Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Hochschule) – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Hochschule)

Auch bekannt als: Pflegefachmann/-frau · Gesundheits- und Krankenpfleger/-schwesterRegistered general nurse (m/f)Registered nurse (m/f) ·

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Patientenzimmern von Krankenstationen · in Untersuchungs-, Behandlungs- und Pflegeräumen · in Patientenwohnungen (bei ambulanter Pflege) · in Büroräumen oder Stationszimmern · in Seminarräumen und Hörsälen
Offene Stellen24.586

Über den Beruf

Pflegefachleute beurteilen Gesundheitszustand und Unterstützungsbedarf von Menschen jeden Alters, planen den Pflegeprozess und setzen ihn um. Sie helfen bei Körperpflege und Mahlzeiten, leiten Bewegungs- und Atemübungen an und begleiten Sterbende würdevoll. In der Behandlungspflege messen sie Vitalwerte, versorgen Wunden, geben Medikamente und bereiten Patient/innen auf Operationen oder Röntgenuntersuchungen vor. Ergebnisse dokumentieren sie in elektronischen Patientenakten, besprechen sie mit Ärztinnen und Ärzten und passen Maßnahmen laufend an. Sie beraten Angehörige zu Prävention, Rehabilitation oder häuslicher Versorgung, evaluieren die Pflegequalität und entwickeln Leitfäden nach neuesten Forschungsergebnissen. Erkenntnisse aus Studien übertragen sie in konkrete Handlungsanweisungen für das Stationsteam.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.788 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.123 € und 5.480 €. In vielen Einrichtungen orientiert sich die Bezahlung an Tarifverträgen, sodass deine Stufe transparent nach Berufsjahren anwächst. Nacht-, Wochenend- oder Bereitschaftsdienste werden meist zusätzlich vergütet.

Ist der Beruf als Pflegefachmann/Pflegefachfrau körperlich anstrengend?

Ja – für die tägliche Arbeit brauchst du eine belastbare Wirbelsäule, kräftige Arme und Ausdauer. Du hebst oder lagerst Patient/innen um, arbeitest häufig in gebückter Haltung und bist über Stunden auf den Beinen. Auch der Kontakt mit infektiösen Personen verlangt robuste Gesundheit und konsequente Hygienepraxis.

Wie sind die Berufsaussichten als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Die Berufsaussichten als Pflegefachmann/Pflegefachfrau sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, offene Stellen zu besetzen – für dich bedeutet das hervorragende Chancen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge sorgen zusätzlich für freie Positionen.

Welche digitalen Skills braucht man als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Du solltest sicher mit elektronischen Patientenakten und Krankenhausinformationssystemen umgehen können. Kenntnisse in Telecare-Anwendungen, dem Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistenten (NIDA) sowie AAL-Assistenzsystemen erleichtern die Arbeit. Der Einsatz von Exoskeletten, Pflegerobotern oder smarten Implantaten gehört ebenfalls zu den Technologien, die du einschätzen und anleiten können solltest.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich, verlangt aber ein hohes Maß an Verantwortung und emotionaler Stärke. Du betreust kranke, alte, behinderte oder sterbende Menschen und musst dabei häufig zwischen Pflege, Dokumentation und Qualitätssicherung wechseln. Schweres Heben, Tragen und Arbeiten in Zwangshaltungen fordern deinen Körper zusätzlich.

Womit arbeitet man als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Zum Equipment gehören Beatmungs-, Absaug- und Inhalationsgeräte, Überwachungsmonitore sowie Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte. Du setzt Infusions- und Kathetersysteme, Verbandsmaterial und Hilfsmittel für die Körperpflege ein. Dokumentiert wird alles in Patientenakten, Pflegedokumentationen und Dienstplänen – heute meist digital.

Kann man sich als Pflegefachmann/Pflegefachfrau selbständig machen?

Das ist möglich: Viele Pflegefachleute gründen einen eigenen ambulanten Pflege- und Sozialdienst oder steigen als Franchise-Partner/in in bestehende Konzepte ein. Auch eine freiberufliche Tätigkeit, bei der du einzeln versorgst oder berätst, ist denkbar. Berufsverbände wie der DBfK oder der Katholische Pflegeverband unterstützen bei Planung und Finanzierung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Du kannst dich in Spezialgebieten wie Intensiv-, Wund- oder Palliativpflege, Pflegedokumentation, ambulante Pflege oder Case Management fortbilden. Lehrgänge im Gesundheits- oder Pflegemanagement bereiten auf koordinierende Aufgaben vor. Wer Forschung oder Lehre anstrebt, sammelt in entsprechenden Kursen und Projekten erste Erfahrungen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?

Mit einem Master in Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Gesundheitsmanagement oder Gerontologie kannst du Leitungsfunktionen wie Pflegedienstleitung oder Qualitätsmanagement übernehmen. Praxisanleiter/innen oder Pflegesachverständige koordinieren Aus- und Fortbildung bzw. Gutachten. Eine Promotion eröffnet dir den Weg in Forschung und Entwicklung; mit anschließender Habilitation sind auch Professuren an Hochschulen erreichbar.

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