Geprüfter Berufsspezialist für Industrielle Transformation (gewerblich-technisch)/Geprüfte Berufsspezialistin für Industrielle Transformation (gewerblich-technisch) – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Berufsspezialist für Industrielle Transformation (gewerblich-technisch)/Geprüfte Berufsspezialistin für Industrielle Transformation (gewerblich-technisch)

Auch bekannt als: Occupational specialist (m/f) for industrial transformation (commercial-technical)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Produktionshallen in der Fertigung bzw. in Werkstätten · in Büroräumen
Dauerca. 12 Monate (Teilzeit)
Offene Stellen825

Über den Beruf

Berufsspezialisten und Berufsspezialistinnen für Industrielle Transformation analysieren Fertigungsprozesse und decken Digitalisierungspotenziale auf. Dafür erfassen sie Produktionsabläufe, vernetzen Maschinen und rüsten Anlagen mit Sensorik sowie Embedded Systems nach. Sie programmieren oder erweitern SPS-Steuerungen, um Maschinendaten zu sammeln, auszuwerten und für die Prozesssteuerung bereitzustellen. Erkenntnisse aus Data Analytics, Machine Learning und dem Industrial Internet of Things übertragen sie in Konzepte, die sie gemeinsam mit dem Management realisieren. Treten Störungen oder Qualitätsprobleme auf, prüfen sie die Daten, leiten Verbesserungsmaßnahmen ab und begleiten deren Umsetzung. Dabei setzen sie agile Projekt- und Change-Management-Methoden ein, dokumentieren neue Abläufe und schulen Mitarbeitende im Umgang mit den Systemen. So verwandeln sie klassische Fertigungslinien in flexible, datengesteuerte Produktionssysteme.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Berufsspezialist/in
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und Handelskammern.
Dauerca. 12 Monate (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen4
  • Abschlussprüfung in einem anerkannten, für einen Industriebetrieb typischen, gewerblich-technischen oder kaufmännischen mind. 3-jährigen Ausbildungsberuf + entsprechende Berufspraxis
  • Oder Abschlussprüfung in einem mind. 2-jährigen gewerblich-technischen oder kaufmännischen Ausbildungsberuf + entsprechende Berufspraxis
  • Alternativ mind. 3 Semester einschlägiges Studium + 2,5 Jahre Berufspraxis
  • Alternativ mind. 4 Jahre einschlägige Berufserfahrung

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Berufsspezialist/in für Industrielle Transformation?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.438 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 4.325 € und 6.821 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Berufsspezialist/in für Industrielle Transformation?

Die Weiterbildung dauert etwa 12 Monate in Teilzeit. Bei manchen Anbietern kannst du den Kurs auch in Vollzeit absolvieren und so etwas schneller abschließen.

Wie sind die Berufsaussichten als Berufsspezialist/in für Industrielle Transformation?

Die Berufsaussichten als Berufsspezialist/in für Industrielle Transformation sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt funktionstüchtige Arme und Hände, gute Feinmotorik sowie sicheres Farb-, Nah- und Räumlichsehen. Du musst Anlagen einrichten, Bauteile exakt positionieren und häufig sprechen oder zuhören, wenn du Teams anleitest. Schweres Heben steht selten im Mittelpunkt, doch längeres Stehen und Arbeiten in Produktionshallen gehören dazu.

Welche digitalen Skills braucht man als Berufsspezialist/in für Industrielle Transformation?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation, der Einsatz von Apps zur Anlagenüberwachung sowie Augmented-Reality-Bedienkonzepte. Du solltest Auto-ID-Systeme integrieren, Cobots programmieren und mit CAM-Software Steuerprogramme erstellen können. Auch Augmented-Analytics-Tools zur automatisierten Datenanalyse gehören zum Handwerkszeug.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Du arbeitest abwechselnd in Produktionshallen, Werkstätten und am Bildschirm. Verantwortung für Personen spielt eine Rolle, weil du Mitarbeitende einweist und Veränderungen begleitest. Handarbeit beim Aufrüsten von Maschinen, Dokumentationsaufgaben im Büro und Maschinenlärm in der Fertigung wechseln sich ab.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Prüfung kannst du dich in Prozessmanagement, Prozessautomatisierung, Produktions- und Fertigungstechnik oder Projektmanagement vertiefen. Kurse zu Robotik, CAM/CIM-Technik, IT-Sicherheit und Datenschutz erweitern dein Profil zusätzlich.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mit Erfahrung kommen leitende Positionen als Industriemeister/in in Metall, Elektrotechnik oder Mechatronik in Frage. Auch Studiengänge wie Automatisierungstechnik, Produktionstechnik, Projektmanagement oder Robotik öffnen Türen zu Führungs- und Entwicklungsaufgaben.

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