Fertigungsmechaniker/Fertigungsmechanikerin
Auch bekannt als: Produktionsmechaniker/in · Production mechanic (m/f)
Über den Beruf
Fertigungsmechaniker/innen montieren nach Stücklisten und Zeichnungen Einzelteile zu Serienprodukten – vom Geschirrspüler bis zum Industrieroboter. Sie prüfen Bauteile, richten sie mit Messwerkzeugen exakt aus und fügen sie durch Schrauben, Schweißen oder Kleben zusammen. Dafür bedienen sie handgeführte Werkzeuge ebenso wie automatisierte Montagestationen oder kollaborative Roboter. Elektrische Leitungen verlegen und anschließen, Sensoren testen und Steuerungen in Betrieb nehmen gehören dazu. Wenn Teile nicht passen, programmieren sie CNC-Maschinen oder 3-D-Druckanlagen und fertigen passgenaue Komponenten selbst. Nach dem Zusammenbau kontrollieren sie die Funktion, dokumentieren Messdaten und beheben Störungen. Sie warten Maschinen, analysieren Echtzeitdaten zur Prozessqualität und schlagen Verbesserungen für Materialfluss, Arbeitssicherheit und Energieeinsatz vor. So halten sie industrielle Fertigungslinien effizient und zuverlässig in Gang.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fertigungsmechaniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.792 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.996 € und 4.666 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Fertigungsmechaniker/in?
Während der Ausbildung liegt die Vergütung im Schnitt bei rund 1.324 € brutto im Monat. Im ersten Jahr verdienst du 1.250 €, im zweiten 1.316 € und im dritten 1.401 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fertigungsmechaniker/in?
Die duale Ausbildung zur Fertigungsmechaniker/in dauert regulär 3 Jahre. Betriebliche Praxis und Unterricht in der Berufsschule wechseln sich dabei ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fertigungsmechaniker/innen?
Für angehende Fertigungsmechaniker/innen sind vor allem Werken/Technik, Mathematik und Physik wichtig. Mit diesen Fächern kannst du später z. B. Zeichnungen lesen, Einstellwerte berechnen und elektrische Bauteile korrekt anschließen.
Ist der Beruf als Fertigungsmechaniker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest oft im Stehen, kommst mit Schmierstoffen, Staub oder Lötrauch in Kontakt und brauchst belastbare Hände, Arme, Beine sowie gesunde Atemwege.
Wie sind die Berufsaussichten als Fertigungsmechaniker/in?
Die Berufsaussichten als Fertigungsmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter; Arbeitgeber müssen länger nach passenden Fachleuten suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Stellenniveau etwas dämpfen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Fertigungsmechaniker/in?
Digitale Technik ist fester Bestandteil des Berufs. Du richtest Fertigungsanlagen mit CAM-Software ein, programmierst Industrieroboter, wertest Echtzeitdaten aus und nutzt bei Wartungsarbeiten Augmented-Reality-Brillen oder Tablets. Auch der Umgang mit 3-D-Druckern und eingebetteten Systemen gehört immer häufiger dazu.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fertigungsmechaniker/in?
Die Arbeit findet überwiegend in Produktions- und Montagehallen statt, häufig im Schichtsystem. Du trägst Schutzkleidung gegen Lärm, Staub und Schmierstoffe und wechselst zwischen maschinengestützter Fertigung und präziser Handarbeit. Dabei kommt es sowohl auf sauberes Arbeiten im Tausendstelmillimeter-Bereich als auch auf Kraft beim Heben schwerer Teile an.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fertigungsmechaniker/innen?
Nach der Ausbildung kannst du dich in Produktions- und Fertigungstechnik, Automatisierungssystemen oder der elektrischen Mess-, Steuer- und Regeltechnik spezialisieren. Kurse in NC-/CNC-Technik sowie in Schweiß-, Füge- und Trennverfahren eröffnen dir zusätzliche Einsatzbereiche in Montage, Instandhaltung und Qualitätssicherung.
