Maskenbildner/Maskenbildnerin
Auch bekannt als: Make-up artist (m/f)
Über den Beruf
Maskenbildner/innen verwandeln Schauspieler/innen, Sänger/innen oder Moderator/innen in die gewünschte Bühnen- oder Filmfigur. Sie entwickeln zusammen mit Regie, Kostüm- und Bühnenbild ein Maskenkonzept, recherchieren historische Vorlagen und skizzieren Make-up, Frisur sowie Prothesen. In der Werkstatt knüpfen sie Perücken, modellieren Bärte, Nasen oder ganze Tiermasken aus Latex, Schaumstoff oder Silikon und färben die Teile passgenau ein. Immer öfter vermessen sie Gesichter per 3-D-Scan und drucken Formteile aus, um präzise Sitz und schnelle Reproduktionen zu sichern. Kurz vor Vorstellungsbeginn schminken sie Charakter-, Alt- oder Fantasie-Make-ups, frisieren Eigenhaar oder setzen Perücken auf. Während der Aufnahme oder Live-Show bleiben sie in Rufweite, bessern Glanzstellen, Schweiß oder gelöste Kleber aus und wechseln bei Szenenumbauten das Styling. Danach reinigen, reparieren und archivieren sie die empfindlichen Maskenteile für den nächsten Einsatz.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Zum Teil Mindestalter von 16 Jahren
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Maskenbildner/in?
Maskenbildner/innen verdienen typischerweise 3.680 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.132 € und 4.334 €. In tarifgebundenen Theatern oder bei großen Filmproduktionen kann der Einstieg etwas höher ausfallen, während kleinere Bühnen oft darunter liegen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Maskenbildner/in?
Die duale Ausbildung ist auf 3 Jahre angelegt. Sie kombiniert Praxis im Theater-, Film- oder Fernsehbetrieb mit Blockphasen an der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Maskenbildner/innen?
Hilfreich sind vor allem Kunst, Werken, Chemie und Mathematik. Mit Kunst und Werken trainierst du dein gestalterisches Auge und die Handarbeit, Chemie hilft beim sicheren Umgang mit Schmink- und Klebstoffen, und Mathematik brauchst du für Material- und Kostenkalkulationen.
Ist der Beruf als Maskenbildner/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine gute Feinmotorik und funktionstüchtige Arme sowie Hände, weil viele Arbeitsschritte millimetergenau ausgeführt werden. Häufiges Stehen, vorgeneigte Haltung und Arbeiten mit ausgestreckten Armen können zusätzlich belasten, und ein sicheres Farbsehvermögen ist unverzichtbar.
Wie sind die Berufsaussichten als Maskenbildner/in?
Die Berufsaussichten als Maskenbildner/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen — ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht, weshalb Flexibilität gefragt bleibt.
Welche digitalen Skills braucht man als Maskenbildner/in?
Grundkenntnisse in 3-D-Laserscanning und 3-D-Druck werden immer wichtiger, um passgenaue Masken oder Prothesen zu fertigen. Wer diese Tools sicher bedienen kann, punktet besonders bei modernen Film- und Theaterproduktionen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Maskenbildner/in?
Du hast engen Körperkontakt zu Darsteller/innen, arbeitest mit Chemikalien und Klebstoffen, bist Gerüchen ausgesetzt und musst oft in Zwangshaltungen präzise Handarbeit leisten.
Womit arbeitet man als Maskenbildner/in?
Zum Tageswerk gehören Schminkfarben, Pinsel, Schwämme, Knüpfnadeln, Scheren und Modelliermassen wie Latex oder Gips. Außerdem nutzt du Perücken, Haarteile, Klebstoffe, 3-D-Druckvorlagen sowie digitale Skizzen am PC.
Kann man sich als Maskenbildner/in selbständig machen?
Ja, viele Maskenbildner/innen arbeiten freiberuflich für Theater, Film oder TV-Produktionen. Du kannst auch einen eigenen Fertigungs- oder Dienstleistungsbetrieb gründen bzw. übernehmen; Branchenverbände wie die Bundesvereinigung Maskenbild e.V. bieten hierzu Beratung.
