Pflasterer/Pflasterin
Auch bekannt als: Steinsetzer/in
Über den Beruf
Pflasterer und Pflasterinnen ebnen Bauflächen, richten das Planum ein und bauen eine stabile Frostschutzschicht aus Schotter oder Mineralbeton. Auf Splitt, Sand oder Beton betten sie Groß-, Klein- und Mosaiksteine, ordnen Muster wie Bögen oder Rosetten an und verlegen Bord- sowie Einfasssteine. Reststücke schneiden sie mit Steinknacker oder Winkelschleifer exakt zu. Mit Rüttelplatten verdichten sie Belag und Untergrund, kehren Fugensand ein oder schlämmen Mörtel ein, bis die Fläche fest schließt. Auch Entwässerungsrinnen, Böschungssicherungen oder Wildpflaster an Bachläufen setzen sie nach Plan. Für jedes Projekt fordern sie Material und Maschinen an, richten Absperrungen ein und beachten strenge Arbeitsschutzvorgaben. Die fachgerechte Verdichtung schützt Wege, Einfahrten und Terrassen vor Setzungen und Frostschäden.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsgang erforderlich. Vorteilhaft kann jedoch eine Ausbildung im Straßen-, Tief- oder Garten- und Landschaftsbau sein.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Pflasterer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.484 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.909 € und 4.156 € verdienen. Region, Betriebsgröße und Auftragslage wirken sich zusätzlich auf dein Einkommen aus.
Wie sind die Berufsaussichten als Pflasterer/in?
Die Berufsaussichten als Pflasterer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was die langfristigen Chancen etwas bremst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pflasterer/in?
Der Job spielt sich vor allem im Freien auf Baustellen ab und umfasst den Einsatz von Baumaschinen ebenso wie anspruchsvolle Handarbeit. Du arbeitest häufig bei Kälte, Hitze oder Nässe, trägst Schutzkleidung und bist Lärm, Vibrationen sowie Zwangshaltungen ausgesetzt. Schweres Heben und Tragen gehört ebenfalls dazu.
Womit arbeitet man als Pflasterer/in?
Pflasterer/innen setzen schwere Geräte wie Radlader, Minibagger und Rüttelmaschinen ein. Für Feinarbeiten nutzt du Werkzeug – vom Pflasterhammer und Fäustel über Steinknacker bis zur Wasserwaage und zum Schnurgerüst. Verbrauchsmaterialien sind unter anderem Natur- und Betonsteine, Splitt, Sand, Zement und Fugensand.
Kann man sich als Pflasterer/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, zum Beispiel mit einem eigenen Straßenbau- oder Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Dafür brauchst du meist die Meisterqualifikation, um dich in die Handwerksrolle eintragen zu lassen. Unterstützung bieten etwa die BG BAU oder der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pflasterer/in?
Du kannst dich in spezialisierten Kursen zu Pflaster- oder Straßenbau, Beton- und Stahlbetonbau oder Vermessungstechnik fit machen. Lehrgänge zur Baumaschinenführung oder zum Garten- und Landschaftsbau erweitern dein Einsatzspektrum und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pflasterer/in?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich die Meisterprüfung zur/zum Straßenbauermeister/in (Bachelor Professional im Straßenbauer-Handwerk) an. Damit kannst du Baukolonnen leiten, die Ausbildung übernehmen oder einen eigenen Betrieb führen. Wer sich akademisch weiterentwickeln möchte, steigt über ein Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen in Planung oder Bauleitung auf.
