Physikalisch-technischer Assistent/Physikalisch-technische Assistentin
Auch bekannt als: Physical technician (m/f)
Über den Beruf
Physikalisch-technische Assistent/innen richten Versuche ein, messen präzise und werten Daten aus. Sie unterstützen Physiker/innen und Ingenieur/innen bei der Entwicklung neuer Verfahren in Industrie- und Forschungslaboren. Dafür beschaffen sie Materialien, bauen Vakuumkammern, Laser- oder Kryoanlagen auf und kalibrieren elektronische sowie optische Messgeräte. Mit Mikroskopen, Spektroskopie oder Strahlenmesstechnik untersuchen sie Werkstoffe, bestimmen Zug- und Bruchfestigkeit oder analysieren Nanostrukturen. Messreihen halten sie softwaregestützt fest, pflegen die Ergebnisse in Laborinformationssysteme ein und erstellen aussagekräftige Berichte. Bei Bedarf fertigen sie Prototypen im 3-D-Druck, digitalisieren Bauteile per 3-D-Laserscan und programmieren kleine Steuerungen. Sie warten und reparieren die Apparaturen, damit Experimente reibungslos weiterlaufen. Ihre Daten bilden die Grundlage, auf der Fachleute über neue Sensoren, Lasersysteme oder Werkstoffe entscheiden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Mind. mittlerer Bildungsabschluss
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Physikalisch-technische/r Assistent/in?
Das Gehalt liegt typischerweise 4.626 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.804 € und 5.726 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Physikalisch-technischen Assistent/in?
Die schulische Ausbildung dauert regulär 24 Monate. Entscheidest du dich für Zusatzqualifikationen, kann sie sich auf bis zu 36–39 Monate verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für Physikalisch-technische Assistent/innen?
Wichtig sind vor allem Physik, Mathematik und Chemie. Physik vermittelt dir Messprinzipien und Schaltungstechnik, Mathe hilft bei Berechnungen, und Chemie ist nötig, um Stoffeigenschaften sicher einzuordnen.
Ist der Beruf als Physikalisch-technische/r Assistent/in körperlich anstrengend?
Der Beruf bringt einige körperliche Anforderungen mit sich. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für präzise Arbeiten, ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen zum Erkennen von Kabeln und Bauteilen sowie widerstandsfähige Haut, weil du mit Chemikalien hantierst.
Wie sind die Berufsaussichten als Physikalisch-technische/r Assistent/in?
Die Berufsaussichten als Physikalisch-technische/r Assistent/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Physikalisch-technische/r Assistent/in?
Digitale Kompetenzen spielen im Laboralltag eine zentrale Rolle. Du solltest 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning nutzen können, sicher mit Dokumentenmanagement- sowie Laborinformationssystemen umgehen und Wearables wie Smartwatches oder Datenbrillen für automatisierte Protokolle einsetzen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Physikalisch-technische/r Assistent/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Labor und Bildschirm. Du bedienst Messgeräte, wertest Daten aus, trägst Schutzkleidung und kommst dabei gelegentlich mit Chemikalien, Strahlung, Staub oder Dämpfen in Kontakt.
Womit arbeitet man als Physikalisch-technische/r Assistent/in?
Physikalisch-technische Assistent/innen nutzen Labor- und Messsysteme wie Mikroskope, Spektroskope, Waagen, Thermometer und Dosimeter. Begleitend kommen Werkstoffe, radioaktive Proben sowie Unterlagen wie Versuchsprotokolle und statistische Auswertungen zum Einsatz.
Kann man sich als Physikalisch-technische/r Assistent/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Labor für Untersuchungs- und Beratungsdienstleistungen. In der Praxis ist das jedoch selten; wenn du den Schritt wagen möchtest, solltest du dich frühzeitig bei Fachverbänden wie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft oder der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt beraten lassen.
