsdiensten, Personenschutz, Veranstaltungsschutz oder Objektschutz erweitern dein Einsatzspektrum. Ergänzend kannst du dich in Einbruch- und Diebstahlschutz, Verwaltungsrecht oder allgemeiner öffentlicher Verwaltung spezialisieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Polizeikommissar/in?

Mit guter Beurteilung ist ein Laufbahnaufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst möglich, wo du größere Einheiten führst. Ein Masterstudium in Sicherheitsmanagement, Kriminologie oder Staats- und Verwaltungswissenschaft – gegebenenfalls gefolgt von einer Promotion – eröffnet dir zudem den Weg zu strategischen Leitungsfunktionen.

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