Notar/Notarin
Auch bekannt als: Notary (m/f)
Über den Beruf
Notare und Notarinnen beurkunden Verträge, beglaubigen Unterschriften und halten Willenserklärungen rechtssicher fest. Sie ermitteln in Gesprächen den Sachverhalt, entwerfen Urkunden für Grundstückskäufe, Eheverträge, Testamente oder Gesellschaftsgründungen und erläutern den Beteiligten deren Folgen. Nach der Unterzeichnung veranlassen sie Grundbuch- und Handelsregistereinträge, holen Genehmigungen ein und überwachen die gesamte Abwicklung. Sie verwahren Testamente, führen Treuhandschaften, übernehmen Testamentsvollstreckungen und schlichten Streit mittels Mediation. Digitale Grundbuch- und Dokumentenmanagementsysteme unterstützen sie beim Recherchieren, Protokollieren und Fristenmanagement. Auch die Aus- und Weiterbildung des Kanzleipersonals liegt oft in ihrer Hand. Ein Auftrag gilt erst als abgeschlossen, wenn alle Einträge erfolgt und die Urkunden archiviert sind.
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Häufige Fragen
Was verdient man als Notar/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.215 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter starten bei rund 5.156 €; eine verlässliche obere Spanne lässt sich derzeit nicht angeben, weil zu wenig Vergleichsdaten vorliegen. Kanzleigröße, Bundesland und dein Mandatsvolumen wirken sich zusätzlich auf dein Einkommen aus.
Wie sind die Berufsaussichten als Notar/in?
Die Berufsaussichten als Notar/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass du dich auf ein enges Kandidatenfeld einstellen musst. Zusätzliche Spezialisierungen können helfen, sich von Mitbewerbern abzuheben.
Welche digitalen Skills braucht man als Notar/in?
Im Notariat kommen immer mehr spezialisierte Softwarelösungen zum Einsatz. Du solltest sicher mit dem Digitalen Grundbuch, Dokumentenmanagementsystemen und E-Akten umgehen können und keine Scheu vor Legal-Tech-Anwendungen oder Compliance-Management-Systemen haben. Kenntnisse in Robotic Process Automation oder Text-Mining verschaffen dir einen Vorsprung, wenn es um die Automatisierung von Routineaufgaben geht.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Notar/in?
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm und in Besprechungsräumen statt und erfordert intensiven Kundenkontakt sowie den sorgfältigen Umgang mit Vermögenswerten. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende, musst zahlreiche rechtliche Vorgaben einhalten und gleichzeitig präzise Urkunden erstellen. Fristen, formelle Abläufe und Detailarbeit prägen daher den Arbeitsalltag.
Womit arbeitet man als Notar/in?
Notare und Notarinnen arbeiten mit juristischen Datenbanken, elektronischen Akten und umfangreichen Gesetzestexten. Neben PC, Internetzugang und Telefon gehören Urkundenrolle, Verwahrungs- und Massenbuch sowie Fachliteratur zu deinem täglichen Handwerkszeug. Für Recherchen nutzt du digitale Recherche- und Datenverwaltungssysteme.
Kann man sich als Notar/in selbständig machen?
Viele Notare und Notarinnen führen ein eigenes Notariat. In Ländern wie Bayern oder Brandenburg übst du das Amt ausschließlich als Notar/in aus, in anderen – etwa Berlin oder Hessen – lässt es sich mit einer Anwaltskanzlei verbinden. Die Ernennung erfolgt stets durch das jeweilige Landesjustizministerium, wodurch die Selbständigkeit an klare rechtliche Rahmenbedingungen geknüpft ist.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Notar/in?
Juristische Fachlehrgänge in Handels- und Gesellschaftsrecht, Vertrags- oder Insolvenzrecht halten dein Wissen aktuell. Du kannst außerdem Seminare zu Zwangsvollstreckungs-, Zivilprozess- oder Bürgerlichem Recht besuchen, um dich auf bestimmte Mandate zu spezialisieren. Solche Fortbildungen stärken deine Beratungskompetenz und verbessern deine Position im Markt.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Notar/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über akademische Qualifikationen. Eine Promotion in Rechtswissenschaft, Öffentlichem Recht oder Wirtschaftsrecht öffnet dir den Weg in Forschung, Hochschullehre oder leitende Funktionen in größeren Kanzleien. Wer danach habilitiert, kann sich zudem für eine Professur an der Universität empfehlen.
