Phonotypist/Phonotypistin
Auch bekannt als: Audio typist (m/f)
Über den Beruf
Phonotypist/innen transkribieren gesprochene Aufzeichnungen rasch und fehlerfrei zu fertigen Schriftstücken. Am PC tippen sie Anwaltsbriefe, medizinische Befunde oder Forschungsberichte, nutzen Textverarbeitungs-, Tabellen- und Grafikprogramme und greifen bei Bedarf auf Spracherkennung oder Dokumentenmanagementsysteme zurück. Sie prüfen Rechtschreibung, Grammatik und Formatierung, fügen Serienbriefbausteine, Tabellen oder Grafiken ein und recherchieren fehlende Angaben. Routinekorrespondenz formulieren sie eigenständig aus Stichworten. Ist der Text fertig, speichern sie ihn nach Vorgabe ab, leiten ihn elektronisch weiter oder drucken ihn für die Unterschrift. Daneben organisieren sie Telefon- und E-Mail-verkehr, erstellen Dienstpläne, bestellen Büromaterial und halten Diktiergeräte sowie Headsets instand. Erfahrene Phonotypist/innen unterstützen neue Kolleginnen und Kollegen und sorgen dafür, dass jede Diktatminute zuverlässig als sauberer Text vorliegt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Auswahlkriterien des Bildungsanbieters
- I.d.R. Abschluss in einem Ausbildungsberuf im Bereich Telekommunikation oder abgeschlossene blindentechnische Grundrehabilitation oder Rehabilitationsvorbereitungslehrgang
- Zusätzlich Kenntnisse in einem Textverarbeitungsprogramm
- Alternativ Eignungsfeststellung in einer Arbeitserprobung
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Phonotypist/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.133 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.693 € und 4.687 €. Faktoren wie Branche, Unternehmensgröße und Tarifbindung wirken sich zusätzlich auf dein Einkommen aus.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Phonotypist/in?
Die Weiterbildung zur/zum Phonotypist/in dauert in Vollzeit meist 12 bis 24 Monate. Der genaue Umfang richtet sich nach dem Bildungsanbieter und deinem Vorwissen; Teilzeitmodelle verlängern die Dauer entsprechend.
Wie sind die Berufsaussichten als Phonotypist/in?
Die Berufsaussichten als Phonotypist/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind daher oft schnell besetzt. Wer seine Schreibgeschwindigkeit und Themenkenntnis stetig ausbaut, verbessert seine Chancen.
Welche digitalen Skills braucht man als Phonotypist/in?
Phonotypist/innen sollten sicher mit Dokumentenmanagementsystemen (DMS) umgehen können. Damit speicherst und verwaltest du Transkriptionen digital, teilst sie im Team und findest Texte blitzschnell wieder. Der Trend geht zudem zu KI-gestützten Tools, mit denen du Arbeitsabläufe weiter automatisierst – Grundkenntnisse darin verschaffen dir Pluspunkte.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Phonotypist/in?
Der Arbeitsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Schreibpool-Umgebungen ab. Du tippst nach Diktat, häufig mit Kopfhörern, und verbringst daher viel Zeit am Schreibtisch. Je nach Arbeitgeber kannst du teilweise auch im Homeoffice arbeiten.
Womit arbeitet man als Phonotypist/in?
Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören PC mit Textverarbeitungssoftware, Headset oder Kopfhörer sowie Diktiergeräte. Außerdem nutzt du Internetzugang, Videokonferenztools und Datenbanken, um Korrespondenzen, Berichte oder Tabellen zu bearbeiten. Unterlagen wie Textbausteinkataloge oder Dienstpläne stehen dir meist digital, gelegentlich auch in Aktenordnern zur Verfügung.
Kann man sich als Phonotypist/in selbständig machen?
Eine Selbstständigkeit ist für Phonotypist/innen möglich. Typisch sind Sekretariats- oder Büroservice-Angebote, etwa als Betreiber/in eines Schreib- oder Teleservice-Centers. Auch Franchise-Modelle im Büroservice sind denkbar; Informationen bieten u. a. der Bundesverband Sekretariat und Büromanagement (bSb) und der Handelsverband Büro und Schreibkultur (HBS).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Phonotypist/in?
Zur fachlichen Vertiefung bieten Bildungsanbieter Kurse in Korrespondenz, Bürokommunikation oder modernen Textverarbeitungsprogrammen an. So bleibst du bei Layout-Vorgaben, Sprachstilen und Softwarefunktionen auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Phonotypist/in?
Mit einer Aufstiegsweiterbildung kannst du in leitende Positionen aufrücken. Beliebt ist etwa die Prüfung zur/m Fachwirt/in für Büro- und Projektorganisation. Auch eine Weiterbildung zur/m Betriebswirt/in für Kommunikation und Büromanagement (Bachelor Professional) oder Business Administration eröffnet zusätzliche Karrierechancen, zum Beispiel in der Team- oder Abteilungsleitung.
