Physiklaborant/Physiklaborantin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Physiklaborant/Physiklaborantin

Auch bekannt als: Prüftechniker/in - Schwerpunkt Physik · Physics laboratory technician (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Werkstätten · in Büroräumen
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze39

Über den Beruf

Physiklaborant/innen planen Versuchsreihen, bauen Messaufbauten auf und prüfen Werkstoffe oder elektronische Bauteile. Sie wählen geeignete Mess- und Prüfgeräte, kalibrieren Sensoren und stellen bei Bedarf Probekörper oder Glasverbindungen selbst her. Während der Tests steuern sie Spektralfotometer, NMR- und IR-Anlagen oder Zugprüfmaschinen rechnergesteuert, lesen Messwerte aus und überwachen Parameter in Echtzeit. Die gewonnenen Daten dokumentieren sie sorgfältig, analysieren sie mithilfe spezialisierter Software und interpretieren die Ergebnisse gemeinsam mit Physiker/innen oder Entwicklungsingenieur/innen. Häufig untersuchen sie Korrosion, Zug- und Bruchfestigkeit oder das Verhalten nanotechnologisch bearbeiteter Materialien. Zusätzlich warten sie die umfangreichen Apparaturen, tauschen Verschleißteile aus und prüfen sicherheitsrelevante Funktionen. Ihre präzisen Messreihen bilden die Basis für Forschung, Schadensanalysen und die Weiterentwicklung neuer Produkte.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Physiklaborant/in?

Das Gehalt liegt typischerweise 4.626 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 3.804 € und 5.726 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Physiklaborant/in?

Schon während deiner Ausbildung bekommst du eine tariflich geregelte Vergütung. Im ersten Jahr verdienst du 1.216 €, im zweiten 1.279 €, im dritten 1.336 € und im vierten 1.415 € brutto pro Monat; im Schnitt sind das rund 1.290 €.

Wie lange dauert die Ausbildung als Physiklaborant/in?

Die duale Ausbildung zur Physiklaborant/in dauert 3,5 Jahre. Sie verbindet Berufsschule und betriebliche Praxisphasen in Laboren.

Welche Schulfächer sind wichtig für Physiklaborant/innen?

Besonders gefragt sind Physik, Chemie und Mathematik. Gute Noten helfen dir, Messabläufe zu verstehen, Reaktionsgleichungen zu berechnen und Messergebnisse auszuwerten.

Ist der Beruf als Physiklaborant/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist weniger körperlich schwer, er verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände für präzise Laborarbeiten. Du solltest Farben sicher unterscheiden, räumlich gut sehen und eine widerstandsfähige Haut haben, weil du mit Chemikalien und gelegentlich ionisierender Strahlung umgehst.

Wie sind die Berufsaussichten als Physiklaborant/in?

Die Berufsaussichten als Physiklaborant/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche freie Stellen.

Welche digitalen Skills braucht man als Physiklaborant/in?

Digitale Kompetenz ist in modernen Laboren Pflicht. Du arbeitest etwa mit 3-D-Druckern und 3-D-Laserscannern, führst Prüfprotokolle in Dokumentenmanagementsystemen oder Laborinformationssystemen und nutzt Wearables, um Messdaten automatisch zu erfassen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Physiklaborant/in?

Physiklaborant/innen arbeiten hauptsächlich in Laboren, manchmal auch in Werkstätten oder Büros. Der Alltag umfasst Bildschirmarbeit, das Tragen von Schutzkleidung sowie den Umgang mit Dämpfen und Chemikalien. Handwerkliche Wartungsarbeiten an Apparaturen gehören ebenfalls dazu.

Womit arbeitet man als Physiklaborant/in?

Zum Arbeitsalltag gehören hochpräzise Mikrowaagen, Elektronenmikroskope mit bis zu 300.000-facher Vergrößerung sowie unterschiedlichste Werkstoffproben. Auch technische Zeichnungen, Schaltpläne und digitale Messergebnisprotokolle zählen zu den täglichen Arbeitsmitteln.

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