Maskenbild (Master)
Auch bekannt als: Maskenbildner/in (Hochschule) · Make-up artist (m/f)
Über den Beruf
Maskenbildner/innen verwandeln Schauspieler/innen mit Make-up, Perücken und Spezialeffekten in glaubwürdige Figuren. Sie entwickeln gemeinsam mit Regie, Kostüm- und Bühnenbild ein stimmiges Maskenkonzept und prüfen, ob Idee, Technik und Budget zusammenpassen. Dafür recherchieren sie historische Vorlagen, skizzieren Farb- und Formpläne und modellieren künstliche Nasen, Narben oder ganze Tiermasken. Perücken knüpfen sie in Handarbeit, fixieren Haarteile, kleben Bärte an oder frisieren das Eigenhaar der Darstellenden. Während Proben, Vorstellungen oder Drehs frischen sie Make-up und Frisuren auf, wechseln Looks oder schminken Verletzungen für Action-Szenen. Nach der letzten Klappe entfernen sie alle Auflagen, reinigen Pinsel, desinfizieren Materialien und dokumentieren den Verbrauch, um Kosten exakt zu kalkulieren. Moderne Teams setzen zudem 3D-Scanning und -Druck ein, um passgenaue Masken noch schneller herzustellen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, i.d.R. im Studienfach Maskenbild
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Ggf. Mappe mit künstlerischen Arbeitsproben, z.B. Zeichnungen oder Fotos bereits gefertigter gestalterischer Arbeiten
Passende Studiengänge3
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Maskenbildner/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt aktuell bei 38.640 € pro Jahr. Bei freien Produktionen oder Häusern ohne Tarifbindung kann das Einkommen je nach Erfahrung, Region und Projektbudget abweichen.
Ist der Beruf als Maskenbildner/in körperlich anstrengend?
Feine Handarbeit und ein sicheres Farbsehvermögen sind Pflicht, weil du detailgenau modellierst, klebst und schminkst. Dauerhaftes Stehen, enger Körperkontakt mit Darsteller/innen sowie der Umgang mit Latex, Klebstoffen und Reinigungsmitteln verlangen zudem belastbare Haut an Händen und Armen.
Wie sind die Berufsaussichten als Maskenbildner/in?
Die Berufsaussichten als Maskenbildner/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich nur schwer besetzen, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen länger nach geeignetem Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas, sodass die Zahl der Jobs leicht zurückgehen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Maskenbildner/in?
Du solltest 3-D-Laserscanning beherrschen, um Gesichter exakt zu vermessen und passgenaue Formen zu erstellen. Außerdem ist der Umgang mit 3-D-Druckern gefragt, damit du digitale Modelle in physische Masken oder Prothesen umsetzen kannst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Maskenbildner/in?
Der Arbeitsplatz wechselt zwischen Schminkräumen, Werkstätten, Bühnen, Filmsets und gelegentlich Außendrehorten. Unregelmäßige Zeiten mit Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit sind üblich, während du in konzentrierter Feinarbeit Perücken, Masken und Make-ups erstellst oder auffrischst.
Womit arbeitet man als Maskenbildner/in?
Zum Grundinventar gehören Schminktische, Pinsel, Bürsten, Kämme, Scheren und Knüpfnadeln sowie Schminkfarben, Puder und Haarsprays. Für aufwendigere Effekte nutzt du Gips, Latex, Modelliermassen, Kunst- und Echthaar, Klebstoffe und Reinigungslösungen. Skizzen, Figurinen und ein PC mit Internetzugang unterstützen Planung und Kalkulation.
Kann man sich als Maskenbildner/in selbständig machen?
Ja, viele Maskenbildner/innen arbeiten freiberuflich und bieten ihre Dienste für Film- und Fernsehproduktionen oder an Theatern an. Eine gute Vernetzung in der Branche und ein aussagekräftiges Portfolio sind dabei entscheidend.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Maskenbildner/in?
Du kannst dich gezielt in Visagistik, Kosmetik oder Maskenbildnerei fortbilden, um neue Techniken zu lernen und dein Repertoire zu erweitern. Auch Kurse im Friseurhandwerk bringen Pluspunkte, wenn komplexe Frisuren gefragt sind.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Maskenbildner/in?
Ein nächster akademischer Schritt ist die Promotion in Maskenbild oder Theaterwissenschaft, die dir Türen zur Forschung und Konzeptentwicklung öffnet. Wer in die Hochschullehre strebt, braucht anschließend meist eine Habilitation, um sich für eine Professur zu qualifizieren.
