Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe
Auch bekannt als: Ausbildungsleiter/in · Berufsausbilder/in
Über den Beruf
Ausbilder/innen für anerkannte Ausbildungsberufe begleiten Nachwuchskräfte vom ersten Bewerbungsgespräch bis zum Abschlusszeugnis. Sie entwickeln betriebliche Ausbildungs- und Versetzungspläne, teilen Lerninhalte in überschaubare Schritte auf und üben diese praxisnah mit den Auszubildenden. Im Unterricht vermitteln sie Theorie und Praxis, passen Methoden und Tempo den individuellen Stärken der Lernenden an und greifen bei Lernschwierigkeiten gezielt ein. Sie kontrollieren Berichtshefte, bewerten Leistungen, lösen Konflikte und halten den Kontakt zur Berufsschule. Digitale Lernplattformen, interaktive Whiteboards und selbst gestaltete E-Learning-Module unterstützen dabei den Unterricht. Für Zwischen- und Abschlussprüfungen melden sie die Auszubildenden bei der zuständigen Kammer an und erstellen anschließend fundierte Zeugnisse sowie Empfehlungen zur Übernahme.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Voraussetzungen für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung liegen derzeit nicht vor
- Für die Tätigkeit als Ausbilder/in für anerkannte Ausbildungsberufe fachliche und persönliche Eignung nach BBiG nachweisen
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ausbilder/in?
Typischerweise liegt das Gehalt bei 4.606 € brutto im Monat. Je nach Branche, Region und Verantwortung kannst du zwischen 3.758 € und 5.676 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Ausbilder/in?
Die Dauer ist nicht einheitlich, sondern richtet sich nach Bildungsanbieter, Lernform (Vollzeit, Teilzeit oder online) und persönlichem Lerntempo. Plane also flexibel – von kompakten Intensivkursen bis zu längeren berufsbegleitenden Formaten ist alles möglich.
Ist der Beruf als Ausbilder/in körperlich anstrengend?
Der Beruf gilt insgesamt als wenig körperlich belastend, erfordert jedoch funktionstüchtige Arme und Hände, weil du Auszubildende an Maschinen oder Anlagen praktisch anleitest. Gelegentliche Wechsel zwischen Büro, Unterrichtsraum und Werkstatt solltest du problemlos bewältigen können.
Wie sind die Berufsaussichten als Ausbilder/in?
Die Berufsaussichten als Ausbilder/in für anerkannte Ausbildungsberufe sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden zugutekommt. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, sodass Arbeitgeber länger suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet und schaffen zusätzliche Chancen.
Welche digitalen Skills braucht man als Ausbilder/in?
Gefragt sind sichere Kenntnisse in Blended Learning-Konzepten, Lernplattformen und -Apps sowie im Umgang mit digitalen Tafeln und Dokumentenkameras. Auch der Einsatz von Dokumentenmanagementsystemen, Inverted-Classroom-Methoden oder sogar Lernrobotern kann Teil deines digitalen Werkzeugkastens sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ausbilder/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Bildschirm und praktischen Unterweisungen in Werkstätten oder Produktionshallen. Du musst zahlreiche Ausbildungsordnungen, Rahmenpläne und Sicherheitsvorschriften beachten und trägst dabei Verantwortung für Lernerfolge und Arbeitssicherheit der Auszubildenden.
Womit arbeitet man als Ausbilder/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Ausbildungsverträge, Rahmenlehrpläne, Beurteilungsbögen sowie digitale Lernplattformen und virtuelle Klassenzimmer. Präsentationsmedien wie interaktive Whiteboards, PCs mit Internetzugang und gängige Büroausstattung ergänzen dein Equipment.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ausbilder/in?
Du kannst dich in betrieblichen Aus- und Fortbildungsprozessen, Lernpädagogik, Lernberatung oder pädagogischer Diagnostik spezialisieren. Seminare zu Arbeitsrecht, Konfliktmanagement oder Mediation eröffnen weitere fachliche Horizonte.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ausbilder/in?
Mit Berufserfahrung kannst du eine Weiterbildung zum/zur Berufspädagogen/-pädagogin absolvieren oder ein Studium der Berufspädagogik anschließen. Damit eröffnen sich Leitungsfunktionen in Bildungsabteilungen oder größeren Ausbildungszentren.
