Maskenbild (Bachelor)
Auch bekannt als: Maskenbildner/in (Hochschule) · Make-up artist (m/f)
Über den Beruf
Maskenbildner/innen verwandeln Schauspieler/innen mit Make-up, Perücken und Spezialeffekten in glaubwürdige Figuren. Sie entwickeln gemeinsam mit Regie, Kostüm- und Bühnenbild ein stimmiges Maskenkonzept und prüfen, ob Idee, Technik und Budget zusammenpassen. Dafür recherchieren sie historische Vorlagen, skizzieren Farb- und Formpläne und modellieren künstliche Nasen, Narben oder ganze Tiermasken. Perücken knüpfen sie in Handarbeit, fixieren Haarteile, kleben Bärte an oder frisieren das Eigenhaar der Darstellenden. Während Proben, Vorstellungen oder Drehs frischen sie Make-up und Frisuren auf, wechseln Looks oder schminken Verletzungen für Action-Szenen. Nach der letzten Klappe entfernen sie alle Auflagen, reinigen Pinsel, desinfizieren Materialien und dokumentieren den Verbrauch, um Kosten exakt zu kalkulieren. Moderne Teams setzen zudem 3D-Scanning und -Druck ein, um passgenaue Masken noch schneller herzustellen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
- Alternativ in den meisten Bundesländern Studium ohne Hochschulreife bei nachgewiesener besonderer künstlerischer Begabung
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule ggf. Mappe mit eigenen Entwürfen oder Arbeiten (z.B. Zeichnungen oder Fotos gestalteter Arbeiten)
Passende Studiengänge3
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Maskenbildner/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 38.640 € pro Jahr. Je nach Bühne, Region und Berufserfahrung kann dein Einkommen jedoch darüber oder darunter liegen, vor allem wenn du projektbezogen für Film- oder TV-Produktionen arbeitest.
Wie lange dauert das Studium als Maskenbildner/in?
Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. Das entspricht in der Regel sechs bis acht Semestern bis zum Abschluss.
Welche Schulfächer sind wichtig für Maskenbild?
Hilfreich sind besonders Kunst, Englisch sowie Wirtschaft/Recht oder Mathematik. Kunst fördert dein gestalterisches Können, Englisch erleichtert die Arbeit in internationalen Teams und betriebswirtschaftliche Grundlagen helfen dir später beim Kalkulieren von Budgets.
Ist der Beruf als Maskenbildner/in körperlich anstrengend?
Er verlangt funktionstüchtige Arme und Hände, ein gutes Farbsehvermögen und widerstandsfähige Haut. Beim Modellieren, Schminken und Arbeiten mit Latex oder Klebstoffen brauchst du zudem eine ruhige Hand und solltest keine Hautempfindlichkeiten haben.
Wie sind die Berufsaussichten als Maskenbildner/in?
Die Berufsaussichten als Maskenbildner/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge kommen hinzu und machen zusätzliche Stellen frei. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, wodurch insgesamt weniger Jobs entstehen könnten.
Welche digitalen Skills braucht man als Maskenbildner/in?
Gefragt sind Kenntnisse im 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning. Mit einem Gesichts-Scan erstellst du millimetergenaue Daten und gibst anschließend passgenaue Maskenteile per 3-D-Drucker aus – das spart Zeit bei der Herstellung komplexer Effekte.
Kann man sich als Maskenbildner/in selbständig machen?
Ja, viele Maskenbildner/innen arbeiten freiberuflich für Film- und Fernsehproduktionen oder an Theatern. Als Selbständige wirst du projektweise engagiert und kannst dein Honorar individuell verhandeln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Maskenbildner/in?
Nach dem Bachelor kannst du dich durch Fachfortbildungen in Visagistik, Maskenbildnerei oder Kosmetik spezialisieren. Auch Kurse im Friseurhandwerk erweitern dein Repertoire und machen dich für unterschiedliche Produktionen attraktiver.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Maskenbildner/in?
Aufstiegschancen eröffnet vor allem ein Masterstudium in Maskenbild oder Theaterwissenschaft. Wer sich der Forschung oder Lehre widmen möchte, kann anschließend promovieren; für eine Professur an einer Kunst- oder Fachhochschule ist später oft eine Habilitation erforderlich.
