Physikingenieurwesen (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Physikingenieurwesen (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Physik · Ingenieur/in - Physikalische Technik · Physikingenieur/-ingenieurin

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büroräumen · in Entwicklungs- und Prüflabors, an Prüfständen · in Produktionshallen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge1

Über den Beruf

Physikingenieure und Physikingenieurinnen entwickeln Messgeräte, simulieren technische Systeme und übertragen physikalische Erkenntnisse in marktfähige Produkte. Sie berechnen Kräfte, Lichtstärken oder Strömungen, konstruieren Prototypen und testen sie im Labor, per 3-D-Simulation oder in der Fertigungslinie. In Versuchsreihen erheben sie Messdaten, werten diese mit spezieller Software aus und optimieren Bauweise sowie Fertigungsverfahren. Bei Serienprojekten erstellen sie Produktionspläne, koordinieren Material- und Personaleinsatz und überwachen Qualität, Wartung sowie Instandhaltung. Treten Störungen auf, analysieren sie die Ursache und leiten Gegenmaßnahmen ein. Für komplexe Anlagen programmieren sie Sensorik, Aktoren und digitale Zwillinge, um Abläufe vorab virtuell zu prüfen. Abschließend dokumentieren sie Ergebnisse, beraten Kundschaft, schulen Anwender/innen und unterstützen den Vertrieb mit technischen Fakten. Auf diese Weise funktionieren hochenergetische Lasersysteme und nanometergenaue Sensoren zuverlässig.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)

Passende Studiengänge1

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Physikingenieur/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt typischerweise zwischen 61.236 € und 77.400 € pro Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben oder mit wachsender Berufserfahrung kann dein Einkommen je nach Branche, Tarifbindung und Spezialisierung darüber oder darunter liegen.

Wie lange dauert das Physikingenieurwesen-Studium?

Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. Praxissemester, Auslandsphasen oder duale Modelle können ein zusätzliches Semester anhängen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Physikingenieur/innen?

Physik, Mathematik und Informatik sind Kernfächer, weil sie die Grundlage für spätere Vorlesungen zu Elektrotechnik, Optik und Programmierung legen. Chemie und Englisch helfen dir, elektrochemische Prozesse zu verstehen und englischsprachige Fachtexte sicher zu nutzen.

Ist der Beruf als Physikingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Job verlangt vor allem funktionstüchtige Arme und Hände, etwa um präzise Versuchsanordnungen aufzubauen. Ein sicheres Farb- und räumliches Sehvermögen ist wichtig, um Materialveränderungen zu erkennen und Laboraufbauten exakt auszurichten.

Wie sind die Berufsaussichten als Physikingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Physikingenieur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – das spielt Bewerbern in die Karten. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach passendem Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Physikingenieur/in?

Physikingenieur/innen arbeiten mit Verfahren wie 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation. Du programmierst Aktorik, legst CAM-Steuerungen an und nutzt digitale Zwillinge, um Maschinen virtuell zu testen. Auch Dokumentenmanagementsysteme und Tools für computerassistierte Chirurgie können je nach Branche zum digitalen Werkzeugkasten gehören.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Physikingenieur/in?

Der Arbeitsplatz wechselt zwischen Büro, Entwicklungs- oder Prüflabor und Fertigungshalle sowie gelegentlichen Kundeneinsätzen. Je nach Aufgabe trägst du Schutzbrille, Handschuhe oder sogar Bleischürzen, wenn Laser- oder Strahlungsquellen im Spiel sind. Viel Bildschirmarbeit gehört ebenso dazu wie Dienstreisen, etwa für Montage- oder Serviceeinsätze.

Womit arbeitet man als Physikingenieur/in?

Im Alltag nutzt du Messgeräte wie Spektrometer, optische Sensoren oder Oszillografen. Für den Entwurf kommen CAD-, CAE- und CAM-Programme zum Einsatz, während in der Fertigung medizintechnische Anlagen oder mikroelektronische Prüfstände gebraucht werden. Auch Nano- und Mikrotechnologie-Bauteile wie Silizium-Wafer zählen zum typischen Equipment.

Kann man sich als Physikingenieur/in selbständig machen?

Physikingenieur/innen können sich etwa mit einem eigenen Ingenieurbüro für Entwicklungs-, Konstruktions- oder Beratungsdienstleistungen selbständig machen. Alternativ ist auch eine freie Tätigkeit als Sachverständige/r, Gutachter/in oder Vertriebsingenieur/in möglich. Unterstützung bei der Existenzgründung bietet zum Beispiel der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

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