Messebauer/Messebauerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Messebauer/Messebauerin

Auch bekannt als: Messemonteur/in

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Messe-, Kongress- und Veranstaltungshallen · in Werkstätten und Werkhallen · in Lagerräumen
Offene Stellen274

Über den Beruf

Messebauer/innen planen, fertigen und montieren Messe- und Ausstellungsstände. Auf Basis von Kundenwünschen, Hallenplänen und Designvorgaben entwickeln sie komplette Standkonzepte, wählen Beleuchtungs- und Medientechnik aus und kalkulieren das nötige Material. In der Werkstatt bearbeiten sie Holz, Metall oder Kunststoffe: sägen, fräsen, schleifen und lackieren Paneele, Theken oder Vitrinen und produzieren Beschriftungen im Digitaldruck. Anschließend organisieren sie den Transport, bauen die Konstruktionen vor Ort auf, verlegen Bodenbeläge, richten Stromversorgung und Licht ein und testen Bild- oder Tonanlagen. Logos und Grafiken platzieren sie millimetergenau, damit Produkte optimal wirken. Nach Messeschluss demontieren sie den Stand, prüfen Bauteile auf Schäden, reparieren sie bei Bedarf und verpacken alles für Lagerung oder nächste Tour.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für diese Tätigkeit wird oft eine Ausbildung im Tischlerhandwerk vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Messebauer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.213 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.768 € und 3.704 €. Tarifbindung, Auslands­einsätze oder Nacht- und Wochenendzuschläge können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie sind die Berufsaussichten als Messebauer/in?

Die Berufsaussichten als Messebauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass langfristig etwas weniger Arbeitsplätze vorhanden sein könnten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Messebauer/in?

Messebauer/innen arbeiten häufig in lauten Werkstätten, Messehallen und auf wechselnden Baustellen. Sie bedienen Sägen, Hobel- oder Bohrmaschinen, tragen Schutzkleidung und müssen oft abends, nachts oder am Wochenende arbeiten. Teamarbeit, Zwangshaltungen und regelmäßige Reisen gehören ebenfalls zum Alltag.

Womit arbeitet man als Messebauer/in?

Zum Werkzeugkoffer gehören Säge-, Schleif- und Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Tacker sowie Schrauben und Winkel. Als Materialien nutzt du Holz, Aluminiumprofile, Kunststoffe, Leime und Lacke, ergänzt durch Licht-, Ton- und Video­technik. Planunterlagen wie Standkonzepte, Designvorgaben und Hallenpläne begleiten jede Baustelle.

Kann man sich als Messebauer/in selbständig machen?

Eine Selbstständigkeit ist möglich. Nach bestandener Meisterprüfung kannst du dich als Tischlermeister/in in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Tischlerei- oder Schreinereibetrieb gründen. Alternativ bietet sich ein spezialisiertes Messebau- oder Ladenbauunternehmen an, wenn du genug Kapital und Projektmanagementerfahrung mitbringst.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Messebauer/in?

Du kannst dich in Fachkursen zu Holzbau und Holzschutz, Kunststoffkunde, Licht- und Beleuchtungstechnik oder Normen der Elektrosicherheit spezialisieren. Solche Lehrgänge werden oft von Handwerkskammern oder Fachverbänden angeboten und dauern wenige Tage bis mehrere Wochen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Messebauer/in?

Zum Aufstieg bieten sich Meister- und Technikerabschlüsse an. Mit einer Weiterbildung zum/zur Tischlermeister/in oder zum/zur Techniker/in für Holztechnik (Möbelbau und Raumgestaltung) übernimmst du leitende Aufgaben in Werkstatt oder Montage. Wer sich stärker auf Gestaltung und Konzeptentwicklung konzentrieren möchte, kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Innenarchitektur absolvieren und so komplette Messeprojekte verantworten.

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