Mechatroniker/Mechatronikerin
Auch bekannt als: Polymechaniker/in · Mechatronics fitter (m/f)
Über den Beruf
Mechatroniker/innen montieren aus Zahnrädern, Leiterplatten und Software komplette Produktionsanlagen. Sie lesen Schalt- und Konstruktionspläne, fertigen mechanische Bauteile, verdrahten Sensoren und Aktoren und verbinden alles zu Robotern, Verpackungsmaschinen oder vernetzten Fertigungsstraßen. Anschließend spielen sie Steuerprogramme auf, richten Netzwerke und Bussysteme ein und justieren Mess-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen. Mit Multimetern und Diagnosesoftware prüfen sie Spannung, Signale und Systemparameter, führen Probeläufe durch und dokumentieren die Ergebnisse, bevor sie das System an das Bedienpersonal übergeben. Treten Störungen auf, suchen sie per Echtzeitdatenanalyse oder Handmessgerät nach der Ursache, wechseln defekte Komponenten aus und passen Software oder Parameter an. Auch Umbauten gehören dazu, etwa wenn eine Anlage auf ein neues Produkt oder einen energiesparenden Antrieb umgestellt wird.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Zum Teil Mindestalter von 16 Jahren
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Mechatroniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.931 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.265 € und 4.711 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Mechatroniker/in?
Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du rund 1.110 € brutto im Monat, im zweiten etwa 1.206 € und im dritten 1.336 €. Im vierten Lehrjahr steigt die Vergütung auf ungefähr 1.405 €, insgesamt liegt der Durchschnitt bei 1.248 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Mechatroniker/in?
Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Während dieser Zeit wechseln sich Unterricht in der Berufsschule und praktische Einsätze im Betrieb ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Mechatroniker/innen?
Mathematik, Informatik, Physik und Werken/Technik zählen zu den Kernfächern. Sie helfen dir, Messwerte zu berechnen, Steuerungen zu verstehen und Bauteile fachgerecht herzustellen.
Ist der Beruf als Mechatroniker/in körperlich anstrengend?
Ja, der Job erfordert oft Arbeiten in unbequemen Haltungen, über Kopf oder auf Leitern. Belastbare Arme, eine kräftige Wirbelsäule, Schwindelfreiheit und sicheres Farbsehen sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Mechatroniker/in?
Die Berufsaussichten als Mechatroniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt bis 2040 weiter ab, Arbeitgeber müssen also länger suchen. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Mechatroniker/in?
Du solltest sicher mit CAM-Software und Echtzeitdatensystemen umgehen können, um Steuerungen zu programmieren und Produktionsdaten auszuwerten. Kenntnisse in 3-D-Druck, der Wartung von Cobots sowie der Nutzung von Augmented-Reality-Anwendungen für Servicearbeiten runden das Profil ab.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Mechatroniker/innen?
Fachkurse in Robotik, SPS-Programmierung oder CAM/CIM-Technik erweitern dein Know-how. Ebenso gefragt sind Trainings zu Automatisierungstechnik, elektrischer Mess- und Regelungstechnik oder zu Sicherheitsnormen in Anlagen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Mechatroniker/in?
Mit Berufserfahrung kannst du eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Industriemeister/in Mechatronik oder zum/zur Techniker/in – Mechatronik bzw. Maschinentechnik (Automatisierungstechnik) absolvieren. Auch Spezialisierungen wie Spezialist/in Industrie 4.0 oder Berufsspezialist/in Industrielle Transformation eröffnen Wege in Leitungsfunktionen.
