Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in Technik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in Technik

Auch bekannt als: Umweltschutztechniker/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Produktionshallen · im Freien, z.B. an Gewässern · in Betriebsanlagen · auf Deponien · in Labors · in Büroräumen · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen11.166

Über den Beruf

Umweltschutztechniker/innen planen technische Maßnahmen, die Luft, Wasser und Boden vor Schadstoffen bewahren. Sie führen Luft- und Gewässergütemessungen durch, werten Sensor- und Labordaten aus und berechnen Grenzwertüberschreitungen. Auf Basis dieser Ergebnisse entwickeln sie Konzepte für Abgasreinigung, Lärmminderung oder CO2-Abscheidung und begleiten den Bau entsprechender Anlagen. In Klärwerken und Deponien überwachen sie Betriebsabläufe, entnehmen Proben und prüfen, ob rechtliche Umweltstandards eingehalten werden. Bei der Abfallwirtschaft beraten sie Kommunen und Unternehmen, erproben Sortier- und Recyclingverfahren und nutzen digitale Tools für ein vernetztes Wertstoffmanagement. Auch im Landschaftsschutz sind sie aktiv: Sie kartieren Ökoschäden, schlagen Renaturierungsmaßnahmen vor und dokumentieren alles in GIS- und Dokumentenmanagementsystemen. Ergebnisse ihrer Messreihen fließen direkt in Luftreinhaltepläne und Anlagenoptimierungen ein.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Umweltschutztechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.982 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Bundesland kannst du zwischen 4.094 € und 6.126 € verdienen. Tarifgebundene Großbetriebe zahlen oft mehr als kleine Ingenieurbüros.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Umweltschutztechniker/in?

Die Weiterbildung an der Fachschule dauert in Vollzeit meist zwei Jahre. Entscheidest du dich für eine Teilzeitvariante neben dem Job, musst du meist drei bis vier Jahre einplanen.

Ist der Beruf als Umweltschutztechniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf bringt einen gewissen körperlichen Einsatz mit sich. Du führst Messungen bei jedem Wetter im Gelände durch, hantierst mit Probenahmegeräten und arbeitest im Labor mit Chemikalien. Dafür brauchst du robuste Gesundheit, geschickte Hände und gutes räumliches Sehvermögen.

Wie sind die Berufsaussichten als Umweltschutztechniker/in?

Die Berufsaussichten als Umweltschutztechniker/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber langfristig schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass deine Konkurrenz sinkt. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Stellen werden schnell besetzt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Umweltschutztechniker/in?

Du solltest Recycling- und Wertstoffmanagement-Software sicher bedienen können und Messdaten in Dokumenten- oder Laborinformationssystemen verwalten. Nützlich sind auch Kenntnisse im Umgang mit Drohnen, Sensorik und LP-WAN-Netzwerken für vernetzte Umweltmessungen. Wearables oder mobile Apps helfen dir, Labor- und Wartungsprotokolle papierlos zu führen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Umweltschutztechniker/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Labor und Außeneinsatz an Anlagen oder Deponien. Du trägst Verantwortung für die Einhaltung zahlreicher Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften, leitest Mitarbeitende an und stehst häufig in Kontakt mit Behörden oder Kunden. Schutzkleidung ist Pflicht, weil du mit Chemikalien, lauten Maschinen oder heißen Anlagen arbeitest.

Kann man sich als Umweltschutztechniker/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Umweltschutztechniker/innen gründen ein eigenes Büro als Umweltberater/in oder arbeiten als freie Sachverständige und bieten Mess-, Gutachter- und Beratungsleistungen für Unternehmen und Kommunen an.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Umweltschutztechniker/innen?

Beliebte Aufbauschulungen befassen sich mit Umweltmanagement, Abfallwirtschaft, Gewässerschutz oder physikalischer Messtechnik. Solche Lehrgänge vertiefen Spezialgebiete und bereiten dich auf Führungs- oder Expertenaufgaben vor.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Umweltschutztechniker/in?

Mit Berufserfahrung kannst du eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Technischen Betriebswirt/in absolvieren und so in kaufmännische Leitungsfunktionen wechseln. Der Technikerabschluss eröffnet dir außerdem den Zugang zu einem Bachelorstudium in Umwelttechnik oder Abfall- und Entsorgungstechnik, was deine Chancen auf Projekt- oder Teamleitungspositionen weiter erhöht.

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