Löter/Löterin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Löter/Löterin

Auch bekannt als: Solderer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werk- und Produktionshallen · in Werkstätten
Offene Stellen914

Über den Beruf

Löter/innen verbinden Metallteile und elektronische Bauelemente zu dichten, dauerhaft haltbaren Baugruppen. Sie säubern Lötstellen von Fett, Oxiden und Farbe, richten Drähte, Bleche oder Leiterplatten exakt aus und fixieren sie mit Spezialzangen. Passend zum Werkstoff wählen sie Weich-, Hart- oder Feinlöten, tragen Flussmittel auf und erhitzen den Bereich mit Lötkolben oder Heißluft, bis das Lot gleichmäßig einfließt. Unter Lupe oder Mikroskop kontrollieren sie jede Naht auf Poren, Risse und Maßhaltigkeit, glätten oder entgraten sie bei Bedarf und protokollieren Ergebnisse in Prüfberichten. Auf Basis von Löt- und Montageplänen planen sie Arbeitsabläufe, stellen Geräte sowie Halbzeuge bereit und stimmen sich mit der Qualitätssicherung ab. Zusätzlich warten sie ihre Ausrüstung, tauschen Spitzeneinsätze aus und entwickeln Vorschläge, um Prozesse und Bauteilqualität weiter zu verbessern.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist kein bestimmter Bildungsgang vorgeschrieben. Eine Ausbildung im Metall- oder Elektrobereich kann jedoch von Vorteil sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Löter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.697 € brutto im Monat; je nach Erfahrung und Region sind zwischen 3.079 € und 4.430 € möglich. In tarifgebundenen Betrieben oder mit Zusatzqualifikationen kann die Obergrenze noch steigen.

Wie sind die Berufsaussichten als Löter/in?

Die Berufsaussichten als Löter/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Fachkräfte in Rente, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Einziger Wermutstropfen: Die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Löter/in?

Im Alltag arbeitest du in Werkstätten oder Produktionshallen, häufig im Schichtsystem. Hitze, Rauchgase und Maschinenlärm gehören ebenso dazu wie das Tragen von Handschuhen oder Schutzbrille. Weil du winzige Lötstellen bearbeitest, ist viel Präzisions- und Feinarbeit gefragt.

Womit arbeitet man als Löter/in?

Löter/innen nutzen Lötkolben, Heißluftgeräte sowie Spezialzangen und ‑halterungen, um Bauteile exakt zu positionieren. Für die Qualitätskontrolle kommen Lupen oder Mikroskope, Löt- und Schaltpläne sowie Prüfprotokolle zum Einsatz. Als Werkstücke hast du Leiterplatten, SMD-Bauteile, Drähte oder Bleche auf dem Tisch.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Löter/in?

Für den schnellen Kompetenzschub bieten sich Lehrgänge zu Lötverfahren, Metallbe- und ‑verarbeitung oder kombinierten Schweiß- und Löttechniken an. Auch Kurse in Produktions- und Fertigungstechnik erweitern dein Einsatzgebiet.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Löter/in?

Mit Berufserfahrung kannst du dich zum/zur Industriemeister/in Metall oder Elektrotechnik weiterqualifizieren und anschließend ein Team leiten. Ebenfalls möglich ist die Technikerausbildung in Leiterplattentechnik (Bachelor Professional in Technik). Ein Bachelor- oder Masterstudium in Maschinenbau oder Elektrotechnik eröffnet zudem Chancen in Entwicklung und Projektleitung.

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