Wirtschaftswissenschaften (Bachelor)
Auch bekannt als: Ökonom/in · Wirtschaftswissenschaftler/in · Economist (m/f)
Über den Beruf
Ökonomen und Ökonominnen analysieren betriebliche Kennzahlen und volkswirtschaftliche Trends, entwickeln Finanzpläne und beraten das Management bei strategischen Entscheidungen. Sie erstellen Bilanzen, Kostenrechnungen und Controlling-Reports, erkennen Abweichungen und schlagen Korrekturen vor. In Einkauf und Beschaffung bewerten sie Liefermärkte, verhandeln Konditionen und definieren Lagerbestände, um Kapitalbindung zu senken. Auch Marketing und Vertrieb zählen zu ihrem Feld: Sie erforschen Absatzmärkte, planen Werbemaßnahmen und kalkulieren Preise. Im Personalwesen ermitteln sie den Bedarf, koordinieren Weiterbildung und bewerten Arbeitsplätze. Für komplexe Fragestellungen nutzen sie statistische Methoden, Business-Intelligence-Tools und Prognosemodelle, etwa um Investitionen oder Absatzentwicklungen vorherzusagen. Viele übernehmen Projektverantwortung oder wirken in Forschung und Lehre mit, wenn neue ökonomische Modelle oder Unternehmenskonzepte getestet werden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge715
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Wirtschaftswissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.764 € brutto im Monat. Je nach Branche, Erfahrung und Region können bereits Einstiegsgehälter ab etwa 5.271 € aufwärts erzielt werden.
Wie lange dauert das Wirtschaftswissenschaften-Studium?
Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule sechs bis acht Semester, also rund 3–4 Jahre. Praktika oder ein Auslandssemester können die Studiendauer zusätzlich verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für Wirtschaftswissenschaften?
Wirtschaft/Recht, Mathematik, Englisch und Deutsch geben dir eine gute Grundlage für das Studium.
Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftswissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Allerdings ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerbern ist höher. Bis 2040 dürfte dieser Konkurrenzdruck weiter zunehmen.
Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftswissenschaftler/in?
Gefragt sind Kenntnisse in Business-Intelligence-Tools, ERP-Systemen und Data-Warehouse-Lösungen. Auch Datenanalyse, Predictive Analytics sowie der Einsatz von KI-Plattformen und KI-Agenten spielen eine immer größere Rolle.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftswissenschaftler/in?
Du arbeitest überwiegend in Büro- und Besprechungsräumen oder im Homeoffice, meist vor dem Bildschirm. Verantwortung für Mitarbeiter/innen, Budget- und Sachwerte sowie regelmäßiger Kundenkontakt gehören oft zum Alltag.
Kann man sich als Wirtschaftswissenschaftler/in selbständig machen?
Ja, viele Absolvent/innen gründen eine eigene Unternehmensberatung oder arbeiten freiberuflich als wirtschaftswissenschaftliche Berater/innen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Wirtschaftswissenschaftler/innen?
Sinnvolle Fortbildungen reichen von Management, Unternehmensführung und Marketing bis zu Personalwesen oder Finanz- und Rechnungswesen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftswissenschaftler/in?
Ein Masterstudium in Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Sozialökonomie oder Business Administration öffnet die Tür zu Führungspositionen. Mit einer Promotion kannst du in die Forschung wechseln oder dich für höhere Managementaufgaben empfehlen; für eine Professur ist meist zusätzlich eine Habilitation nötig. Als praxisnahe Aufstiegsweiterbildung kommt zum Beispiel der Titel Wirtschaftsprüfer/in in Frage.
