Naturwerksteinmechaniker/Naturwerksteinmechanikerin Fachrichtung Schleiftechnik
Auch bekannt als: Stone mason (m/f) working in natural stone - specialising in grinding technology
Über den Beruf
Naturwerksteinmechaniker/innen der Fachrichtung Schleiftechnik schleifen und polieren Platten, Fliesen oder maßgefertigte Arbeitsplatten aus Granit, Marmor und anderen Natursteinen. Sie prüfen Rohblöcke auf Risse und Farbe, positionieren die tonnenschweren Stücke mit Kran oder Gabelstapler und richten sie für die Bearbeitung ein. Mit CNC-gesteuerten Schleif- und Poliermaschinen, Handwerkzeugen oder Lasergeräten bearbeiten sie Flächen, Kanten und Profile, erzeugen Schriftzüge, Ornamente oder besondere Oberflächeneffekte. Beschädigte Steine bessern sie aus, setzen Vierungen ein und passen die Oberflächen an. Während des gesamten Prozesses erfassen sie Produktionsdaten, überwachen die Maschinen und beheben Störungen. Abschließend kontrollieren sie Maßhaltigkeit und Glanz, verpacken die fertigen Bauteile oder montieren sie direkt beim Kunden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Naturwerksteinmechaniker/in?
Naturwerksteinmechaniker/innen verdienen typischerweise 3.637 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betrieb und Region kann das Einkommen zwischen 3.062 € und 4.268 € liegen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei überdurchschnittlichen Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du sie in Absprache mit Betrieb und Berufsschule verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Naturwerksteinmechaniker/innen?
Mathematik sowie Werken/Technik sind besonders hilfreich. Mathe brauchst du zum Beispiel, um Flächen und Versätze zu berechnen, während dir Werken/Technik den Umgang mit Schleif- und Poliermaschinen erleichtert.
Ist der Beruf als Naturwerksteinmechaniker/in körperlich anstrengend?
Ja, die Arbeit ist körperlich fordernd. Du hebst zum Teil schwere Werkstücke, arbeitest mit vibrierenden Handmaschinen und stehst oft lange in gebückter Haltung, zudem brauchst du ein gutes Farbsehvermögen, um Steine richtig auszuwählen.
Wie sind die Berufsaussichten als Naturwerksteinmechaniker/in?
Die Berufsaussichten als Naturwerksteinmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Vorteil für Bewerber/innen. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Chancen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 etwas, was das positive Bild leicht relativiert.
Welche digitalen Skills braucht man als Naturwerksteinmechaniker/in?
Digitale Technologien spielen in der Steinbearbeitung eine immer größere Rolle. Du solltest sicher mit CNC- und CAM-Systemen umgehen können, 3-D-Laserscans auswerten und Produktionsdaten in Echtzeit über Apps oder MDE-Systeme überwachen. Augmented-Reality-Hilfen und Industrieroboter können ebenfalls Teil deines Arbeitsalltags sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Naturwerksteinmechaniker/in?
Schutzhelm, Brille und Sicherheitsschuhe sind Pflicht, und beim Schleifen oder Polieren können Gerüche von Schleif- und Imprägniermitteln auftreten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Naturwerksteinmechaniker/in?
Du kannst dich in Lehrgängen zur Natur- und Kunststeinverarbeitung, zur Maschinen- und Anlagenüberwachung oder in NC-/CNC-Technik spezialisieren. Solche Kurse vertiefen dein Know-how und machen dich für anspruchsvollere Aufgaben oder neue Einsatzfelder fit.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Naturwerksteinmechaniker/in?
Mit Berufserfahrung kommt die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Naturwerkstein infrage, über die du Führungsaufgaben in der Produktion übernehmen kannst. Eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Steintechnik (Bachelor Professional in Technik) eröffnet Chancen in Planung und Qualitätsmanagement.
