Motologie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Motologie (Master)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büroräumen · in Sporthallen oder Gymnastikräumen · in Unterrichtsräumen und Hörsälen
Studiengänge2

Über den Beruf

Motologen und Motologinnen fördern über gezielte Bewegungsarbeit die körperliche, seelische und soziale Entwicklung ihrer Klienten. Zunächst wählen sie Testverfahren aus, analysieren Wahrnehmung, Motorik und Verhalten und erstellen individuelle Förderpläne. Sie setzen neuro-, senso-, psycho- und sportmotorische Übungen praktisch um, erklären Bewegungen und geben Hilfestellung. Eltern, Angehörige und Fachkollegen werden beraten, Maßnahmen im Team abgestimmt und Gutachten erstellt. In größeren Einrichtungen leiten sie bewegungs- und körpertherapeutische Abteilungen. In der Forschung untersuchen sie Zusammenhänge von Bewegung, Persönlichkeit und Umwelt, entwickeln Konzepte und veröffentlichen Ergebnisse. Viele lehren zudem an Hochschulen und betreuen Studierende. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten oder chronischen Erkrankungen bis diese wieder sicher handeln können.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss
  • Meist grundständiges Studium z.B. in Ergo- oder Physiotherapie, Gesundheitssport, Pädagogik, Erziehungswissenschaft oder Psychologie
  • Ggf. Kenntnisse im bewegungswissenschaftlichen oder körpertherapeutischen Bereich nachweisen, als Hochschulqualifikation und nicht als Zusatzausbildung
  • Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Passende Studiengänge2

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Motologe/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 61.632 € und 76.980 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, zusätzlichen Qualifikationen oder einer Leitungsfunktion kannst du dich eher an das obere Ende der Spanne herantasten.

Ist der Beruf als Motologe/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute Bewegungskoordination sowie funktionsfähige Arme und Hände, weil viele Übungen praktisch vorgeführt und begleitet werden. Du musst also Bewegungsabläufe sauber demonstrieren können und Patient/innen aktiv unterstützen, ohne dabei Hochleistungssport zu betreiben.

Wie sind die Berufsaussichten als Motologe/in?

Die Berufsaussichten als Motologe/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig finden Arbeitgeber allerdings leichter Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 etwas zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Motologe/in?

Der sichere Umgang mit digitalen Praxis- und Dokumentationssystemen ist Pflicht. Du solltest Dokumentenmanagementsysteme, elektronische Patientenakten und Praxisverwaltungssysteme souverän nutzen, um Befunde festzuhalten, Therapieschritte auszuwerten und Termine oder Abrechnungen zu organisieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Motologe/in?

Motologen/innen tragen hohe Verantwortung, weil sie therapeutisch mit Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen und Personen mit Behinderungen arbeiten. Der Arbeitsalltag wechselt zwischen bewegungsorientierten Einheiten in Sport- oder Therapieräumen und Bildschirmarbeit für Dokumentation sowie Planung. Gefühlsbelastende Situationen können auftreten, etwa in Krisengesprächen, weshalb Belastbarkeit und Empathie wichtig sind.

Womit arbeitet man als Motologe/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Sport- und Spielgeräte wie Bälle, Balancebretter oder Reifen sowie Tonwiedergabegeräte für Rhythmikübungen. Außerdem nutzt du standardisierte Tests, Patientenakten, Behandlungspläne sowie PC und Internetzugang zur Dokumentation und Konzeptarbeit.

Kann man sich als Motologe/in selbständig machen?

Ja, Motologen/innen können freiberuflich arbeiten und beispielsweise eine eigene Praxis eröffnen. Damit übernimmst du nicht nur die therapeutische Arbeit, sondern auch betriebswirtschaftliche Aufgaben wie Akquise, Abrechnung und Praxisorganisation.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Motologe/in?

Nach dem Master kannst du dich in Fachkursen spezialisieren, etwa in Psychomotorik, Sensomotorik oder Motopädie. Weitere Optionen reichen von Körperarbeit mit Kindern über Heil- und Sonderpädagogik bis zu Trainings in Gesundheitsförderung oder speziellen Psychotherapieverfahren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Motologe/in?

Ein typischer Karriereweg führt über eine Promotion, beispielsweise in Heilpädagogik, Tanz- und Bewegungstherapie oder Gesundheitssport, wodurch du Zugang zu Forschung und Hochschullehre erhältst. Auf eine Promotion kann eine Habilitation folgen, die für eine Professur erforderlich ist. Alternativ kannst du leitende Positionen in Therapiezentren übernehmen und größere Abteilungen organisatorisch verantworten.

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