Naturwerksteinmechaniker/Naturwerksteinmechanikerin Fachrichtung Maschinenbearbeitungstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Naturwerksteinmechaniker/Naturwerksteinmechanikerin Fachrichtung Maschinenbearbeitungstechnik

Auch bekannt als: Stone mason (m/f) working in natural stone - specialising in machine processing technology

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Maschinen- bzw. Produktionshallen · in Werkstätten · auf Baustellen · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze47

Über den Beruf

Naturwerksteinmechaniker/innen der Fachrichtung Maschinenbearbeitungstechnik schneiden, fräsen und polieren Naturstein zu Platten, Fliesen oder massiven Bauteilen. Sie wählen Rohblöcke nach Farbe, Textur und Rissfreiheit aus, transportieren die tonnenschweren Stücke mit Kränen oder Gabelstaplern zur Anlage und spannen sie sicher ein. An CNC-gesteuerten Säge- und Fräsmaschinen richten sie Werkzeuge ein, übernehmen CAD/CAM-Daten, geben Bearbeitungsparameter ein und überwachen den gesamten Ablauf. Während der Bearbeitung wechseln sie Werkzeuge, korrigieren Einstellungen und erfassen Produktionsdaten. Mit handgeführten Schleifern und Polierern veredeln sie Kanten, bringen Rundungen an oder bohren Aussparungen für Armaturen und Befestigungen. Abschließend prüfen sie Maße, Oberflächen und Farbgleichheit, sortieren fehlerhafte Stücke aus und bereiten tadellose Ware für den Versand vor. Regelmäßige Wartung und schnelle Fehlerbehebung halten Maschinen und Werkzeuge betriebsbereit.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Naturwerksteinmechaniker/Naturwerksteinmechanikerin Fachrichtung MaschinenbearbeitungstechnikAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Naturwerksteinmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.637 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region oder Tarifvertrag kannst du zwischen 3.062 € und 4.268 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Naturwerksteinmechaniker/in?

Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. In Absprache mit Betrieb und Berufsschule lässt sie sich bei guten Leistungen manchmal verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Naturwerksteinmechaniker/innen?

Mathematik und Werken/Technik stehen bei Betrieben besonders hoch im Kurs. Mathe brauchst du für Flächen-, Volumen- und Gewichtsberechnungen, während dir Werken oder Technik den Umgang mit Maschinen und CAD-Zeichnungen erleichtert.

Ist der Beruf als Naturwerksteinmechaniker/in körperlich anstrengend?

Ja, der Umgang mit schweren Steinplatten und Maschinen fordert den ganzen Körper. Du brauchst kräftige Arme, Hände und einen belastbaren Rücken ebenso wie Ausdauer für längeres Arbeiten in lärm- und staubbelasteter Umgebung. Auch ein gutes Farbsehvermögen sowie gesunde Haut und Atemwege sind wichtig, weil du regelmäßig mit Schleifmitteln, Steinstaub und Chemikalien in Kontakt kommst.

Wie sind die Berufsaussichten als Naturwerksteinmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Naturwerksteinmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft lange unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, sodass das Angebot an Stellen langfristig leicht zurückgehen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Naturwerksteinmechaniker/in?

Im modernen Steinwerk arbeitest du mit digital vernetzten Produktionssystemen. Du richtest CNC- und CAM-Anlagen ein, nutzt Echtzeitdatensysteme zur Prozessüberwachung und kannst mit Cobots oder AR-Brillen Wartungen unterstützen. Wer solche Tools sicher beherrscht, hat bei Betrieben einen klaren Pluspunkt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Naturwerksteinmechaniker/in?

Du trägst Schutzkleidung, musst mit Staub, Lärm, Vibrationen und gelegentlichem schwerem Heben umgehen und bist oft im Team unterwegs, wenn tonnenschwere Rohblöcke bewegt werden. Dadurch sind Unfallprävention und das konsequente Einhalten von Sicherheitsregeln fester Teil des Arbeitsalltags.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Naturwerksteinmechaniker/in?

Lehrgänge zu CNC-Programmierung, Maschinen- und Anlagenüberwachung oder zur Natur- und Kunststeinverarbeitung vertiefen dein Fachwissen und halten dich technisch auf dem neuesten Stand. Solche Kurse helfen dir, verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen oder dich auf spezielle Bearbeitungstechniken zu konzentrieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Naturwerksteinmechaniker/in?

Ein nächster Schritt ist die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Naturwerkstein, mit der du Produktionsabläufe koordinierst und Mitarbeiter führst. Ebenfalls beliebt ist die Weiterbildung zum/zur Techniker/in Fachrichtung Steintechnik (Bachelor Professional in Technik), die dich in Planung und Entwicklung bringt. Mit einem anschließenden Bachelorstudium, etwa in Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen, kannst du schließlich in das technische Management oder die Fertigungsorganisation aufsteigen.

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