Motologe/Motologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Motologe/Motologin

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büroräumen · in Sporthallen oder Gymnastikräumen · in Unterrichtsräumen und Hörsälen
Offene Stellen5

Über den Beruf

Motologen und Motologinnen fördern über gezielte Bewegungsarbeit die körperliche, seelische und soziale Entwicklung ihrer Klienten. Zunächst wählen sie Testverfahren aus, analysieren Wahrnehmung, Motorik und Verhalten und erstellen individuelle Förderpläne. Sie setzen neuro-, senso-, psycho- und sportmotorische Übungen praktisch um, erklären Bewegungen und geben Hilfestellung. Eltern, Angehörige und Fachkollegen werden beraten, Maßnahmen im Team abgestimmt und Gutachten erstellt. In größeren Einrichtungen leiten sie bewegungs- und körpertherapeutische Abteilungen. In der Forschung untersuchen sie Zusammenhänge von Bewegung, Persönlichkeit und Umwelt, entwickeln Konzepte und veröffentlichen Ergebnisse. Viele lehren zudem an Hochschulen und betreuen Studierende. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten oder chronischen Erkrankungen bis diese wieder sicher handeln können.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Motologe/Motologin?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.632 € und 76.980 € pro Jahr. Dein tatsächliches Einkommen variiert je nach Träger, Region und Verantwortung – Leitungsaufgaben oder Forschungsprojekte werden meist besser vergütet als Einstiegspositionen.

Ist der Beruf als Motologe/Motologin körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine gute Bewegungskoordination sowie funktionsfähige Arme und Hände, weil viele Übungen vorgemacht oder angeleitet werden. Du bist zwar nicht dauerhaft in Hochleistung, musst aber jederzeit sicher greifen, stützen und dich fließend bewegen können.

Wie sind die Berufsaussichten als Motologe/Motologin?

Die Berufsaussichten als Motologe/Motologin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das verschafft Bewerber/innen Vorteile. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig finden Arbeitgeber jedoch leichter Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 leicht zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Motologe/Motologin?

Motologen und Motologinnen nutzen Praxisverwaltungssysteme, Dokumentenmanagementsysteme und die elektronische Patientenakte. Wenn du diese Software sicher beherrschst, dokumentierst du Befunde effizient und behältst Termine sowie Behandlungspläne im Blick.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Motologe/Motologin?

Du trägst Verantwortung für Kinder, ältere Menschen oder Patient/innen mit Behinderungen und musst auch in emotional belastenden Situationen professionell bleiben. Regelmäßige Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben gehören ebenso dazu wie das Anleiten von Bewegungsübungen in Hallen oder Schwimmbädern.

Womit arbeitet man als Motologe/Motologin?

Zum Equipment gehören Gymnastik-, Sport- und Spielgeräte, psychomotorische Spiele sowie Tonwiedergabegeräte. Außerdem nutzt du standardisierte Tests, Patientenakten und PC-Arbeitsplätze, um Behandlungspläne zu erstellen und Fortschritte festzuhalten.

Kann man sich als Motologe/Motologin selbständig machen?

Ja, Motologen und Motologinnen können sich freiberuflich mit einer eigenen Praxis niederlassen. Dabei bist du nicht nur Therapeut/in, sondern kümmerst dich auch um Akquise, Abrechnung und Praxisorganisation.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Motologe/Motologin?

Möglichkeiten reichen von Aufbauschulungen in Psychomotorik, Sensomotorik oder Motopädie bis hin zu Kursen in Heil- und Sonderpädagogik oder Gesundheitsförderung. Solche Weiterbildungen vertiefen deine Fachkenntnisse und eröffnen dir neue Einsatzfelder etwa in Prävention oder speziellen Psychotherapieverfahren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Motologe/Motologin?

Ein Master in Heilpädagogik, Tanz- und Bewegungstherapie oder Gesundheitssport eröffnet dir den Weg zu Leitungsfunktionen in Therapie- und Beratungseinrichtungen. Für eine wissenschaftliche Karriere an Hochschulen ist meist eine Promotion erforderlich; eine Habilitation qualifiziert dich anschließend für eine Professur.

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