Leckageorter/Leckageorterin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Leckageorter/Leckageorterin

Auch bekannt als: Leckorter/in · Trocknungstechniker/in

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortebei Kunden/Kundinnen · in Gebäuden · im Freien (z.B. auf Dächern)
Offene Stellen109

Über den Beruf

Leckageorter und Leckageorterinnen spüren verborgene Wasserschäden auf, indem sie Rohrleitungen, Heiz- oder Dachflächen mit Elektroakustik, Ultraschall, Thermografie oder Endoskopie untersuchen. Die Messmethoden arbeiten meist zerstörungsfrei; nur am exakten Fundort legen sie die Bauteile frei. Anschließend bewerten sie den Schadensumfang, führen bei Bedarf eine Notreparatur durch und entscheiden, welche Trocknungstechnik nötig ist. Sie installieren geeignete Trocknungsgeräte, kontrollieren deren Wirkung und bauen sie nach Abschluss wieder ab. Alle Messwerte, Arbeitsschritte und Fotos fließen in detaillierte Berichte, die auch Versicherungen oder Gutachter nutzen. Im Gespräch mit Kundinnen und Kunden erklären sie Ergebnisse, besprechen weitere Gewerke wie Fliesen- oder Malerarbeiten und kalkulieren Folgeschritte. Regelmäßige Wartung der eigenen Mess- und Trocknungsgeräte gehört ebenso zum Job wie der rasche Einsatz bei akuten Havarien, um Bausubstanz und Inventar zu schützen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird eine abgeschlossene Ausbildung in den Bereichen Heizung, Klima, Lüftung oder Sanitär vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Leckageorter/in?

Leckageorter/innen verdienen typischerweise 3.717 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 3.154 € und 4.318 € erreichen.

Wie sind die Berufsaussichten als Leckageorter/in?

Die Berufsaussichten als Leckageorter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – Jobsuchende haben daher gute Karten. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet; dadurch kommen zusätzliche Stellen auf den Markt. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was langfristig den Wettbewerb etwas erhöhen kann.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Leckageorter/in?

Die Arbeit ist technisch geprägt und oft körperlich fordernd. Du setzt Leckortungs-, Druckmess- und Trocknungsgeräte ein, trägst Schutzkleidung und bist auf Baustellen, Dächern oder in feuchten Kellern unterwegs. Kälte, Hitze, Nässe sowie Bereitschafts- und Rufdienste gehören zum Alltag.

Womit arbeitet man als Leckageorter/in?

Zum Handwerkszeug gehören Infrarotkameras, Ultraschall- und Endoskopiegeräte sowie Stethoskope zur Geräuschortung. Hinzu kommen Druckmessgeräte, Trocknungsaggregate, Montagewerkzeuge und Dicht- oder Isoliermaterial. Für die Dokumentation nutzt du Bauzeichnungen, Messberichte und digitale Auftragsunterlagen.

Kann man sich als Leckageorter/in selbständig machen?

Ja, viele Fachkräfte gründen einen eigenen Betrieb für Leckageortung und Bautrocknung. Als Unternehmer/in arbeitest du dann auf Auftragsbasis für Versicherungen, Hausverwaltungen oder Privatkunden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Leckageorter/in?

Fachkurse in Sanitär-, Lüftungs-, Klima- oder Heizungstechnik vertiefen dein Know-how. Lehrgänge zu Rohrleitungsmontage, Wartung, Instandhaltung oder Qualitätsmanagement sind ebenfalls gefragt. Mit Zertifikaten in Gastechnik oder Kältetechnik kannst du dich zusätzlich spezialisieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Leckageorter/in?

Mit mehr Verantwortung winkt ein Meisterbrief, z.B. als Installateur- und Heizungsbauermeister/in oder als Meister/in für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Alternativ bietet eine Technikerschule in Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- oder Kältetechnik den Sprung in die mittlere Führungsebene. Auch ein Abschluss als Fachwirt/in im Facility-Management oder ein Bachelor bzw. Master in Versorgungstechnik kann dich in Planung, Projektleitung oder Unternehmensführung bringen.

109 Stellenangebote ansehen