Ökonom/Ökonomin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ökonom/Ökonomin

Auch bekannt als: Wirtschaftswissenschaftler/in · Economist (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen2.038

Über den Beruf

Ökonomen und Ökonominnen analysieren betriebliche Kennzahlen und volkswirtschaftliche Trends, entwickeln Finanzpläne und beraten das Management bei strategischen Entscheidungen. Sie erstellen Bilanzen, Kostenrechnungen und Controlling-Reports, erkennen Abweichungen und schlagen Korrekturen vor. In Einkauf und Beschaffung bewerten sie Liefermärkte, verhandeln Konditionen und definieren Lagerbestände, um Kapitalbindung zu senken. Auch Marketing und Vertrieb zählen zu ihrem Feld: Sie erforschen Absatzmärkte, planen Werbemaßnahmen und kalkulieren Preise. Im Personalwesen ermitteln sie den Bedarf, koordinieren Weiterbildung und bewerten Arbeitsplätze. Für komplexe Fragestellungen nutzen sie statistische Methoden, Business-Intelligence-Tools und Prognosemodelle, etwa um Investitionen oder Absatzentwicklungen vorherzusagen. Viele übernehmen Projektverantwortung oder wirken in Forschung und Lehre mit, wenn neue ökonomische Modelle oder Unternehmenskonzepte getestet werden.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften erwartet. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig eine Promotion, z.B. zum Dr. phil., oder eine Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ökonom/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.764 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.271 € und {{entgeltQ75}} €. In Positionen mit Budgetverantwortung oder in tarifgebundenen Unternehmen können zusätzlich Boni und Erfolgsprämien hinzukommen.

Wie sind die Berufsaussichten als Ökonom/in?

Die Berufsaussichten als Ökonom/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch neue Jobs entstehen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Positionen werden daher schnell besetzt und die Konkurrenz ist höher. Auch die Konkurrenz unter Bewerbern steigt bis 2040, weil Arbeitgeber voraussichtlich leichter Personal finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ökonom/in?

Gefragt sind sichere Kenntnisse in Business-Intelligence-Systemen, ERP-Lösungen und Data-Warehouses. Du solltest Datenanalysen durchführen, Predictive-Analytics-Verfahren einsetzen und Dokumentenmanagementsysteme routiniert bedienen können. Immer häufiger kommen zudem KI-gestützte Dienste wie KIaaS oder KI-Agenten zum Einsatz, etwa für Kostenanalysen oder die Optimierung logistischer Prozesse.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ökonom/in?

Die Tätigkeit findet überwiegend in Büroräumen oder im Homeoffice statt und erfordert längere Phasen konzentrierter Bildschirmarbeit. Häufig übernimmst du Personalverantwortung, verwaltest hohe Budgetbeträge und stehst in direktem Kundenkontakt. Insgesamt bietet der Job klare Entscheidungswege und planbare Arbeitsstrukturen.

Womit arbeitet man als Ökonom/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Unterlagen wie Organisationsanalysen, Bilanzen, Finanzierungspläne und Statistiken, die du auswertest und präsentierst. Technisch nutzt du einen PC mit Internetzugang, Präsentationssoftware und Telefon, um Auswertungen zu erstellen und Ergebnisse vorzustellen.

Kann man sich als Ökonom/in selbständig machen?

Ja, viele Ökonomen/innen gründen eine eigene Unternehmens- oder Wirtschaftsberatung und arbeiten freiberuflich als wirtschaftswissenschaftliche Berater/innen. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind dabei Fachkompetenz, ein belastbares Kundennetzwerk und unternehmerisches Geschick.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Ökonomen/innen?

Fachspezifische Seminare in Management, Unternehmensführung, Marketing, Personalwesen oder Finanz- und Rechnungswesen erweitern dein Profil. Kurse in Vertrieb oder betrieblicher Organisation können dir helfen, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen und dein Gehalt zu steigern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ökonom/in?

Ein typischer Karriereschritt ist die Zusatzqualifikation zur/zum Wirtschaftsprüfer/in, die den Zugang zu hoch dotierten Prüf- und Beratungsaufträgen eröffnet. Wer sich akademisch weiterentwickeln möchte, kann in Wirtschaftswissenschaften oder Sozialökonomie promovieren und sich habilitieren, um Professuren oder leitende Forschungspositionen zu erreichen. In Unternehmen führen Promotion oder langjährige Erfahrung oft in Führungsrollen wie Controlling-Leitung oder Geschäftsführung.

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