Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Kältetechnik/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: Kälte-Klima-Techniker/in · Kälteanlagentechniker/in · Kältetechniker/in
Über den Beruf
Staatlich geprüfte Techniker/innen der Fachrichtung Kältetechnik entwerfen und projektieren Klima- und Kälteanlagen für Büros, Industriehallen oder Supermärkte. Sie erstellen CAD-Pläne, wählen Verdichter, Ventile und Kältemittel aus, kalkulieren Kosten und formulieren Leistungsverzeichnisse. Beim Bau überwachen sie Montageabläufe, prüfen Materialeinsatz, nehmen die Anlagen ab und erstellen Abrechnungen. Im Betrieb messen sie Drücke und Temperaturen, justieren Mess- und Regelsysteme und leiten Wartungs- sowie Instandsetzungsarbeiten. Reklamationen analysieren sie, organisieren Reparaturen und schulen das Personal der Auftraggeber. Mit Ingenieur/innen entwickeln sie energieeffiziente Systeme, testen 3-D-Simulationen oder binden Anlagen in Building Information Modeling ein, um smarte Gebäude und Fernkältenetze zu realisieren. Auch kaufmännische Aufgaben gehören dazu: Sie beraten zu Energieeinsparungen, erarbeiten Angebotsalternativen und steuern Einkauf sowie Materialdisposition.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kältetechniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.676 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung kannst du zwischen 3.808 € und 5.895 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Kältetechniker/in?
Die Weiterbildung an der Fachschule dauert in Vollzeit etwa zwei Jahre, in Teilzeit bis zu vier Jahre. Viele Anbieter strukturieren die Lehrgänge so, dass du parallel weiterarbeiten kannst.
Ist der Beruf als Kältetechniker/in körperlich anstrengend?
Der Job erfordert Hand- und Fingergeschick, ist aber kein reiner Kraftakt. Du verschraubst Leitungen, verdrahtest Kleinteile und brauchst gutes Farb- sowie räumliches Sehvermögen, um Schaltpläne sicher umzusetzen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kältetechniker/in?
Die Berufsaussichten als Kältetechniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – Stellen sind schwer zu besetzen, was dir gute Chancen verschafft. Zudem gehen viele erfahrene Fachkräfte in Rente, sodass weitere Jobs frei werden. Bis 2040 schrumpft die Gesamtbeschäftigung allerdings leicht, daher ist regionale Flexibilität hilfreich.
Welche digitalen Skills braucht man als Kältetechniker/in?
Digitale Kompetenzen sind zentral. Du arbeitest mit 3-D-Laserscans und Simulationen, bindest Anlagen per Building Information Modeling in smarte Gebäude ein und nutzt Apps für Aufmaß sowie vernetzte Aktorik.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kältetechniker/in?
Die Arbeitsbedingungen sind vielseitig: Büroarbeit wechselt sich mit Einsätzen in Werkstätten, Produktionshallen und auf Baustellen ab. Du berätst Kund/innen, leitest Teams und nutzt abwechselnd Handwerkzeug, Messgeräte und spezialisierte Software. Höhenarbeit und Unfallgefahren erfordern dabei konsequente Schutzmaßnahmen.
Kann man sich als Kältetechniker/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Kälteanlagenbauer-Betrieb gründen oder ein Planungs- und Projektierungsbüro für Kälte- und Klimatechnik übernehmen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kältetechniker/in?
Um fachlich am Ball zu bleiben, eignen sich Kurse in Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, Gebäudesystemtechnik, Konstruktion oder vertieftem CAD. So bleibst du auf dem neuesten Stand der Technik oder setzt gezielte Schwerpunkte.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kältetechniker/in?
Für den Karriereschritt in die Unternehmensführung bietet sich die Aufstiegsprüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in an. Mit einem Bachelorstudium etwa in Versorgungstechnik oder Facility-Management kannst du zudem Projekt- oder Teamleitungspositionen übernehmen.
